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MV

Margret von Bergen

Active
Evangelische VolksparteiEVP
Grosser RatThun

Mandate
Party
Evangelische VolksparteiSource: EVP
Parliamentary group
EVP
Electoral district
Thun
Parliament page
Official profile
Personal
Gender
Female
Born
1959
Occupation
Fachfrau Langzeitpflege- und Betreuung
Contact
Address
Uetendorf
References & source
Source body
BE
Source updated
29.08.2026
Record updated
30.08.2026
First imported
14.08.2025
Voting record(169722)
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Speeches(23)
  1. Speech
    Grosser Rat
    Margret von Bergen, Uetendorf (EVP), Mitmotionärin, Fraktionssprecherin. Die Motion fordert, den wirtschaftlichen Gestaltungsraum unserer Leistungserbringer zu stützen und zu fördern. Es sollen klare und harmonisierte Kriterien und Bedingungen geschaffen werden und zwar über die ganze Bandbreite der Direktionen, sei das von einer grossen Privatschule bis zur kleinsten sozialen Institution.

    Ich bin als Stiftungsrätin in verschiedenen Organisationen tätig, die Leistungsverträge mit dem Kanton vereinbart haben, und ich bin so mit diesen fraglichen Ungleichheiten konfrontiert worden. In der Antwort des Regierungsrates wird die Unterschiedlichkeit auch erkannt. Leider aber fehlt die Begründung, weshalb es diese Unterschiede gibt, wie z.B. – wir haben es vorhin gehört –, dass gewisse Leistungserbringer einen Schwankungsfonds haben können, andere nicht, oder auch wie das Subsidiaritätsprinzip geregelt ist. Das muss geklärt werden und rechtlich nachvollziehbar sein.

    Als EVP-Fraktion geht es uns um die Gleichstellung der Modalitäten innerhalb der Direktionen. Es gilt, die Leistungserbringer vor einer Schieflage zu schützen und abzusichern. Wir als Auftraggeber – sprich: als Kanton – müssen Rahmenbedingungen schaffen, damit finanzielle Schwankungen Betriebe nicht in ein betriebswirtschaftliches Risiko bringen. Für gewisse Leistungserbringer bedeuten diese Schwankungen eine finanzielle Planungsunsicherheit, und sie sind deswegen sehr fragil und auch gefährdet. Aus diesen Gründen wird die EVP allen 4 Ziffern zustimmen, und ich hoffe, Sie machen es auch so.

    Mit diesem letzten Votum verabschiede ich mich als Grossrätin der EVP-Fraktion bei Ihnen. Da ich weiterhin als Stiftungsrätin unterwegs sein werde, wie ich vorhin erwähnt habe, freue ich mich natürlich, wenn diese Motion überwiesen wird und das Resultat wirklich in der praktischen Anwendung eine harmonisierte Handhabung bieten kann. Ich danke Ihnen herzlich für die Unterstützung und freue mich auf das Resultat. Machen Sie’s gut.

  2. Speech
    Grosser Rat
    Margret von Bergen, Uetendorf (EVP), Mitmotionärin, Fraktionssprecherin. Ja, der Bereich der Alterspsychiatrie ist ein bisschen ein Stiefkind, würde ich sagen. Es ist ein langjähriges Thema, das man immer so vor sich herschiebt.

    Ich habe in den Akten gelesen, dass 2011 hier im Saal eine Planungserklärung überwiesen wurde für ein Konzept für Lebensformen von psychisch chronisch erkrankten Personen im AHV-Alter. Ich habe letztes Jahr in der Sommersession eine Anfrage gemacht, die Anfrage Nummer 21, in der ich den Regierungsrat gefragt habe, wo diese Thematik steht.

    So, wie ich erfahren habe, ist dazu noch keine konkrete Umsetzung geschehen. Der Regierungsrat schreibt dazu in der Antwort auch noch, dass er ab 2024 in der Teilstrategie Langzeitversorgung innerhalb der Gesundheitsstrategie nächste Schritte erarbeiten will. Im Rahmen dieser Arbeit soll auch evaluiert und geprüft werden, ob in der Alterspsychiatrie überhaupt Handlungsbedarf besteht.

