Katja Streiff · EVP

de
Grosser Rat (BE)26.11.2025
Katja Streiff, Oberwangen (EVP), Fraktionssprecherin. Die EVP dankt den Motionärinnen und Motionären für ihr Engagement für die Volksschule. Wir teilen das Ziel, Lehrpersonen zu entlasten und die Unterrichtsqualität zu sichern. Aber die vorliegende Motion geht weit über das hinaus, was realistisch und auch notwendig ist.

Kleinere Klassen und Co-Teaching können positive Effekte haben. Das ist für uns unbestritten. Doch die Motion verlangt beides flächendeckend: jede Klasse 15 Schülerinnen, Schüler, und zusätzlich von zwei Lehrpersonen betreut. Das ist schlicht zu viel.

Nicht jede Klasse an jeder Schule braucht überhaupt beides. Entweder kleinere Klassen oder gezieltes Team-Teaching. Beides gleichzeitig, flächendeckend, ist weder finanziell noch organisatorisch machbar. Die Kosten wären enorm. Wir haben sie gehört, ich wiederhole die Zahlen nicht, aber wir sprechen von Milliarden.

Wir sehen den Nutzen von kleineren Kassen und sind im Grunde auch dafür. Wie es aber hier in dieser Motion und in dieser Form verlangt wird, können wir so leider nicht unterstützen. Die Motion, auch in Form eines Postulats, ist gut gemeint, aber in unseren Augen nicht realisierbar. Aus diesem Grund lehnt die EVP die Motion auch in Form des Postulats ab.

Institution
Grosser Rat

Data: OpenParlData · CC BY 4.0