Anna de Quervain · GRÜNE
Aber stattdessen ist die Situation für das Gymnasium und für die Stadt Burgdorf einmal mehr ungewiss. Jetzt sagt der Regierungsrat also mit Verweis auf den November-Entscheid, dass das ursprüngliche Projekt des Erweiterungsbaus nicht weiterverfolgt wird und dass geplant ist, dass das Gymnasium in den Fachhochschulräumen untergebracht wird, die nach dem Umzug der BFH frei werden.
Bei diesem Szenario gibt es einfach einen Haken, und von diesem haben wir jetzt auch schon ein paarmal gehört: Für das Gymnasium Burgdorf braucht es sofort eine Lösung. Die Lösung mit einer Nachnutzung der Gebäude der BFH kann erst in ca. acht bis zehn Jahren realisiert werden und wäre somit für das Gymnasium viel zu spät und auch weiterhin mit grosser Unsicherheit behaftet. Es kann nicht sein, dass das Gymnasium Burgdorf jetzt der Leidtragende bei dieser Geschichte ist. Das Nein im letzten November bezog sich auf die «Lädere» und nicht auf das Gymnasium.
Das Gymnasium braucht dringend mehr und zeitgemässen Schulraum. Mit einer sofortigen Realisierung oder mit einem Start und einem Weiterführen dieses Projekts kann der notwendige Schulraum bis in vier bis fünf Jahren geschaffen werden, und die akuten Platzprobleme des Gymnasium Burgdorfs können gelöst werden.
Wir haben vorhin gerade Ja gesagt zu einer neuen Potenzialanalyse für die Fachhochschulräume. Jetzt muss also geschaut werden, was dort am besten hineinpasst und zum Bildungshügel Burgdorf passt. Aber unabhängig vom Ergebnis dieser Evaluation ist das für das Gymnasium Burgdorf keine Option, weil es zu lange dauert. Und abgesehen davon ist es auch umstritten, ob dort überhaupt alle Gymnasiumsklassen Platz hätten. Es ist an der Zeit, dass das Gymnasium Burgdorf nicht weiter vertröstet wird und dass wir vorwärtsmachen mit dem Projekt «Erweiterungsbau Gymnasium Burgdorf».
Die grüne Fraktion wird auch diese Motion einstimmig annehmen.