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Biel, Wasenstrasse 1, 7, 9 und 11, Gesamtsanierung Berufsbildungszentrum Biel (BBZ), Verpflichtungskredit für die Ausführung

(2025.BVD.5508)Kreditgeschäft GRAnnahme
Grosser Rat Bern (BE)01-06-2026 – 04-06-2026
Discurs(10)
Urdinà tenor Data dal discurs, Descendent
10 Resultats
  • Discurs
    Anne Speiser-Niess(Schweizerische Volkspartei)
    Grosser Rat
    Präsidentin. Sie haben den Antrag zum Kredit einstimmig angenommen.
  • Discurs
    Anne Speiser-Niess(Schweizerische Volkspartei)
    Grosser Rat
    Präsidentin. Sie haben dem Antrag der BaK einstimmig zugestimmt.

    Wir kommen zum Antrag des Regierungsrates zum vorliegenden Kredit, inklusive des Antrags der BaK: Wer diesem Antrag zustimmt, stimmt Ja, wer ihn ablehnt, stimmt Nein.

  • Discurs
    Anne Speiser-Niess(Schweizerische Volkspartei)
    Grosser Rat
    Präsidentin. Wir kommen zur Abstimmung. Wir stimmen zuerst über den Antrag 1 der BaK ab: Wer den Antrag 1 der BaK annimmt, stimmt Ja, wer ihn ablehnt, stimmt Nein.
  • Discurs
    Discurs
    Grosser Rat
    Evi Allemann, BVD-Direktorin. Das zweisprachige BBZ in Biel ist tatsächlich ein zentraler Pfeiler in unserer Bildungslandschaft. Es geht, wenn man auf dieses Geschäft schaut, nicht nur um die Infrastruktur als solche, sondern Sie haben sicher auch die Frage diskutiert, ob und auf welche Art man das BBZ sanieren muss.

    Jetzt geht es um den Verpflichtungskredit für die Ausführung. Es wurde bereits gesagt, dass es der logische, nächste Schritt ist, auch hier Ja zu sagen, damit man die Gesamtsanierung wirklich machen kann. Es geht um Gebäudlichkeiten, in denen rund 2000 Schülerinnen und Schüler Platz haben und beschult werden sollen. Es werden exakt 24 Berufe ausgebildet, bis hin zur Berufsmatur. Gleichzeitig sichert das BBZ auch den Fachkräftenachwuchs für die ganze Region Biel und das Seeland, und, ich denke, sogar darüber hinaus. Die Ausstrahlungskraft dieser Institution, dieses Bildungszentrums ist gross.

    Die Gebäude an der Wasenstrasse stammen aus den 1970er-Jahren. Sie sind sanierungsbedürftig. Ich gehe gar nicht länger darauf ein. Das Geschäft ist vorhin sehr gut erklärt worden. Ich glaube, Sie sind wahrscheinlich schon fast entscheidreif.

    Nebst der energetischen Sanierung der Gebäudehülle und der gesamten Technik geht es auch darum – dies ist vorhin nicht so stark beleuchtet worden –, die Raumstrukturen zu flexibilisieren. Damit sind wir eigentlich wieder bei einem bildungspolitischen Thema. Das macht man nicht einfach, weil es noch nett ist, sondern um moderne Unterrichtsformen umsetzen und den Bedürfnissen entsprechen zu können. Grosse Räume werden verkleinert, die Flächen werden effizienter genutzt, die Auslastung damit erhöht, und deshalb braucht es künftig nur noch vier dieser fünf Gebäude. Man kann eines sparen oder mit anderen Worten: 2500 m² Fläche können eingespart werden. Dieses Gebäude wird ab 2030 für eine andere schulische Nutzung zur Verfügung stehen. Wie dies genau aussehen wird und wer es wie belegen wird, wird im Rahmen der Schulraumplanung zu klären sein.

