Nora Soder
- Party
- Die Grünen
- Parliamentary group
- GRÜNE
- Parliament
- Grosser Rat (BE)
- Electoral district
- Biel-Seeland
- Parliament page
- Official profile
- Gender
- Female
- Born
- 1991
- Occupation
- Schulische Heilpädagogin, Klassenlehrperson
- Address
- Biel/Bienne
- Source body
- BE
- Source updated
- 29.08.2026
- Record updated
- 30.08.2026
- First imported
- 14.08.2025
- JaUntitled votingGrosser Rat
- JaUntitled votingGrosser Rat
- Nicht abgestimmtUntitled votingGrosser Rat
- NeinUntitled votingGrosser Rat
- Nicht abgestimmtUntitled votingGrosser Rat
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- SpeechGeleitete Familienzentren stärker unterstützenNo. 2024.RRGR.71Grosser RatNora Soder, Biel/Bienne (GRÜNE), Motionärin. Ich würde gerne noch schnell zwei, drei Sachen sagen, und zwar unter anderem zu der Eigenverantwortung aus der GLP-Fraktion und dass Anforderungskriterien und Leitfäden nicht sinnvoll seien. Dem gegenüberstellen möchte ich, dass dieser Vorstoss von ganz vielen Engagierten in Familienzentren, auch von Leuten, welche Betriebsleitungen innehaben, in Vorständen sitzen, mitgeschrieben worden ist. Also ich glaube, dort muss man vielleicht mit diesen Leuten reden, die wirklich dort tätig sind.
Nachher, seitens SVP muss ich schon sagen: Ich als junge Mama bin doch ein bisschen enttäuscht, aus diesem Votum so ein bisschen zu hören, zum einen: Positionspapier Familie, Ja, Stärkung Mutter/Frau, Stärkung Familie ist Ihnen wichtig. Genau dies unterstützt ja ein Familienzentrum: Nämlich Eltern, die die Betreuung von Kindern selbst zu meistern versuchen, aber gewisse Fragen haben und noch eine gewisse Unterstützung bräuchten.
Zum Glück ist aber heute in diesem Ratssaal auch ganz viel zum Wohl der Kinder und zum Wohl der Familien im Kanton gesagt worden, und darum bin ich bereit, die Ziffern 3 und 5 in eine Postulatsform zu wandeln. Merci vielmals.
- SpeechGeleitete Familienzentren stärker unterstützenNo. 2024.RRGR.71Grosser RatNora Soder, Biel/Bienne (GRÜNE), Motionärin, Fraktionssprecherin. Seit meine jetzt einjährige Tochter mit mir zusammen durch das Leben geht, stehe ich immer wieder vor vielen Herausforderungen. Die grösste Hilfe war für mich immer der Austausch mit anderen Eltern, am liebsten an einem familienfreundlichen Ort ohne Konsumzwang. Genau dies und noch viel mehr bieten geleitete Familienzentren, die mit Hilfe dieses Vorstosses stärker unterstützt werden sollen. Es sind lokale Begegnungsorte mit Aktivitäten für Eltern ab der Schwangerschaft und für Familien mit Kindern zwischen 0 und 5. Sie sind eine Triagestelle für Angebote in der frühen Kindheit, wie z.B. die Mütter- und Väterberatung. Im Kanton Bern gibt es 33 dieser Projekte. Ihre Anzahl unterliegt aber hohen Schwankungen, weil ihr Weiterbestehen abhängig ist vom Engagement von Einzelnen und die Finanzierung eine grosse Herausforderung ist. Eine bessere finanzielle und strukturelle Unterstützung durch den Kanton ist darum wichtig.
Jetzt zu den einzelnen Ziffern. Ziffer 1: Hier ist es unbedingt notwendig, dass der Begriff weiter gefasst wird, damit jetzt schon bestehende Begegnungsorte für Familien auch eingeschlossen werden, die Familienzentren anerkannt werden und so Zugang zur Unterstützung bekommen.