    Die vorliegende Motion verlangt eine psychiatrische ambulante Versorgung, die auch in Anbetracht der aktuellen schwierigen Versorgung eine wichtige Rolle in der Alterspsychiatrie einnimmt. Es ist aufgrund der schon lange erkannten Notlage in der Alterspsychiatrie unverständlich, dass der Regierungsrat die vorliegende Motion abschreiben und als erledigt deklarieren will.

    Uns als EVP ist es wichtig, dass der Aspekt der Alterspsychiatrie und Lösungsansätze, wie sie jetzt auch gerade diese Motion fordert, in die Teilstrategie der Langzeitversorgung integriert und bearbeitet werden. Die EVP-Fraktion unterstützt die Motion in allen 4 Ziffern und bestreitet die Abschreibung.

  3. Speech
    Grosser Rat
    Margret von Bergen, Uetendorf (EVP), Fraktionssprecherin. Der EVP ist eine durchgängige medizinische Sicherstellung der Grundversorgung im Kanton Bern auch in den Randgebieten ein Anliegen und von wichtiger Bedeutung. Wir sehen auch die besondere Herausforderung und Notlage, gerade auch in der Region Zweisimmen-Saanenland, wie es aus diesen drei Vorstössen zum Ausdruck kommt und wie wir es auch in den Voten vorhin sehr deutlich gehört haben.

    Die neusten, aktuellen Verunsicherungen gerade auch für eine künftige Trägerschaft, das fehlende Vertrauen der betroffenen Gemeinden sowie die finanzielle Brisanz verschärfen diese Situation zusätzlich. Diese Umstände benötigen wichtiger denn je eine transparente Kommunikation, ein gemeinsames sowie ein vertrauensvolles Zusammenarbeiten mit sämtlichen Akteuren, um letztendlich tragbare und stabile Lösungen anstreben und vereinbaren zu können.

    Die Forderungen in Form einer Motion, wie sie uns vorliegen, sind aus Sicht der EVP in der aktuellen Situation nicht zielführend. Es ist uns wichtig, dass die rechtlichen und demokratischen Prozesse eingehalten werden. Auf der aktuellen Grund- und Ausgangslage sind Entscheidungen zu fällen eine Art Blackbox.

    Deswegen macht es Sinn, für die vielen ungeklärten und offenen, wichtigen Fragen eine Auslegeordnung zu machen und die 3 Vorstösse als Postulate zu überweisen. Die EVP wird das bei allen drei Vorstösse so machen.

  4. Speech
    Grosser Rat
    Margret von Bergen, Uetendorf (EVP), Fraktionssprecherin. Die EVP-Fraktion erkennt den Nutzen eines allenfalls personell identisch zusammengeführten strategischen Führungsorgans von Leistungserbringern innerhalb einer Gesundheitsversorgungsregion. Uns ist auch wichtig, dass die integrierte Versorgung mit Einbezug aller beteiligten Gesundheitsversorgern umgesetzt wird. Die vorliegende Motion verlangt eine durchgehend konsequente und verstärkte Machtkonzentration im Gesundheitswesen.

    Wir sind froh, hat der Motionär in ein Postulat gewandelt. Denn da, wo es nötig und sinnvoll ist, hat der Regierungsrat wirklich heute schon die Möglichkeit, Verwaltungsräte identisch zu besetzen. Wir haben das bei UPD/PZM (Universitäre Psychiatrische Dienste / Psychiatriezentrum Münsingen AG) gesehen.

    Ob es wirklich ein Postulat braucht, haben wir uns auch gefragt. Aber die Antworten des Regierungsrates sind schlüssig. Aus diesem Grund unterstützen wir das Postulat.

  5. Speech
    Grosser Rat
    Margret von Bergen, Uetendorf (EVP), Motionärin, Fraktionssprecherin. Ja, ich halte auch noch gleich das Fraktionsvotum. Dann habe ich ein bisschen mehr Zeit, nicht wahr? – Danke.

    Ja, werter Grossratspräsident, werter Regierungsrat, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, geschätzte Gäste hier auf der Tribüne, ich bestreite die Abschreibung und beantrage eine punktweise Abstimmung. Ambulant vor stationär ist im Kanton Bern ein bestbekannter Slogan und eine versorgungspolitisch und gesellschaftlich wichtige Zielführung in der Pflege und Betreuung erkrankter Menschen. Die vorliegende Motion möchte Entlastungsangebote zwischen ambulant und stationär stützen und fördern. In der Fachsprache nennt man das «intermediäre Angebote».

