Christoph Grupp · GRÜNE
Aber jetzt vielleicht noch ein bisschen etwas zur Betroffenheit aus der Region: Ich war von Kindsbeinen an in den Gebäuden 1, 7, 9 und 11 unterwegs, v. a. im 1. Dort unterrichtete nämlich mein Vater. Damals nannte man dies noch Gewerbelehrer. Er unterrichtete dort Elektroberufe. Ich verbrachte manchmal meine schulfreien Mittwochnachmittage in der Schulbibliothek und las dort Asterix, weil es diese bei uns in der Schulbibliothek in Orpund nicht gab. Später war ich auch noch Stellvertreter; ich hatte Stellvertretungsjobs am BBZ, wie es später hiess – Berufsbildungszentrum. Von daher kenne ich das Gebäude sehr gut.
Ich weiss, dass mein Vater zusammen mit seinen Kolleginnen und Kollegen schon kurz nach der Eröffnung ausrief – ich sage jetzt nicht: fluchte –, weil die klimatischen Verhältnisse in dieser Schule zum Teil sehr schwierig waren: im Winter kalt, im Sommer zu heiss, die Klimaanlage funktionierte nicht, technische Unzulänglichkeiten. Heute, 50 Jahre später, sind diese Probleme – glaube ich – nicht mehr ganz im gleichen Ausmass vorhanden, aber das zeigt sicher, dass die energetische Sanierung dieses Gebäudes dringendst notwendig ist und es eigentlich schon von Anfang an ein Murks war.
Deshalb bin ich auch sehr froh, dass man es jetzt an die Hand nimmt. Und wenn am Schluss sogar noch Minergie-Standards und Gold-Standards winken, umso besser. Ich glaube, dann muss es einem wert sein, so viel Geld auszugeben. Es fliesst ja eben nicht nur da hinein, es fliesst z. B. auch in die Aula, in die Erneuerung dieses Gebäudes.
Die Aula ist für die Region – damit komme ich noch zu einem etwas anderen Aspekt – sehr wichtig. Unter anderem werden dort z. B. die Wahl- und Abstimmungsresultate von Biel ausgezählt und manchmal auch noch verkündet, wenn es sich um lokale Abstimmungen handelt. Dies ist auch die Verbundenheit der Stadt zu diesem Gebäude. Es ist ein wichtiges Gebäude für das Quartier und für die nähere Umgebung, und natürlich ist die ganze Berufsbildung für unsere Region sehr wichtig. Es wird bilingue, in beiden Sprachen, manchmal auch gemischtsprachig unterrichtet. Das Beispiel der Schulküche – wir durften dazu ja auch schon gemeinsam aus der Region Vorstösse einreichen, die jetzt von Erfolg gekrönt sind – zeigt es: Das ist, glaube ich, schweizweit die einzige Schulküche, in der der Unterricht bilingue stattfindet, aber auch die einzige im Kanton Bern mit französischsprachigem Unterricht im Gastrobereich. Von daher ist also sehr, sehr viel in dieses Projekt eingeflossen.
Ich kann dies nur unterstützen und lade Sie ein, diesem Kredit auch zuzustimmen. Merci vielmals.