    Damit bin ich eigentlich schon beim Abänderungsantrag. Ich sage das vielleicht effizienzhalber auch gleich jetzt: Wir haben den Abänderungsantrag der BaK mit der BKD gespiegelt. Wir haben es nicht noch einmal zurück in die Regierung genommen. Ich kann also nicht im Namen aller Kolleginnen und Kollegen sprechen, aber immerhin im Namen der Benutzer, der Nutzerdirektion – Sie merken, ich bin in der Terminologie der BVD noch nicht ganz angekommen, aber das werde ich in der nächsten Session dann sicher anders machen können. Aber inhaltlich habe ich den Eindruck, dass ich einigermassen über dieses Geschäft Bescheid weiss, das gut vorbereitet wurde. Was ich sagen wollte: Wir haben mit der BKD, der Nutzerdirektion, Rücksprache genommen, und auch sie kann den Abänderungsantrag der BaK zur Annahme empfehlen.

    Ich glaube, zu den Mehrkosten muss ich nicht mehr viel sagen. Es ist vorhin ausgeführt worden, dass das bedauerlich ist. Die einen bedauern es ausserordentlich, die anderen vielleicht ein bisschen weniger und können nachvollziehen, weshalb die Mehrkosten entstanden sind. Nachdem man festgestellt hat, dass es teurer wird, hat der Regierungsrat gesagt, dass das Einsparpotenzial noch einmal überprüft werden soll. Man ist mit den Mehrkosten noch ein einmal ein bisschen heruntergekommen, insgesamt um 4,3 Mio. Franken. Es lässt sich nicht abstreiten, dass Mehrkosten bleiben, die im Wesentlichen auf die Teuerung und auf die Integration der Ausbildungsküche ins Projekt zurückzuführen sind, was aber ja eine sehr sinnvolle Investition ist.

    Ich bitte Sie also im Namen der Regierung, diesem Verpflichtungskredit zuzustimmen.

  • Discurs
    Anne Speiser-Niess(Schweizerische Volkspartei)
    Grosser Rat
    Präsidentin. Wünschen noch weitere Fraktionen das Wort? – Dann gebe ich gerne Regierungsrätin Evi Allemann das Wort.
  • Discurs
    Christoph Grupp(Die Grünen)
    Grosser Rat
    Christoph Grupp, Biel/Bienne (GRÜNE), Fraktionssprecher. Ich habe mich bei den Grünen bei diesem Geschäft eingetragen, obwohl ich nicht BaK-Mitglied bin, sondern eher aus einer einerseits persönlichen und andererseits lokalen, regionalen Verbundenheit mit dem Gebäude, das hier zur Renovation ansteht. Ich wiederhole daher auch nicht alle die technischen Dinge. Die Fraktion GRÜNE/AL stellt sich im Wesentlichen hinter diese Voten und sind einverstanden mit dem nicht unwesentlichen Betrag, dem Kredit von über 103 Mio. Franken. Wir sehen die Notwendigkeit.

    Aber jetzt vielleicht noch ein bisschen etwas zur Betroffenheit aus der Region: Ich war von Kindsbeinen an in den Gebäuden 1, 7, 9 und 11 unterwegs, v. a. im 1. Dort unterrichtete nämlich mein Vater. Damals nannte man dies noch Gewerbelehrer. Er unterrichtete dort Elektroberufe. Ich verbrachte manchmal meine schulfreien Mittwochnachmittage in der Schulbibliothek und las dort Asterix, weil es diese bei uns in der Schulbibliothek in Orpund nicht gab. Später war ich auch noch Stellvertreter; ich hatte Stellvertretungsjobs am BBZ, wie es später hiess – Berufsbildungszentrum. Von daher kenne ich das Gebäude sehr gut.

    Ich weiss, dass mein Vater zusammen mit seinen Kolleginnen und Kollegen schon kurz nach der Eröffnung ausrief – ich sage jetzt nicht: fluchte –, weil die klimatischen Verhältnisse in dieser Schule zum Teil sehr schwierig waren: im Winter kalt, im Sommer zu heiss, die Klimaanlage funktionierte nicht, technische Unzulänglichkeiten. Heute, 50 Jahre später, sind diese Probleme – glaube ich – nicht mehr ganz im gleichen Ausmass vorhanden, aber das zeigt sicher, dass die energetische Sanierung dieses Gebäudes dringendst notwendig ist und es eigentlich schon von Anfang an ein Murks war.

