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Tobias Vögeli · GLP

de
Grosser Rat (BE)12.03.2025
Tobias Vögeli, Frauenkappelen (GLP), Einzelsprecher. Ich bin über diesen Vorstoss ziemlich überrascht, das muss ich sagen, vor allem auch, wenn ich sehe, wer diesen unterstützt – Patrick Freudiger oder auch Michael Elsässer. Wenn man nach dem Staat ruft, in einem Bereich, in dem zwei Private, die nicht schlecht situiert sind – nämlich die Ärzteschaft und die Apothekerinnen und die Apotheker – selber Raum organisieren und Gespräche führen könnten ... Dann ruft man nach dem Staat und sagt: «Lieber Staat» – wie ein Mami –, «bitte komm schlichten.» Und nachher wird es extrem, denn wenn man die Begründung liest, sagt man nicht einmal, was sie schlichten sollen.

Die einzige Begründung für Ziff. 1 ist – ich zitiere: «In Ziff. 1 werden der zeitliche Druck und der Fokus auf die Patienten zum Ausdruck gebracht.» Ja, merci, aber ich habe immer noch keine Ahnung, welcher Streit eigentlich geschlichtet werden muss. Also, hier einfach nochmal ein bisschen nach dem Staat rufen und nachher nicht einmal sagen, was er klären kommen soll, finde ich schwierig, insbesondere von dieser Absenderschaft. Ich kann dem überhaupt nicht zustimmen.

Und vielleicht einfach noch mit Blick auf die Selbstdispensation, Melanie hat es vorhin richtig gesagt: Die Frage ist schon: Will man ein Thema wiederbeleben, das eigentlich am Aussterben ist? Also, die jungen Apothekerinnen und Apotheker arbeiten sehr gut mit den jungen Ärztinnen und Ärzten zusammen. Das ist ein Konflikt, der passé ist, den man einfach auch in der Vergangenheit belassen könnte, anstatt ihn aufzuwärmen. Darum, wie gesagt, werde ich da nicht zustimmen können.

Institution
Grosser Rat

Data: OpenParlData · CC BY 4.0