Zu Ziffer 2: Die Familienzentren brauchen bei der Planung und beim Aufbau Ansprechpersonen, die beratend mitwirken. Gegen Ziffer 2 argumentiert der Regierungsrat, dass eine Professionalisierung einen Rückzug der Freiwilligen zur Folge hätte. Dagegen einzuwenden ist, dass es für die aktuell engagierten Freiwilligen sehr schwierig ist, ohne gute Rahmenbedingungen ihr Engagement aufrechtzuerhalten. Der positive Effekt der Forderung aus Ziffer 2 ist in anderen Kantonen klar ersichtlich. Ziffer 2 sollte darum nicht abgelehnt werden.
Zu Ziffer 3: Der Regierungsrat führt hier aus, dass es einen Mehraufwand generieren würde. Dem ist entgegenzuhalten, dass es schon brauchbare Leitfäden oder Richtlinien gibt. Es braucht also einfach eine vereinheitlichte Verschriftlichung der Grundlagen in betrieblicher Hinsicht, aber auch Organisationsmodelle mit Vor- und Nachteilen und Finanzierungsmodelle.
Zu Ziffer 4: Es braucht seitens des Kantons regelmässige Vernetzungsangebote, damit Weiterbildungen und Qualitätsentwicklungen möglich sind. Der Kanton Bern sollte zumindest bereit sein, auf seiner Webseite eine aktuelle Liste mit den Familienzentren wie auch Kontaktpersonen zu führen. Die Ziffer 4 darf darum nicht abgeschrieben werden.
Zu Ziffer 5: Studien haben ergeben, dass sich frühe Förderung aus wirtschaftlicher Sicht lohnt, respektive auszahlt. Für jeden Franken, den die Gesellschaft in die frühkindliche Bildung investiert, bekommt sie eine Rendite von mindestens zwei Franken zurück. Spätere Massnahmen sind zudem oft teurer. Angebote im Frühbereich, wie sie Familienzentren eben bündeln, müssen deshalb unbedingt von der Politik als systemrelevant anerkannt und mitfinanziert werden.
Wichtig sind für Familienzentren Leistungsverträge über mehrere Jahre, damit die Planungssicherheit auch gewährleistet ist. Z.B. könnten sie über eine kantonale Anstossfinanzierung Gemeinden motivieren, selbst den Hauptbeitrag an das Familienzentrum zu leisten, wie dies in anderen Kantonen auch schon gemacht wird.
Der Regierungsrat weist in seiner Antwort mehrfach auf die schlechten Kantonsfinanzen hin. Die Rechnung des Kantons 2023 hat aber besser abgeschlossen als budgetiert, und es wären vor allem nicht riesige Summen, von denen wir hier sprechen.
Hiermit kann ich zum Schluss auch noch bekanntgeben, dass die grüne Fraktion den Vorstoss als Motion in allen Punkten annimmt und gemeinsam mit mir ein klares Zeichen für die Investition in die Familien und die frühe Kindheit setzt. Danke, wenn Sie das auch so machen.
- SpeechMehr Prävention für eine bessere Gesundheit und eine langfristige Senkung der GesundheitskostenNo. 2024.RRGR.173Grosser RatNora Soder, Biel/Bienne (GRÜNE), Fraktionssprecherin. Um es gerade vorwegzunehmen: Die grüne Fraktion stimmt dieser wichtigen Motion in allen Ziffern einstimmig zu. Insbesondere der Punkt 2 muss unbedingt angenommen werden, weil sonst der Punkt 1 und der Punkt 3 leere Hüllen sind, wie es der Regierungsrat selber in der Antwort festhält. Wie soll eine echte Politik der Gesundheitsförderung und der Prävention stattfinden, wenn die Mittel dazu fehlen?
Eine Erhöhung des Rahmenkredits 2028 bis 2031, wie es die Regierung vorschlägt, ist zu spät. Es ist wichtig, dass der Prozentsatz der im Jahresbudget für die Gesundheitsförderung und die Prävention vorgesehenen Mitteln erhöht wird, denn die Gesundheitsförderung kommt im Kanton Bern immer noch zu kurz. Es braucht konkrete Massnahmen, wie die Bevölkerung besser über Angebote und Anlaufstellen informiert wird und die Zielgruppen so effektiv erreicht werden können. Es müsste z. B. im Bereich der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen unbedingt mehr investiert werden, weil die Belastungen ganz klar steigen.
