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Marcel Wüthrich · Grüne Freie Liste

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Stadtrat (BE)13.06.2024Marcel Wüthrich (GFL) für die

Marcel Wüthrich (GFL), Einzelvotum: Ich möchte auch gerne noch etwas sagen als Kommissionssprecher, der ich mal gewesen bin, zum städtischen Klimareglement, welches wir am 17. März 2022 auch beschlossen haben. Das Klimareglement, das ist ein langer Weg gewesen mit einer sehr langen Liste von Anträgen und es hat ein hartes Ringen gegeben um Formulierungen, aber ich glaube, das Resultat ist wirklich eines, das sich sehen lassen kann. Das Klimaanpassungsreglement hatte den Ursprung in einer Volksinitiative, die lanciert wurde, und der Gegenvorschlag, der jetzt vom Gemeinderat ausgearbeitet wurde, glaube ich, ist im Rat relativ breit akzeptiert. Und ich finde das ein tolles Ergebnis. Das Verhältnis des Klimareglements und des Klimaanpassungsreglements gibt doch auch ein wenig zum Nachdenken Anlass. Beim Klimareglement, so sehe ich das, da geht es eigentlich um vorsorgende Lösungen, die man treffen will. Nämlich, es sollen Umweltschäden vermieden oder zumindest minimiert werden. Bei den Klimaanpassungen geht es eher um nachsorgende Elemente, zum Beispiel, indem man Umweltschäden, die es gibt, nachträglich behandeln muss. Das ist schon ein bisschen etwas, wie Pflaster setzen. Ich bin bekanntlich nicht wirklich ein Freund von Pflaster setzen, aber ich sehe, dass sie selbstverständlich notwendig sind, nämlich nachdem in der Vergangenheit immer wieder grössere Wunden aufgerissen wurden, zum Beispiel durch die Bodenversiegelung, die man jetzt wieder entsiegeln muss.

Und da möchte ich einfach gerne zu bedenken geben, dass wir einfach nicht nachlassen dürfen, auch die Ursachen der Klimaveränderung zu bekämpfen. Denn wenn wir da nachlassen - ich weiss, das ist eine globale Sache, aber wir in der Schweiz sind da als reiches Land wirklich auch gefordert –. wenn wir hier nachlassen, werden uns die folgenden Klimaanpassungsmassnahmen umso teurer zu stehen kommen, weil sie nämlich umfangreicher ausfallen müssen. Und wenn die SVP einen Menschen nicht nur als Steuerzahler oder auch als Steuerzahlerin ansprechen würde– ihr seht ja die Finanzen auch als beschränkte Ressourcen an und das ist etwas, was ich anerkenne –, aber sprecht doch die Menschen auch als Erdbewohner*innen an mit Abhängigkeiten zu den ebenso beschränkten natürlichen Ressourcen. Oder umgekehrt, auch wenn das Grüne Bündnis die Finanzen wie beschränkte natürliche Ressourcen anschauen würde, wie ihr das ja beim Klimabudget ausgezeichnet präsentiert, dann wäre, glaube ich, wirklich sehr viel in der Diskussion gewonnen. Die GFL probiert heute eine Brücke zu schlagen und mit 2 Vorstössen die Diskussion, um nachhaltige und krisenfeste Finanzen neu zu lancieren, indem wir die langfristige Planung in den Vordergrund schieben wollen. Und das Klimaanpassungsreglement hat selbstverständlich auch mit Finanzen gleich Ressourcen zu tun. In diesem Sinn unterstütze ich selbstverständlich das neue Klimaanpassungsreglement. Und damit bin ich nicht ganz sicher, ob es heute mein letztes Votum war. Falls es das gewesen ist, sage ich noch einmal: Merci vielmals, macht es gut und "Tschou Zämä".

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bern.recapp.ch
Institution
Stadtrat

Data: OpenParlData · CC BY 4.0