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Ursula Marti · SP

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Grosser Rat (BE)03.03.2026
Ursula Marti, Bern (SP), Sprecherin BiK-Mehrheit. Ich darf dieses Mal für die Kommissionsmehrheit sprechen, die Ihnen beantragt, dass ein Mobilitätskonzept erstellt werden muss, welches nachhaltige, zukunftsfähige und umweltschonende Verkehrslösungen bietet, um die touristisch-betriebliche Zielsetzung des Museums und der Region umzusetzen.

Ein Mobilitätskonzept ist heute State of the Art für einen Betrieb wie den Ballenberg, von der Grösse und von der Anzahl der Besuchenden her und auch im Hinblick auf die Erneuerungen wie die Erstellung des Parkhauses und die Verlegung der ÖV-Haltestellen mit der neuen Strassenführung. Mit dem Bauprojekt soll ja auch die Besucherzahl um 15 Prozent auf 200’000 Besuchende pro Jahr gesteigert werden.

Als Steuerungsinstrument oder als Steuerungselement soll das Mobilitätskonzept definieren, welcher Mobilitätsmix angestrebt wird, was für Frequenzen erwartet werden, wie die Benützung des ÖVs gefördert werden soll und wie das saisonal aussieht, also z. B. ob eine Verstärkung des ÖV-Angebots in den Sommermonaten vorgesehen ist und ob ein entsprechender Antrag eingereicht wurde, und auch, wie die Abstimmung auf das regionale Verkehrskonzept aussieht. Alternative Verkehrslösungen zum motorisierten Individualverkehr sollen ausdrücklich gefördert werden. Auch die Finanzierung ist im Mobilitätskonzept abzubilden.

Die Steuerung über die Höhe der Parkplatzgebühren z. B. ist ein wichtiger Faktor. Die Gebühren müssen genügend hoch sein, damit ein Lenkungseffekt hin zum ÖV entstehen kann. Wir haben bei der Kommission genauer nachgefragt und erfahren, dass schon einige Überlegungen gemacht wurden. Die Ziele wurden definiert und Verbesserungen wurden angedacht und in die Wege geleitet. Der Aufwand, das weiterzuentwickeln und daraus ein richtiges Mobilitätskonzept zu erstellen, ist also nicht mehr so ein weiter Weg.

Wir haben in der Kommission zur Kenntnis genommen, dass eine Erhöhung des ÖV-Anteils geplant ist, dass ein saisonaler Kapazitätsausbau bei der Zentralbahn und bei der Buslinie anvisiert wird, ebenso ein Direktzugang mit einem Fussweg ab Bahnhof Brienzwiler, dem Bahnhof, der übrigens neu Brienzwiler-Ballenberg heissen soll.

Diese Bestrebungen sind weiter zu fördern, zu konkretisieren und wie gesagt in einem Mobilitätskonzept festzuhalten. Damit kann die Attraktivität und auch das Image des Museums Ballenberg weiter erhöht bzw. verbessert werden. Die Kommission hat sich mit 10 Ja- zu 7 Neinstimmen für die Auflage für ein Mobilitätskonzept ausgesprochen und wir bitten auch den Grossen Rat, dieser Auflage der Kommission zuzustimmen.

Institution
Grosser Rat

Data: OpenParlData · CC BY 4.0