    Es geht in diesem Vorstoss nicht darum, z. B. noch mehr Betten zu schaffen, sondern das bestehende Potenzial zu nutzen und optimal einzusetzen. Das wird übrigens auch im Bericht von 2021 in Erfüllung der Motion 284-2015 «Regionale Zuteilung der Pflegeheimplätze neu regeln» von Madeleine Amstutz auf der Seite 14 definiert. Dort wird klar erläutert, dass es ein angestrebtes Ziel ist, den Bereich intermediärer Angebote zu fördern, sei das im Heim, an Tages- oder an Nachtplätzen. Dieser Bericht ist hier 2021 in der Frühlingssession einstimmig überwiesen worden.

    Bezüglich der Ziff. 1 möchte ich noch zur Antwort des Regierungsrates Stellung nehmen. Die Antwort des Regierungsrates zielt teilweise am Problem vorbei. Es soll Anreiz geschaffen werden, damit auch Kurzaufenthalter prioritär in Institutionen Aufnahme finden und Betten zur Entlastung nicht einfach zufällig je nach Auslastungssituation zur Verfügung stehen, sodass man dann im schlechtesten Fall auf einer geschlossenen Demenzabteilung landet, wie ich das jetzt gerade von jemandem erfahren habe. Gegenwärtig besteht keine Vorhalteleistung oder finanzielle Kompensation zur Aufnahme von Kurzaufenthaltern, folglich auch keine Aufnahmepflicht. Da muss sich etwas ändern.

    Wenn z. B. im Kanton 300 Betten im Langzeitbereich als frei ausgewiesen werden, ist es nicht so, dass diese einfach so zur Verfügung stehen. Betriebswirtschaftlich geht die Rechnung für Institutionen nicht auf, solche Angebote zu betreiben. Der Mehraufwand und die Einnahmen sind diametral gegeneinander. Zudem: Wenn die Betten längere Zeit leer stehen, dann wird das Potenzial des Personals logischerweise heruntergefahren. Kurzfristigen Aufnahmen können dort nicht mehr gewährt werden.

    Wie könnte das gelöst werden? Indem der Regierungsrat z. B. Leistungsverträge abschliessen würde mit bestimmten Institutionen, die Betten vorhalten, sowie ein Kontingent festlegt, wie viele Plätze es pro Versorgungsregion braucht. Wir erwarten vom Regierungsrat eine proaktive Haltung, um diese Bereiche anzupacken und die genannten Lücken mit den Institutionen zu verhandeln und sie umzusetzen.

    Noch kurz zu Ziff. 3: Eine koordinierte Steuerung und Regelung spitalexterner Angebote muss im Sinn und im Interesse des Regierungsrates sein. Aktuell ist da noch Handlungsbedarf, und deswegen soll es auch nicht abgeschrieben werden.

    Zuletzt ist noch zu erwähnen: Damit Personen mit tiefen Pflegestufen nicht unnötig in einem Pflegeheim landen oder dort einziehen müssen, so wie das der Regierungsrat in seiner Antwort als berechtigtes Ziel definiert, sind genau die in den Ziff. 1 und 2 geforderten Punkte zielführend und können nicht als erledigt abgeschrieben werden – zudem auch noch gerade im Hinblick auf die beabsichtigte Umsetzung der Teilstrategie in der integrierten Versorgung bei Palliative Care, Langzeitpflege und Demenz, die der Regierungsrat ja ab diesem Jahr bearbeiten möchte. (Der Präsident bittet die Rednerin, zum Schluss zu kommen. / Le président demande à l’oratrice de conclure.) Das sind wesentliche Bestandteile, die zu einer erfolgreichen und umfassenden Pflegeversorgung ausserhalb des Spitalaufenthalts wichtig sind. (Der Präsident bittet die Rednerin erneut, zum Schluss zu kommen. / Le président demande encore une fois à l’oratrice de conclure.) Ja, ich bitte Sie, die Ziff. 1, 2 und 3 nicht abzuschreiben, so wie das meine Fraktion auch macht. Ich danke Ihnen.

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