Elisabeth Dubler · GRÜNE
Die hohen Abgrenzungen sind auch auf das einmalige Ereignis des Kantonswechsels von Moutier zurückzuführen. Grosse Vorhaben wie z. B. der Neubau der Schwimmhalle Bern, der Neubau der Multisporthalle Champs-de-Boujean oder die Sanierung des Freibads St-Imier konnten abgeschlossen werden und können abgerechnet werden. Zudem konnte aus Verfahrensgründen erst die Hälfte des für 2025 gewährten Beitrags «Nachwuchsförderung Leistungssport 2025» ausbezahlt werden.
Die Jahresrechnung schliesst mit einem Einnahmenüberschuss von 4’757’000 Franken.
Dem Sportfonds Berner Jura ist anhand seines Bevölkerungsanteils, angewendet auf die Speisung des Sportfonds, die Summe von 1’468’000 Franken zugewiesen worden. Die Ausgaben haben sich im Jahr 2025 auf 786’000 Franken belaufen, was zu einem Einnahmenüberschuss von 681’000 Franken führt. Unter Abzug der im Vergleich zu 2024 deutlich tieferen offenen Verpflichtungen von 157’000 Franken wächst der Nettobestand im Sportfonds Berner Jura und somit die Reserven des Fonds nochmals um knapp 1 Mio. Franken auf 3’919’000 Franken. Damit entspricht der Nettobestand fast dem Vierfachen der durchschnittlichen Speisung der letzten fünf Jahre.
Der Sportfonds verzeichnet im Berichtsjahr erneut eine stattliche Zunahme der Anzahl der Gesuche auf 2358, was einem Plus von 165 Gesuchen oder 8 Prozent entspricht. Das geht insbesondere auf die deutliche Zunahme in den Bereichen Sportmaterial, Nachwuchs Breitensport oder Sportwettkämpfe zurück. Die Anzahl Gesuche aus dem Berner Jura entspricht einem Anteil von 6,3 Prozent aller Gesuchseingänge und beträgt rund drei Gesuche weniger als im Vorjahr.
Im Jahr 2025 konnten 2205 Gesuche bearbeitet werden. Es sind 180 Gesuche weniger als im Vorjahr, das heisst, dass die Anzahl der pendenten Gesuche wirklich stetig zunimmt. 2072 oder 94 Prozent aller Gesuche konnten gutgeheissen werden, und nur 11 Gesuche wurden abgelehnt. Ein grosser Teil ist auch für Verbesserungen zurückgewiesen worden. Es konnten Beiträge in der Höhe von 18’552’000 Franken gesprochen werden, das ist ein bisschen mehr als 2024.
Die Gesuchsbearbeitung des Sportfonds konnte im Jahr 2025 im Wesentlichen durch 220 Stellenprozente abgedeckt werden. Dazu kommen die Leistungen der Abteilungsleitung, der Stellvertretung und der Finanzsachbearbeitung.
Die hohe personelle Belastung in der Abteilung sowie die begrenzt verfügbaren Ressourcen haben sich schleichend auch auf den Sportfonds ausgewirkt. Das hat zu einer Überlastung geführt, und inzwischen haben wir einen grossen Rückstand bei der Bearbeitung der Gesuche. Zudem hat die Pensionierung eines Mitarbeiters die Situation zusätzlich verschärft. Die Entwicklung und die Implementierung von effizienzsteigernden Massnahmen für die Bearbeitung der Gesuche binden halt zuerst Ressourcen, bevor sie die entlastende Wirkung entfalten können. Auch hier haben der Weggang von Moutier sowie Sonderprojekte zu einem zusätzlichen Sondereffort geführt, der zulasten der Gesuchsbearbeitung ging. Die Aufarbeitung der angesammelten Pendenzen kann nicht kurzfristig erfolgen.
Irène Steinegger hat uns in der Sicherheitskommission die Jahresrechnung und die eindrückliche Liste der unterstützten Projekte vorgestellt, und wir empfehlen Ihnen auch bei diesem Geschäft die Kenntnisnahme. Wir danken der Sicherheitsdirektion für die grosse Unterstützung für den Berner Sport.