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Andreas Michel · SVP

de
Grosser Rat (BE)11.03.2026
Andreas Michel, Schattenhalb (SVP), Mitmotionär, Einzelsprecher. Ich rede auch als Mitvorstösser zu diesem Thema. Der Gesundheitsdirektor und die Regierung haben meines Erachtens in den letzten Jahren bezüglich der strategischen Ausrichtung des Gesundheitswesens im Kanton ausgezeichnete Arbeit geleistet. Ich bin überzeugt, dass das auch in der kommenden Legislatur der Fall sein wird, vor allem bei den Themen von Punkt 1, z. B. bei Innovationen wie das Geburtshaus Maternité Alpine, wo die Kompetenz bei den Massnahmen sogar beim Gesundheitsdirektor selber liegen.

Die heute auf dem Tisch liegenden Gesundheitsstrategien, der Bericht zur Spitallandschaft usw. zeigen auf dem Papier klar, in welche Richtung sich das Gesundheitswesen im Kanton weiterentwickeln sollte. Wenn ich an die diversen Diskussionen über Geburtenabteilungen, Operationsangebote, spezialisierte Behandlungen etc. vor allem im ländlichen Raum denke und welchen Nutzen die integrierte Versorgung hier bewirken könnte, müssten wir in der Umsetzung dieser Strategien eigentlich schon viel weiter sein. Der Ball liegt aber im Wesentlichen jetzt bei den stationären Leistungserbringern. Ich bin nicht sicher, ob sie in Bezug auf die integrierte Versorgung und Innovationen genug machen oder ob sie primär an sich selber denken. Ich erlaube mir, diese Frage zu stellen, denn ich bin ja selber auch einer von diesen Leistungserbringern.

Es ist klar: Eine Entwicklung, welche die Betroffenen nicht wollen, kann man nicht von heute auf morgen erzwingen. Aber ein bisschen mehr Druck – nicht zu viel seitens Kanton – für die von der Politik genehmigten Strategien, insbesondere für die Umsetzung der integrierten Versorgung, würden das Gesundheitswesen in den Regionen stärken und vor allem auch näher an die Bevölkerung bringen. In diesem Sinn bitte ich Sie, die Punkte 2 bis 4 nicht abzuschreiben. Merci.

Institution
Grosser Rat

Data: OpenParlData · CC BY 4.0