Skip to main content
CB

Christine Blum

Active
Sozialdemokratische ParteiSP-JUSO
Grosser RatOberaargau

Mandate
Party
Sozialdemokratische ParteiSource: SP
Parliamentary group
SP-JUSO
Electoral district
Oberaargau
Parliament page
Official profile
Personal
Gender
Female
Born
1958
Occupation
Mitglied Geschäftsleitung / Heilpädagogin
Contact
Address
Melchnau
References & source
Source body
BE
Source updated
05.09.2026
Record updated
06.09.2026
First imported
14.08.2025
Voting record(258183)
  1. Nicht abgestimmt
    Untitled voting
    Grosser Rat
  2. Ja
    Untitled voting
    Grosser Rat
  3. Ja
    Untitled voting
    Grosser Rat
  4. Ja
    Untitled voting
    Grosser Rat
  5. Ja
    Untitled voting
    Grosser Rat
Interests(1)
Access badges

No access badges issued.

Speeches(17)
  1. Speech
    Grosser Rat
    Christine Blum, Melchnau (SP), Fraktionssprecherin. Ja, wer weiss, man könnte den neu gewählten Bundesrat ja fragen. Auch er hat vielleicht eine Spielgruppe besucht und hat dort seine ersten sozialen Erfahrungen gemacht. Das ist ja das, was die Spielgruppen dermassen wertvoll macht. Ich nütze jetzt gerade diese Gelegenheit: Intelligenz ist das eine, aber das soziale Eingliedern ist etwas, das man in der Familie zunehmend nicht mehr lernen kann, weil man ja nicht mehr solch grosse Familien hat. Darum sind die Spielgruppen dermassen wertvoll.

    Ich äussere mich jetzt zu den fünf Planungserklärungen. Zur ersten: Dort geht es darum, dass der Kanton den Blick noch ein bisschen öffnen und das GSI bei den anderen Kantonen schauen sollte. Man findet gute Beispiele in den Kantonen Solothurn, Basel, St. Gallen und Graubünden. In keinem dieser Kantone unterliegen die Spielgruppen der Bewilligungspflicht. Es ist, glaube ich, ein bisschen ein Problem, dass wir unter der Forderung «systematischer Einbezug» nicht dasselbe verstehen. Das sage ich jetzt hier in Richtung SVP. Denn ein systematischer Einbezug wird in dem Punkt, der überwiesen wurde, gefordert. Und wir sagen: Schauen Sie in andere Kantone. Es gibt die Möglichkeit, systematisch einzubeziehen, ohne dass man bewilligen und die Spielgruppe teuer machen muss. Also, wir sagen hier: Die Aufgabe ist noch nicht voll erledigt, lieber Regierungsrat, da sollte man noch dahinter.

    Die Punkte 2 und 3: Ich gehe jetzt ein wenig auf die Version ein, die ja geplant ist. Wenn ein Kind bis zu 9 Stunden pro Woche in einer Spielgruppe verbringt, dünkt es uns, dass die Gemeinden und auch die Eltern dort ein bisschen hinschauen können und einen Massstab setzen sollten, was dann in diesen Spielgruppen passiert. Und eben, dass z. B. von der Gemeinde aus ein Qualitätslabel gefordert wird. Dafür muss der Kanton nichts Neues erfinden. Eben, das wurde jetzt mehrmals gesagt, es gibt mehrere Qualitätslabels. Sicher, das am weitesten Anerkannte ist dasjenige des schweizerischen Verbands für Spielgruppen.

    Die Planungserklärungen 4 und 5: Da muss jetzt einfach wieder den Fokus wechseln und sagen: Wir haben ein Problem in der Schule. Die Klassen in den Kindergärten sind dermassen heterogen, dass schon mehrmals in diesem Saal die Aussage fiel: Da muss etwas gehen. Es ist eine riesengrosse Herausforderung für die Lehrpersonen. Der Anteil der Kinder, die besondere Unterstützung brauchen, ist gross, genau in diesen untersten Klassen. Deshalb braucht es eine gute Vorbereitung für den Schuleintritt.