    Deshalb bin ich auch sehr froh, dass man es jetzt an die Hand nimmt. Und wenn am Schluss sogar noch Minergie-Standards und Gold-Standards winken, umso besser. Ich glaube, dann muss es einem wert sein, so viel Geld auszugeben. Es fliesst ja eben nicht nur da hinein, es fliesst z. B. auch in die Aula, in die Erneuerung dieses Gebäudes.

    Die Aula ist für die Region – damit komme ich noch zu einem etwas anderen Aspekt – sehr wichtig. Unter anderem werden dort z. B. die Wahl- und Abstimmungsresultate von Biel ausgezählt und manchmal auch noch verkündet, wenn es sich um lokale Abstimmungen handelt. Dies ist auch die Verbundenheit der Stadt zu diesem Gebäude. Es ist ein wichtiges Gebäude für das Quartier und für die nähere Umgebung, und natürlich ist die ganze Berufsbildung für unsere Region sehr wichtig. Es wird bilingue, in beiden Sprachen, manchmal auch gemischtsprachig unterrichtet. Das Beispiel der Schulküche – wir durften dazu ja auch schon gemeinsam aus der Region Vorstösse einreichen, die jetzt von Erfolg gekrönt sind – zeigt es: Das ist, glaube ich, schweizweit die einzige Schulküche, in der der Unterricht bilingue stattfindet, aber auch die einzige im Kanton Bern mit französischsprachigem Unterricht im Gastrobereich. Von daher ist also sehr, sehr viel in dieses Projekt eingeflossen.

    Ich kann dies nur unterstützen und lade Sie ein, diesem Kredit auch zuzustimmen. Merci vielmals.

  • Discurs
    Casimir von Arx(Grünliberale Partei)
    Grosser Rat
    Casimir von Arx, Spiegel b. Bern (GLP), Fraktionssprecher. Auch die GLP-Fraktion stimmt diesem Kredit zu, inklusive der Auflage der BaK. Merci vielmals dem BaK-Sprecher für die inhaltliche Beschreibung. Da gibt es nichts zu ergänzen. Die nötigen politischen Weichenstellungen haben wir ja bei der Projektierung gestellt. Das ist gut. Jetzt geht es nur noch um die Ausführung. Es ist zwar die grössere Zahl, aber der politische Spielraum ist kleiner. Wir sind froh, dass im BBZ Biel nach den organisatorischen Baustellen jetzt auch die räumlichen Baustellen angegangen werden, und empfehlen Ihnen in diesem Sinn, dem Kredit zuzustimmen.
  • Discurs
    Tabea Bossard-Jenni(Evangelische Volkspartei)
    Grosser Rat
    Tabea Bossard-Jenni, Oberburg (EVP), Fraktionssprecherin. Die EVP begrüsst diesen Kredit und die Investition ins BBZ Biel. Die duale Berufsbildung ist ein Erfolgsmodell. Als Arbeitgeberin in einem berufsbildenden Betrieb bin ich begeistert davon, wie wir junge Menschen im dualen Bildungssystem ausbilden können. Neben den betrieblichen Teilen sind aber auch der schulische Teil und die überbetrieblichen Kurse von grosser Bedeutung.

    Die EVP-Fraktion unterstützt diese Investition in die duale Bildung, insbesondere begrüssen wir auch den energetischen Mehrwert, den diese Sanierung bringen wird. Beim Projektierungskredit hat der Rat eine Auflage punkto Solaranlagen mitüberwiesen. Die Auflage – nebenbei bemerkt: nicht von mir verfasst – forderte im Hinblick auf den Ausführungskredit, «dass die geeignete Dachfläche für die Nutzung von Solarenergie (Solarthermie oder Photovoltaik) genutzt wird. Im Falle einer Solarthermieanlage ist die Einspeisung von Überschüssen ins Fernwärmenetz zu prüfen. Die Ergebnisse dieser Prüfung sind der BaK im Rahmen des Ausführungskredites vorzulegen.»

