Meret Schindler · SP
Es ist meine persönliche, körperliche Ressource. Es ist meine geistige Ressource, dass ich z. B. 9 Monate kein Alkohol trinken kann und nachher dann noch ein Jahr später auch nicht, und ich halte es nachher immer noch aus hier im Rat – gelegentlich. Ich habe mir das also auch zweimal angetan. Es sind aber auch vor allem meine finanziellen Ressourcen, die ich mindestens die nächsten 20 Jahre für diese Kinder draufgebe.
Wir wissen, was den Entscheid erleichtern würde: Wir könnten allen jungen Frauen, die wollen, die Verhütungsmittel zahlen. Wir könnten allen Familien garantierte Familienzulagen zahlen, die wirklich die Kosten decken würden. Aber das alles sind Sachen, die wir ja nicht wollen. Die ganzen Ressourcen, die wir hätten, die wir den Müttern mitgeben wollten, es bringt nichts, wenn wir ihnen nachher ein bisschen Beratung anbieten. Wir haben gestern auch schon entschieden, dass wir das nicht wollen, wenn es um Schulden geht. Die meisten Leute, die in der Sozialhilfe sind, sind alleinerziehende Mütter. Also wissen wir ja eigentlich genau, wo das Problem liegt, nämlich beim fehlenden Geld, der finanziellen Unsicherheit.
Es wäre doch gut, wir würden zu den Kindern schauen, die gewollt sind: dass wir ihnen genug Geld geben und den Müttern, die sich entscheiden, das finanzielle Risiko nicht einzugehen, einfach den Rücken freihalten. Deshalb: einfach Nein zu diesem Bericht.