Schön, dass der Kanton Bern grundsätzlich die Wichtigkeit erkannt hat und darum die Ziffer 1 annimmt. Aber das reicht nicht. Aus der Antwort der Regierung wird deutlich, dass im Rahmenkredit 2024 bis 2027 für Leistungsangebote der Gesundheitsförderung und Suchthilfe keine zusätzlichen Mittel für neue Angebote und Programme eingestellt worden sind. Wirksame Prävention spart an anderen Orten Kosten, wie z. B. im Gesundheits-, Sozial- und auch im Strafrechtswesen. Mit einer bürgerlichen Brille kann ich sagen: Wo, wenn nicht in die Prävention investieren? Denn hier kann man mittelfristig ganz klar Steuergelder einsparen, weil die Baukosten immer teurer sind. Dafür braucht es kein Wirtschaftsstudium. Keine Raucherlunge ist immer noch günstiger als eine Raucherlunge.
Wichtig ist zudem, dass eine einheitlich gehandhabte ... (Die Präsidentin bittet die Rednerin, zum Schluss zu kommen. / La présidente demande à l’oratrice de conclure.) ... Definition darüber verfasst werden muss, was unter Gesundheitsförderung und Prävention abzurechnen ist. Nur so können wir Vergleiche machen und statistische Werte erhalten.
Deshalb bitte ich Sie, es wie die Grünen zu machen ... (Die Präsidentin bittet die Rednerin erneut, zum Schluss zu kommen. / La présidente demande encore une fois à l’oratrice de conclure.) ... und all diesen Punkten zuzustimmen – für einen nachhaltigen und gesunden Kanton Bern.
- SpeechAusbildungsbeiträge für vorläufig AufgenommeneNo. 2023.RRGR.344Grosser RatNora Soder, Biel/Bienne (GRÜNE), Einzelsprecherin. Es gibt kein Asylchaos, und vor allem geht es hier nicht um Menschen, die einen negativen Asylentscheid – den nennt man N-Ausweis – haben, sondern es geht um Leute, die einen offiziell anerkannten F-Ausweis haben. Das möchte ich hier gleich vorwegnehmen. Herr Grossrat Nils Fiechter, es gäbe vom Staatssekretariat für Migration (SEM) eine gute Kurzinformation zu den verschiedenen Definitionen von Menschen, die in unserem Asylsystem sind. Die vorläufige Aufnahme wird gewährt, wenn eben die Wegweisung gegen das Gesetz verstösst oder undurchführbar ist, und das entscheidet das SEM. Das ist so, und das gibt dann schlussendlich diesen F-Ausweis.
Das sind Menschen, die eben aktuell, und darum reden wir ja über sie, kein Anrecht auf die Stipendien haben. Es ist eine Personengruppe, die allgemein sehr stark benachteiligt ist gegenüber anderen Schutzbedürftigen, und es sind keine Wirtschaftsflüchtlinge, als die sie vorhin unter einem Deckel alle bezeichnet wurden. Sie werden geprüft, und sie sind schlussendlich aus einem Grund mit einem F-Ausweis hier. Diese Bezeichnung «vorläufig aufgenommen» ist im Allgemeinen völlig falsch, weil diese Menschen ja eben über eine längere Zeit – das haben wir mehrfach gehört – hierbleiben. Und auch längst widerlegt ist, dass eine Änderung der Sozialleistungen sich darauf auswirkt, wer kommt oder ob sie abschreckend sind oder nicht. Wir wissen, dass das nicht so ist.
Ich möchte auch noch zu Grossrat Zumbrunn sagen: Es gibt einen Bericht des Bundesrates, der im März dieses Jahres veröffentlicht worden ist, und darin geht es eben um die Förderung des inländischen Arbeitskräftepotenzials, und genau dort ist darauf hingewiesen worden, dass eben das Potenzial bei den geflüchteten Menschen nicht völlig ausgeschöpft wird, dass man also dort hinschauen muss und solche Anpassungen, wie sie hier vorgeschlagen werden, machen muss.
