Skip to main content

Ernst Wandfluh · SVP

deRedetext
Schweiz24.09.2026

Zielvereinbarungen zielen darauf ab, endlich die gesamte Wertschöpfungskette und somit insbesondere den Detailhandel stärker in die Verantwortung zu nehmen. Für die Landwirtschaft bieten sie insbesondere folgende Chancen.

1. Die faire Verteilung der Verantwortung: Die Landwirtschaft steht seit Jahren überwiegend als einziger Akteur der Wertschöpfungskette unter steigendem Druck, ökologische und gesellschaftliche Ansprüche zu erfüllen. Die Zielvereinbarungen ermöglichen es, die Beiträge zur Erreichung gesellschaftlicher Ansprüche künftig gleichmässig auf die Schultern aller Akteure entlang der Wertschöpfungskette zu verteilen.

2. Die Stärkung der Schweizer Produktion: Zielvereinbarungen können dazu beitragen, Inlandanteile zu erhöhen und Schweizer Wertschöpfungsketten gezielt zu fördern, denn mit dem Instrument der Zielvereinbarung kann der Verkauf von regionalen und saisonalen Produkten gestärkt werden. So können Schweizer Produkte mit ihren kürzeren Wertschöpfungsketten gegenüber importierten Produkten besser positioniert werden. Wichtig ist dabei, dass die Importe in die Betrachtung einbezogen werden und höhere Anforderungen an die Schweizer Produkte nicht zu deren Austausch durch Importe führen.

3. Keine Reduktion der Fleischproduktion: Mit der Zielvereinbarung Proteinquellen sollen in der ersten Phase die Absatzanteile tierischer und pflanzlicher Proteinquellen erhoben werden. Quantitative Reduktionsziele für tierische Produkte sind derzeit nicht vorgesehen. Für die Landwirtschaft muss aber klar sein, dass aus dieser Datenerhebung kein Automatismus für spätere Reduktionsziele bei Fleisch und Milch entsteht. Neue materielle Ziele müssen von den betroffenen Akteuren erneut beschlossen werden.

Da die Zielvereinbarungen Teil der Vernehmlassung zur AP 2030 plus sind, ist das Ziel meiner Motion eigentlich schon erreicht, und deshalb ziehe ich die Motion zurück.

Transcript
parlament.ch
Institution
Schweiz

Data: OpenParlData · CC BY 4.0