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Peter Hegglin · M-E

deRedetext
Schweiz17.09.2026

Ich möchte nochmals auf Kollegen Germann replizieren, der gesagt hat, dass die Regelung der Mehrheit eine Verschärfung der heutigen Bestimmungen sei. Das kann man auf den ersten Blick so sehen, da die Deckung mit hartem Kernkapital von 45 auf 50 Prozent angehoben würde, aber diese Betrachtung reicht nicht. Laut dem SIF würde die Lösung der Mehrheit rechnerisch dazu führen, dass die UBS einen harten Kernkapitalüberschuss von 10 Milliarden Franken hätte - 10 Milliarden mehr, als sie gemäss Antrag der Mehrheit halten müsste.

Ich gehe davon aus, dass die UBS heute diesen Überschuss bewusst hält, weil sie auch sieht, dass ein hohes Kernkapital für Investoren von Interesse ist. Das heisst aber nicht, dass sie nicht in ein, zwei oder in fünf Jahren dazu übergeht, diesen Überschuss an ihre Investoren auszuschütten oder für Bankenzukäufe zu verwenden, die sie mit weniger hartem Eigenkapital hinterlegen muss. Da bin ich voll beim Bundesrat: Wie Sie wissen, kommen die meisten Krisen vom grössten Bankenplatz, den USA. Wenn man dort entsprechende Institutionen kauft und mit wenig hartem Eigenkapital unterlegen muss, ist das sehr risikohaft.

Vielleicht noch eine Zahl: Die UBS hält heute am meisten AT1-Anleihen, in der Grössenordnung von 23 Milliarden Franken. Das ist die höchste Summe aller Banken. Mit der neuen Regelung der Mehrheit könnte diese Summe auf 37 Milliarden Franken ansteigen. Das sind nicht meine Zahlen, sondern die, die das SIF berechnet hat.

Zum Schluss noch ein Punkt zur Wettbewerbsfähigkeit des Bankenplatzes, die bereits mehrfach angesprochen wurde: Die Lösung der Minderheit I, meiner Minderheit, ist vergleichbar mit den Anforderungen des Bankenplatzes Grossbritannien - nicht in der Ausgestaltung der Strukturen der Banken, aber in der Anforderung bei hartem Eigenkapital. Die Variante des Bundesrates liegt etwas über der Anforderung in Grossbritannien. Das wollte ich noch in die Überlegungen einbringen.

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Schweiz

Data: OpenParlData · CC BY 4.0