Kurt Rüegsegger · Schweizerische Volkspartei
Kurt Rüegsegger (SVP), Einzelvotum: Das ist sicher ein sehr komplexes Geschäft, der Hochwasserschutz. Aber ich bin der Meinung, gerade was den Beton anbelangt, wie auch zum Sandstein muss ich sagen, dass klar ist die Stadt Bern mehrheitlich aus Sandstein, aber ob das Material, welches ganz andere kapillare Strukturen hat als der Beton, da habe ich nicht das Gefühl, dass das Baumaterial ist, welches ich nehmen würde. Schon gar nicht bei der Aarestrasse, weil ich glaube, dass die Aarestrasse wie sie ist, man ja gar nicht zurückbauen müsste. Wir können dort einfach mit den heutigen Technologien, die man im Wasserbau hat, ganz gut betonieren. Es sieht gar niemand darunter, weil ja das Trottoir eigentlich über der Aare verläuft und das andere ist noch, wenn ein Hochwasser kommt, sind wir vielleicht froh, dass es dort ein Geländer hat, damit das Wasser wieder abfliessen kann. Wenn man es aufmauert, dann kanalisiert man das Hochwasser eigentlich. Und meistens, wenn dann das Hochwasser kommt, kommt dann noch ein Haufen anderes mit, nämlich Holz. Und ich glaube, das Holz das Schlimmste ist, was wir haben in der Aare, das dazu führt, dass es eben dann in der Matte überlaufen kann. Und das andere ist auch bei der Aare-Strasse, dort müssen dann die schweren Geräte zirkulieren können. Was haben sie das Gefühl, warum hat Alexander Tschäppät seinerzeit gesagt: «Wir müssen die Aare-Strasse machen»? Wegen dem Gewerbe, vor allem wegen der Stadtmühle, und den anderen Gewerblern, die in der Matte sind, dass man nicht durch die Matte fahren musste, sondern auf dem schnellsten Weg aus der Matte herausgekommen ist mit diesen Tonnagen. Deshalb bin ich der Meinung, dass man heute mit diesen Technologien gerade im Sektor Beton, das gut nützen könnte, denn beim Beton ist Farbe beimischen heute absolut kein Problem. Und ob dann das die Stadt derart verändert, wie Sibyl Eigenmann gesagt hat unter dem Wasser. Ich glaube nicht daran, denn die Mauer wird sich mit der Zeit durch den Regen und alles darum und daran sicher auch verändern. Und wenn man dort noch ein paar Blümchen am Rand anpflanzt, dann ist dort auch Leben auf der Betonmauer und das nimmt gar niemand mehr recht wahr. Darum sehe ich eigentlich auch von meiner Seite her, nicht aber alle anderen von meiner Partei, doch zu dem Antrag Nummer 7 eigentlich auch etwas Positives. Auch wenn die Hydrologie etwas anderes sagt, was ich auch begreifen kann, aber ich glaube gerade dort würde ich tatsächlich den Beton am Sandstein vorziehen, nicht nur aus den finanziellen Überlegungen, sondern auch wegen der Lebensdauer. Der Sandstein hat nicht die Lebensdauer. Wir wollen nicht wie am Münster nachher immer wieder ein Gerüst, weil man den Sandstein erneuern muss, denn das Wasser hat so viel Kraft und Schleifeigenschaften. Auch wenn das Geröll kommt, kann ich mir gut vorstellen, dass man nachher innerhalb von kürzester Zeit schon wieder die ersten Sandsteinreparaturen vornehmen muss. Danke fürs Zuhören.