    Erfüllt wird die Auflage mit einem einzelnen Satz im Vortrag, und zwar lautet dieser: «Die Auflage wird umgesetzt, indem sämtliche geeigneten Dachflächen mit Photovoltaikanlagen ausgestattet werden, so dass die gewonnene Solarenergie unter Berücksichtigung des geringen Warmwasserbedarfs effizient für den Betrieb der Wärme- und Kälteerzeugung eingesetzt wird.» Nach meinen Branchenkenntnissen wurde die Auflage – angesichts der Tatsache, dass wir sogar einen Nahwärmeverbund haben und ein Heizenergiebedarf bestehen würde; die entsprechenden Speicher sind auch vorgesehen – sehr oberflächlich behandelt. Ich bin nicht mega zufrieden damit, wie diese Auflage abgehandelt wurde.

    Die EVP-Fraktion unterstützt den Kredit aber trotzdem. Wir unterstützen auch den Gedanken, dass weiterführende Schulen grösser und langfristig gedacht werden. Reserveflächen sollen vorübergehend durch andere Schulen genutzt werden können oder Infrastruktur wie Sporthallen sollen gemeinsam genutzt werden können. Wir unterstützen den Kredit, inklusive der Auflage der BaK. Diese Auflage soll nicht zu einer kurzfristigen Planung führen, sondern im Gegenteil: Sie soll zu einer langfristigen Planung führen. Sie soll Raum für langfristige Perspektiven schaffen, beispielsweise für Zwischennutzungen, um Leerstände zu vermeiden.

  • Discurs
    Peter Haudenschild(FDP.Die Liberalen)
    Grosser Rat
    Peter Haudenschild, Niederbipp (FDP), BaK-Sprecher. Für die Gesamtsanierung des BBZ Biel an der Wasenstrasse 1, 7, 9 und 11 braucht es einen Verpflichtungskredit von 103,11 Mio. Franken. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 109,6 Mio. Franken, inklusive Nutzerausstattung.

    Das BBZ in Biel ist eine bedeutende Bildungsinstitution im Kanton Bern mit überregionaler Ausstrahlung. Rund 2100 Lernende an drei Standorten werden in gewerblich-industriellen, gastronomischen und ICT-Berufen ausgebildet. Das BBZ ist zudem eine zweisprachige Ausbildungsstätte in der Region Biel-Seeland. Der Standort Wasenstrasse bildet dabei das Herzstück im schulischen Betrieb. Dort befinden sich die berufliche Grundbildung, die Berufsmaturität, die Weiterbildung, der Fachunterricht, die Aula, die Mensa sowie die Sportanlagen.

    Die Gebäude 1, 7 und 9 stammen aus den frühen 1990er-Jahren und weisen heute einen hohen Sanierungsbedarf auf. Die Gebäudehülle und die technische Einrichtung haben die Lebensdauer erreicht oder überschritten. Es bestehen erhebliche energietechnische Mängel, eine veraltete Haustechnik, Wasserschäden, Defizite beim Brandschutz, Defizite bei der Erdbebensicherheit sowie Mängel bei der Barrierefreiheit. Ohne Gesamtsanierung wäre in den kommenden Jahren ein hoher Unterhalt notwendig und der Betrieb wäre gefährdet.

    Zum Ziel des Projekts. Das Projekt verfolgt mehrere Ziele gleichzeitig: langfristig die Sicherung des Schulstandorts, eine energetische Modernisierung, nachhaltige Energieversorgung, Optimierung des Raumkonzepts sowie eine langfristige Werterhaltung dieser kantonalen Immobilie. Die Gebäude 1, 7 und 9 werden gesamterneuert. Die Sporthalle wird instand gestellt und die nötigsten Massnahmen getroffen. Dabei wird das Gebäude 5 für künftige strategische Raumreserven freigespielt. Das Raumkonzept sieht keine Vergrösserung oder Luxuslösung vor, im Gegenteil: Die bestehenden Flächen werden effizienter genutzt und die Räume werden dem heutigen Unterricht angepasst, sodass sich der Unterricht, wie gesagt, auf die Gebäude 1, 7 und 9 konzentrieren kann und wir sogar auf ein ganzes Gebäude verzichten können, das wir als Reserve nutzen können.