    Dass die GSI nichts von Sprachförderung versteht, wie es du, Andreas Michel, gesagt hast, das kann sein. Aber vielleicht müsste sie dann die Hilfe bei der BKD holen. Denn wir denken, der Schuleintritt ist dort ja eh ein Schnittstellenproblem. Es braucht eine wirklich gute Vorbereitung, und deshalb sollte man jetzt die Sprachförderung oder auch die soziale Integration nicht nur in diesen teuren und umfassenden Instrumenten einbauen.

    Der Kanton kennt es ja bereits: Die Gemeinden können das Hausbesuchsprogramm schrittweise oder auch die Betreuungsgutscheine in den Kitas für Kinder, die man speziell fördern muss, anwenden. Jetzt sollte einfach diese Massnahme auch in den Spielgruppen möglich sein. Es ist für alle in der SP selbstverständlich, dass das nur Spielgruppen machen sollten, die das auch wollen. Man würde niemanden dazu zwingen, der sich nachher mit gewissen Vorgaben aufdatieren müsste. Aber für die, welche es machen, müssten die Gemeinden natürlich Verträge machen. Da muss die GSI etwas leisten, damit sie das machen können.

    Die Planungserklärung 5 ist uns sehr sympathisch. Sie betont es, dass es niederschwellig ist und diese Aktionen auf Gemeindeebene geschehen sollen. Wie die Grünen haben wir auch ein wenig einen kritischen Blick auf die Vorgabe, dass die Beratungs- und Koordinationsleistungen mit den bestehenden Ressourcen gemacht werden sollen.

    Die SP-JUSO nimmt alle fünf Planungserklärungen an. Danke vielmals.

  2. Speech
    Grosser Rat
    Christine Blum, Melchnau (SP), Fraktionssprecherin. Die SP-JUSO-Fraktion und ganz sicher auch ich, die ich ja die Urheberin dafür bin, dass dieser Bericht entstanden ist, zumindest als Erstunterzeichnende, wollen, dass die Spielgruppe weiterhin ein niederschwelliges Angebot im Vorschulbereich ist. Und uns ist es ganz wichtig, dass es nicht geflickt wird, dass es nicht verändert wird, sondern dass eben die Möglichkeit, die Spielgruppen hinsichtlich der Frühförderung und der Vorbereitung auf den Eintritt in den Kindergarten bieten, ausgebaut wird in einem Mass, das die Spielgruppe nicht repariert oder verändert.

    Es ist eigentlich, wie ich es schon damals gesagt habe, als der Vorstoss kam, ein Anliegen, das aus der Schule kommt. Und deshalb ist die SP-JUSO-Fraktion auch einverstanden, dass es jetzt in diesem Moment keine Bewilligungspflicht braucht. Es ist nicht die geeignete Massnahme, auch aus unserer Sicht.

    Aber aus unserer Sicht ist dieser Bericht nicht vollständig. Es fehlt einfach etwa die Hälfte, denn zum systematischen Einbezug sagt er nichts aus. Und wir finden, in der Zeit, in der die Probleme beim Eintritt in den Kindergarten so gross sind, in der die Kindergärtnerinnen wirklich Probleme haben, überhaupt eine Klasse zu führen, sollte man jedes Mittel brauchen, das es irgendwie gibt in der Landschaft des Kanton Bern, das hilft, diese Kinder auf diesen Eintritt vorzubereiten.

