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Laura Binz · Sozialdemokratische Partei

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Stadtrat (BE)30.01.2025Laura Binz (SP) für die Fraktion

Laura Binz (SP) für die Fraktion: Auch in der SP-Juso-Fraktion sind wir uns einig, dass das Marzili für die Stadt Bern eine sehr grosse Bedeutung hat und ein wunderschöner Ort ist. Ebenfalls unbestritten ist der Sanierungsbedarf des Freibads. Entsprechend begrüssen wir, dass die Sanierung des Bades jetzt starten soll. Die Etappierungen haben wir sehr positiv zur Kenntnis genommen. So können dringende Arbeiten rasch angegangen werden. Und mindestens ebenso wichtig: Das Marzili bleibt während der Bauphase offen. Besonders positiv ist in der Fraktion die Partizipation aufgenommen worden, die stattgefunden hat, um die Bedürfnisse der Nutzenden und des Quartiers einzubeziehen. Insgesamt ist die SP/JUSO-Fraktion klar der Ansicht, dass es sich um ein sehr gutes Projekt handelt, das der Hindernisfreiheit, ökologischen und Biodiversitätsaspekten ebenso Beachtung schenkt wie der Aufenthaltsqualität auf der Liegefläche und der Attraktivität des Eingangsbereichs. Weiter unterstützen auch wir die erarbeiteten Parkierungs- und Mobilitätskonzepte. Trotzdem haben wir in der SP/JUSO-Fraktion intensiv über zwei Aspekte des Projekts diskutiert. Das sind einerseits die Kosten und andererseits der Aarehafen beim Spitz. Zu den Kosten zuerst: Tatsächlich sind die Anlagekosten für das Projekt seit der Projektierung gestiegen, was eben zu unseren Diskussionen geführt hat. Wir haben das Projekt aber nach der Kommissionssitzung nochmal genau angeschaut und sind zum Schluss gekommen, dass wir den Rückweisungsantrag der PVS, um 10% einzusparen, ablehnen werden. Es gibt keine Möglichkeiten, die Kosten zu senken, ohne die Qualität der Sanierung zu beeinträchtigen oder zentral wichtige Elemente wie z.B. die Kinderplanschbecken zu gefährden. Auch der Ersatzneubau des Hauptgebäudes ist sinnvoller als die Sanierung des bestehenden Gebäudes von schlechter Qualität. Ein weiteres wichtiges Argument gegen eine Rückweisung ist auch, dass Synergien mit dem Hochwasserschutzprojekt verloren gehen würden, weil es insgesamt einen Mehraufwand und eine verlängerte Bauzeit bedeuten würde. Dann noch zum Aarehafen. Die Zahl der Boote steigt ständig und problematische Situationen zwischen Schwimmenden und "Aareböötlern" gehören zum Alltag. Zur Prävention von Unfällen investiert die Stadt Bern bereits einiges Geld pro Jahr. Und während ein Teil der Fraktion der Ansicht ist, dass der Aarehafen die Probleme nicht lösen wird, sondern zu noch mehr "Böötlern" führen wird, ist die grosse Mehrheit der Fraktion der Ansicht, dass der Aarehafen eine sinnvolle Massnahme ist und das Geld gut investiert ist. Die SP/JUSO-Fraktion wird aus diesen Gründen auch den Rückweisungsantrag der PVS-Minderheit ablehnen. Vielleicht auch von uns noch eine Bemerkung zum Zeitplan dieses Geschäfts. Der ist, man kann sagen, extrem sportlich – mindestens. Die PVS musste das Geschäft unbedingt in der Dezember-Sitzung beraten, damit der weitere Zeitplan eingehalten werden konnte. Und mehr Zeit zur Diskussion in der Kommission wäre bei diesem grossen Geschäft sicher hilfreich gewesen. Dann komme ich noch zu den weiteren Anträgen. Wir werden die PVS-Anträge, also die weiteren, nicht die Rückweisungsanträge, unterstützen. Antrag 8 und 9 der FDP lehnen wir ab. Mehr Flächen für Motorräder sind für uns nicht zielführend. Und auch den Antrag 10 lehnen wir ab. Überdachte Veloabstellplätze führen zu Mehrkosten und sind in diesem Projekt sicher nicht zentral. Hingegen nehmen wir den Antrag 11 der GLP-EVP-Fraktion an. Die Sensibilisierungskampagne mit Partnergemeinden ist durchaus sinnvoll, gerade weil zwar durchaus viele Bernerinnen und Berner mit dem Boot auf der Aare unterwegs sind, aber durchaus auch Leute aus den Partnergemeinden. Antrag 12 und 13 der SVP haben wir nicht in der Fraktion besprechen können. Aber wie ich schon gesagt habe, unterstützen wir den Abbau der Parkplätze. Auch die Anträge 14 und 15 von GB/JA! konnten wir nicht besprechen. Der SP/JUSO wird dem Realisierungskredit und der Abstimmungsbotschaft zustimmen. Wir freuen uns auf ein geschichtsreiches Freibad, das zukunftsfähig saniert wird.

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Stadtrat

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