    Ein wichtiger Punkt im Projekt ist die neue Ausbildungsküche. Ich gehe speziell darauf ein, weil diese im Projekt noch nicht enthalten war. Die Ausbildungsküche ist heute im Gebäude 9. Nein, Entschuldigung: Geplant ist, dass die Küche neu ins Gebäude 9 kommt, ins Hauptgebäude. Heute ist sie im Gebäude 5, dem Gebäude, das – wie ich vorhin gesagt habe – freigespielt werden soll. Sie erfüllt die heutigen Anforderungen nicht mehr, und zwar bei Hygiene, Sicherheit und Ausbildungsabläufen. Die modernen gastronomischen Ausbildungen können in dieser Küche nicht mehr hundertprozentig abgedeckt werden. Sie ist auch schon 30-jährig. Wenn man diese jetzt nicht machen würde, wäre in ein paar Jahren wieder eine Sanierung nötig. Deshalb fand man, dass man dies gleich anpacken muss. Diese Massnahme wird rund etwa 1,95 Mio. Franken mehr kosten, als man im Projekt sieht, aber es ist besonders wichtig, weil es die einzige französischsprachige Gastronomieausbildung ist, die es im Kanton Bern gibt. Neben der zweisprachigen Ausbildung gibt es dort auch noch Qualifikationsverfahren, überbetriebliche Kurse und Weiterbildungen.

    Ein weiterer Schwerpunkt des Projekts ist die Nachhaltigkeit. Das Projekt erfüllt den Standard Minergie-Eco sowie den Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz (SNBS) Gold. Vorgesehen sind eine Photovoltaikanlage auf sämtlichen geeigneten Dachflächen, eine Grundwasserwärmepumpe, passive Kühlung, Entsiegelung und eine Begrünung der Umgebung sowie Massnahmen für die Biodiversität und den Hochwasserschutz. Nach der Sanierung sollten rund 70 bis 75 Prozent der heutigen Energie eingespart werden können.

    Zur Kostentwicklung: Bei der Grobkostenschätzung – das Projekt stammt aus dem Jahr 2019 – kam man damals auf 84 Mio. Franken, mit denen das Projekt zu Buche schlagen sollte. Das basierte auf einer Machbarkeitsstudie und enthielt noch nicht alle bekannten Fakten. Heute liegen die Gesamtkosten bei 109,6 Mio. Franken. Die wichtigsten Gründe für diese Teuerung sind die Baupreisteuerung und die höhere Mehrwertsteuer – das sind 14,7 Mio. Franken –, die neue Ausbildungsküche – ich habe es schon erwähnt – mit 1,95 Mio. Franken und zusätzlich notwendige Massnahmen von rund 3,35 Mio. Franken. Dazu gehören die neue Energieversorgung, die Photovoltaikanlage, die Umgebungssanierung, der Hochwasserschutz sowie zusätzliche energetische Massnahmen.

    Man hat auch nach Möglichkeiten gesucht, um noch Einsparungen realisieren zu können. Die Regierung hat das so in Auftrag gegeben und damit rund 4,3 Mio. Franken einsparen können; dies mit dem Verzicht auf die Totalsanierung der Sporthalle, auf technische Optimierungen beim Brandschutz und auf günstigere Materiallösungen.

    Könnten wir es so nicht realisieren, ginge dies ganz klar auf Kosten der Sicherheit, der Energieeffizienz, der Funktionalität sowie der langfristigen Bewilligungsfähigkeit dieses Projekts.

    Zum Termin: Die Bauarbeiten sollen nächsten Sommer starten, im Jahr 2027. Der Wiedereinzug ist für das dritte Quartal 2030 geplant. Während der Bauzeit wird der Schulbetrieb temporär ins Bözingenfeld ausgelagert. Dort ist es dann auch so, dass es eine Wechselstellung ist, wo verschiedene temporäre Schulunterbringungen stattfinden. Deshalb ist das Terminprogramm auch wichtig, damit die Abläufe nachher stimmen.