    Im Bericht wird noch erwähnt, dass im Rahmen der Teilrevision der Verordnung über die Leistungsangebote der Familien-, Kinder- und Jugendförderung (FKJV) eine Erhöhung der möglichen Betreuungsstunden pro Woche ohne Bewilligungspflicht von 6 auf 9 Stunden geprüft werden soll, dass also Spielgruppen Kinder bis zu 9 Stunden pro Woche bei sich haben oder – jetzt in diesem Fachjargon – betreuen können. Das ist sicher sinnvoll, aber diese Erhöhung müsste aus unserer Sicht dann ganz sicher mit gewissen Verbindlichkeiten verknüpft sein. Z. B. sollten die Gemeinden Vorgaben zum Betrieb oder zur Qualität machen, wenn die Spielgruppenkinder während mehr als 6 Stunden pro Woche betreut sind.

    Der vorliegende Bericht ist unvollständig, eine halbe Sache, und die Fraktion nimmt positiv davon Kenntnis, aber sie stimmt natürlich auch für die Planungserklärungen, die den Inhalt noch ergänzen. Merci vielmals.

  3. Speech
    Grosser Rat
    Christine Blum, Melchnau (SP), Fraktionssprecherin. Ich muss ganz vieles nicht mehr sagen, weil Tobias Vögeli fast alles gesagt hat, was ich auch hätte sagen wollen.

    Ich gehe noch auf die Gebührenerhöhung ein, die man bei den ausländischen Studierenden machen will. Die Uni Bern gehört weltweit zu den besten 200 Universitäten; das zeigt sich in diversen Rankings. Dieser grosse Erfolg ist darauf zurückzuführen, dass die Universität von den besten Talenten aus dem Ausland profitieren kann. Der Austausch mit Studenten und Studentinnen aus dem Ausland befruchtet den Wissensplatz Schweiz. Das ist mehr wert als die höhere Studiengebühr. Das ist das Gold, das wir hier in der Schweiz graben können: Das ist die Bildung.

    Ausserdem scheint es zum aktuellen Zeitpunkt nicht sinnvoll, die Gebühren für ausländische Studierende erhöhen zu wollen. Es wurde bekannt, dass im Zuge der Verhandlungen mit der EU die Forderung aufkam, dass Studierende aus dem EU-Raum die gleichen Gebühren bezahlen sollen wie Studierende aus der Schweiz. Das wäre die Bedingung, damit man bei der Personenfreizügigkeit Zugeständnisse machen kann. Das ist alles noch offen und sollte bis Ende Jahr klar werden. Dasselbe gilt auch für die ETH-Gebühren, die um das Dreifache erhöht werden sollen. Sie wurden noch nicht erhöht, das wird erst Ende Jahr in der Bundesversammlung beschlossen. Es macht absolut keinen Sinn, dass der Kanton Bern hier vorprescht und notabene mit einer dreifachen Erhöhung noch weiter geht als die ETH.

    Tobias Vögeli hat es gesagt: Die Universität Bern wird im schweizweiten Vergleich unattraktiv. Der Kanton Bern und seine Hochschulen werden unattraktiv. Der Kanton Bern zahlt plötzlich für andere Kantone mehr Geld und gewinnt eigentlich gar nicht das, was er wollte.

    Bei den inländischen Studierenden gibt es einen weiteren Punkt, den ich gerne noch erwähnen möchte. Wir haben die geforderten Ausgleiche bei der Teuerung nicht gemacht und haben ein bisschen gejammert; das ist wahr, Samuel. Ich finde, dass ein Arbeitgeber, der die Teuerung nicht voll ausgleicht, auch kein Recht hat, bei seinem Angebot die Teuerung draufzuschlagen. Es ist von mir aus gesehen nichts als logisch, wenn man das ablehnt, sowohl für die inländischen Studierenden als auch für die ausländischen Studierenden. Es ist zu früh, wir sind noch nicht so weit. Es gibt gesetzliche Abläufe. Der Regierungsrat ist sehr wohl in der Lage, die Gebühren zu erhöhen – das ist im Gesetz so verankert –, und zwar im Einklang mit den anderen Universitäten.

