Peter Salzmann · SVP
Erstens: Der Lotteriefonds ist kein staatliches Hilfswerk. Er wurde geschaffen, um gemeinnützige Aktivitäten im Kanton Bern zu unterstützen, nämlich Vereine, Kultur, Sport und Jugendförderung und soziale Einrichtungen. Wenn wir beginnen, Mittel rund um den Globus zu verteilen, entfernen wir uns vom ursprünglichen Zweck und schwächen diejenigen, die im Kanton auf Unterstützung angewiesen sind.
Zweitens: Die Schweiz hat mit der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) eine professionelle, globale Organisation, die bereits für internationale Entwicklungszusammenarbeit zuständig ist – mit einem Budget, mit Personal und einem Netzwerk. Es braucht keine kantonale Parallelstruktur, die die gleichen Aufgaben noch einmal finanziert. Diese Doppelspurigkeit ist ineffizient und nicht verantwortungsvoll.
Drittens: Die Mittel des Lotteriefonds sind begrenzt. Wir im Kanton Bern haben selbst genügend Herausforderungen – Naturgefahren, Infrastruktur, soziale Projekte, Vereine, die ums Überleben kämpfen. Es ist schlicht nicht nachvollziehbar, weshalb wir ernsthaft darüber nachdenken oder diskutieren, Mittel ins Ausland zu schicken, während es in unserem Kanton an allen Ecken und Enden Bedarf gäbe. (Die Präsidentin bittet den Redner, zum Schluss zu kommen. / La présidente demande à l’orateur de conclure.)
Der Auslandanteil hat in den letzten Jahren massiv zugenommen. (Die Präsidentin bittet den Redner erneut, zum Schluss zu kommen. / La présidente demande encore une fois à l’orateur de conclure.) Die Deckelung von 3 Mio. Franken im Jahr 2024 wird voll ausgeschöpft. Ich bitte ... (Die Präsidentin schaltet das Mikrofon aus. / La présidente coupe le micro.)