Machen wir es also wie bereits elf andere Kantone in der Schweiz und setzen wir uns für eine echte Chancengleichheit im Bildungsbereich ein. Die grüne Fraktion, wie schon gesagt, wird das annehmen, und mir persönlich ist es unglaublich wichtig, dass wir uns heute gerade bei dieser Abstimmung angesichts dessen, was vorhin hier im Saal passiert ist, wehren gegen Meinungsäusserungen, die menschenverachtend sind und ganz viele Falschaussagen enthalten. Danke für die Aufmerksamkeit.
- SpeechStandbericht zu Integration, Inklusion und Heterogenität an der Volksschule des Kantons BernNo. 2023.RRGR.343Grosser RatNora Soder, Biel/Bienne (GRÜNE), Fraktionssprecherin. Die grüne Fraktion weiss, dass die Situation an vielen Schulen enorm herausfordernd ist, insbesondere auch durch den Mangel an heilpädagogisch ausgebildeten Personen. Ich bin eine solche ausgebildete schulische Heilpädagogin, und ich werde ab Sommer als einzige diplomierte Heilpädagogin an einer Schuleinheit angestellt sein, zu der 600 Kinder gehören. Ich werde dort mit einem kleinen Pensum arbeiten. Alle anderen, nicht von mir abgedeckten heilpädagogischen Lektionen werden durch nicht ausgebildetes Personal abgedeckt oder von den Lehrpersonen selbst übernommen.
Deshalb hatte die Schulleitung an diesem Standort eine innovative Idee und hat mich zusätzlich für eine Lektion pro Woche angestellt, um eine heilpädagogische Sprechstunde anbieten zu können. Not macht erfinderisch, aber es kann nicht sein, dass so viele heilpädagogische Lektionen von nicht heilpädagogisch ausgebildetem Personal abgedeckt werden. Für die grüne Fraktion ist deshalb klar, dass es wichtig ist, baldmöglichst eine Standortbestimmung zu sonderpädagogischen Massnahmen in der Volksschule zu machen.
Für uns ist aber wiederum auch wichtig, dass der Zeitpunkt stimmt, und dass man deshalb der BKD jetzt auch noch Zeit einräumt, bis ein solcher Bericht zusammengestellt werden kann. Wie auch vom Regierungsrat ausgeführt, sind einige Punkte grundlegende gesellschaftspolitische Fragen, die nicht seitens des Kantons entschieden werden können. Es ist nicht die Zuständigkeit der kantonalen Direktion, zu entscheiden, ob «besondere Klassen» notwendig sind oder nicht.
Der Kanton muss den Art. 17 des Volksschulgesetzes umsetzen, und in diesem wird festgehalten, dass Kinder mit einer einfachen sonderpädagogischen Massnahme in der Regel in die ordentlichen Bildungsgänge integriert werden. Und hier ist die BKD ja daran, was man z. B. am neuen «Leitfaden Massnahmen in der Regelschule» erkennt.
Unbedingt muss die Qualität bei der Beschulung von Kindern mit besonderen Bedürfnissen erhalten bleiben. Die grüne Fraktion wird darum dem hier vorliegenden Vorstoss als Postulat zustimmen, als Motion nicht, weil wir finden, dass die Behörden nicht einfach sonst nebenbei zusätzliche Schreibarbeiten machen sollen, ... (Die Präsidentin bittet die Rednerin, zum Schluss zu kommen. / La présidente demande à l’oratrice de conclure.) ... sondern zum richtigen Zeitpunkt und in der richtigen Auftragsform. Herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit.
- MotionMitvorstösserin/Mitvorstösser
- InterpellationHauptvorstösserin/Hauptvorstösser
- PostulatHauptvorstösserin/HauptvorstösserLernort Schulgarten fördernNo. 2024.RRGR.192
- InterpellationHauptvorstösserin/HauptvorstösserWindelrecycling und Förderung von MehrwegwindelnNo. 2023.RRGR.280
- MotionHauptvorstösserin/HauptvorstösserGeleitete Familienzentren stärker unterstützenNo. 2024.RRGR.71
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