    Bezüglich der Semestergebühren – das muss ich noch einmal sagen – liegen wir im oberen Durchschnitt. Es ist sehr ausgeglichen innerhalb der Hochschulen. Die Gebühren, die es sonst noch gibt, werden nicht gesetzlich festgelegt. Diese stehen an einem ganz anderen Ort, diesbezüglich müssten Sie an einem anderen Ort ansetzen.

    Die SP-JUSO lehnt diese zwei Planungserklärungen selbstverständlich ab.

  4. Speech
    Grosser Rat
    Christine Blum, Melchnau (SP), Mitmotionärin. Ich probiere es noch ein bisschen zu verdeutlichen: Wie Sie haben lesen können, gibt es Instrumente, die den Schulen helfen können, Gewalt in ein normales Mass zu bringen und den Umgang mit Gewalt professionell zu behandeln. Aber es gibt ein Element, das eben den Bündner Standard besonders gut darstellt.

    Sie wissen es ja: Es hängt im Schulalltag viel davon ab, mit welcher Haltung und mit welchen persönlichen Werten die verantwortlichen Personen das Unterrichts- und Schulgeschehen erledigen. (Die Präsidentin bittet um Ruhe im Saal. / La présidente réclame le silence dans l’assemblée.)

    Es kommt bei diesen Personen darauf an, über wie viel Geschick sie verfügen, brenzlige Situationen zu beurteilen und entsprechend zu reagieren. Dabei bietet das Instrument des Bündner Standards ganz gute und, aus meiner Sicht, auch einmalige Grundlagen. Es geht darum, dass Schulen eine gemeinsame Haltung entwickeln zum Umgang miteinander und auch zum Einschätzen und Reagieren, wenn eine solche Grenzverletzung passiert.

    Wenn etwas passiert, müssen alle Verantwortlichen dies dem Instrument entsprechend einstufen und es ist für alle klar, was diese Grenzverletzung nachher für logische Folgen hat und wen man einbeziehen muss. Dieses Element zur Bildung dieser gemeinsamen Haltung in dieser konkreten Form bieten weder die Unterlagen der Kantonspolizei noch der Krisenkompass, das elektronische Instrument.

    Der Bündner Standard hat sich innerhalb der Einrichtungen bewährt. Wo Menschen mit sogenannt herausforderndem Verhalten unterrichtet werden, haben sie dies eingeführt. Die verantwortlichen Personen fühlen sich sicherer und das Thema Gewalt ... (Die Präsidentin bittet den die Rednerin, zum Schluss zu kommen. / La présidente demande à l’oratrice de conclure.) ... nimmt nicht mehr so viel Platz ein.

    Wir fordern Sie auf, diesen Vorstoss nicht abzuschreiben.

  5. Speech
    Grosser Rat
    Christine Blum, Melchnau (SP), Fraktionssprecherin. Die SP-JUSO steht grundsätzlich ein für Frieden, für die Stärkung der Demokratie und der Zivilgesellschaften. Im Rahmen der Gesetze unterstützen wir aber natürlich auch die Vorbereitung auf das wahre Leben und auf die Aufgaben, die dann dort für den Einzelnen anfallen könnten. Den Wehrsport als Hobby oder der Umgang mit Waffen im Zusammenhang mit Militär oder Polizei sind sicher bedeutende Aspekte neben vielen anderen wichtigen Themen, die im Leben daherkommen.

    Deshalb sind wir dafür, dass Schützenvereine aktiv für Jungschützenkurse werben dürfen, genauso wie die Musikgesellschaft für ihre Jungmusik oder die Erste-Hilfe-Organisation für ihre Jugendorganisation des Samariterbundes.

    Ein Obligatorium hingegen macht weder bei der Musik noch beim Wehrsport Sinn. Die SP-JUSO-Fraktion – wen wunderts? – lehnt das Anliegen auch ab.

Contributions(18)
Memberships(8)

Images

No images available.

Data: OpenParlData · CC BY 4.0