    Zum Schluss: Zusammenfassend handelt es sich beim vorliegenden Projekt um eine langfristige Investition in die Berufsbildung, in die Zweisprachigkeit, in die Nachhaltigkeit sowie in die Zukunft des Bildungsstandorts Biel. Das Projekt ist sehr umfangreich – Sie haben es auch der Kreditsumme angesehen.

    Ich konnte mir ein eigenes Bild machen. Ich danke dem Amt für Grundstücke und Gebäude (AGG) für die Führung durch das Objekt und auch für die Beantwortung der sehr vielen Fragen, die wir gestellt haben. Anna Bernhard danke ich besonders für die Hilfe beim Aufarbeiten dieses Projekts. Es war wirklich sehr eindrücklich und ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich schon rein von der Materialwahl her ein bisschen kritisch war und fand, dass es noch andere Möglichkeiten gäbe. Ich habe das Projekt vertieft angeschaut, komme aber – wie auch die BaK, die diesen Kredit einstimmig genehmigt – zum Schluss, dass es eine sinnvolle und nachhaltige Investition ist.

    Ich komme gleich noch zum Abänderungsantrag. Wichtig ist uns, dass bei den künftigen Planungen die Berufsschulstandorte und die Gymnasialstandorte, also die Mittelschulen, zusammen betrachtet werden und dass Möglichkeiten genutzt werden, damit die Raumnutzung optimal erfolgen kann. Das ist grob zusammengefasst der Inhalt des Abänderungsantrags. Die BaK empfiehlt Ihnen auch diesen zur Annahme. Danke vielmals.

  • Discurs
    Anne Speiser-Niess(Schweizerische Volkspartei)
    Grosser Rat
    Präsidentin. Jetzt beginnen wir noch mit den Geschäften der BVD. Ich habe noch zwei Meldungen: Heute muss in diesem Saal alles geräumt werden, weil am Freitag das Rathaus gebraucht wird. Denken Sie daran, dass das Rathaus geschlossen ist, wenn Sie heute Abend mit dem Car zurückkommen. Also, Sie sollten hier nichts liegen lassen. Ich habe diese Erfahrung gemacht; Sie kommen nirgends hinein, einfach nirgends. (Heiterkeit / Hilarité) Einfach, damit Sie dies wissen.

    Vielleicht noch einmal zur Erinnerung: Wir fahren mit den Cars um 15.45 Uhr ab. Die Frage war noch, ob man in Zweisimmen die Dinge im Car liegen lassen kann. Ich gehe davon aus, dass das möglich ist. Ich konnte es nicht abschliessend abklären. Sie müssten einfach schauen, dass Sie wieder in den gleichen Car einsteigen und vielleicht wieder an den gleichen Platz gehen. Aber das ist Ihre Verantwortung. Dafür bin ich dann nicht mehr zuständig. Also, in diesem Sinn würden wir hier sicher nicht erst um 14.45 Uhr aufhören, damit wir unsere Reise nach Zweisimmen in Angriff nehmen können.

    Herzlich willkommen, Regierungsrätin Evi Allemann, und auch deine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir starten mit den Geschäften der BVD. Wir befinden uns bei Traktandum 87. Das ist ein Kreditgeschäft: «Biel, Wasenstrasse 1, 7, 9 und 11, Gesamtsanierung Berufsbildungszentrum Biel (BBZ), Verpflichtungskredit für die Ausführung». Das Geschäft wurde von der BaK vorberaten. Der Kredit untersteht anschliessend dem Finanzreferendum.

    Zum Ablauf der Beratung: Wir werden den Kredit und den Antrag gemeinsam beraten, selbstverständlich mit einer separaten Abstimmung über den Kredit und den Antrag. Wir starten mit dem BaK-Sprecher, anschliessend haben die Fraktionen und die Einzelsprecher das Wort. BaK-Sprecher ist Grossrat Peter Haudenschild – du hast das Wort.

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