Fredy Lindegger
- Party
- Die Grünen
- Parliamentary group
- GRÜNE/AL
- Parliament
- Grosser Rat (BE)
- Electoral district
- Oberaargau
- Parliament page
- Official profile
- Gender
- Male
- Born
- 1965
- Occupation
- Betriebswirtschafter, Risk Controller
- Language
- lang_d
- Address
- Roggwil
- Source body
- BE
- Source updated
- 29.08.2026
- Record updated
- 30.08.2026
- First imported
- 14.08.2025
- NeinUntitled votingGrosser Rat
- NeinUntitled votingGrosser Rat
- JaUntitled votingGrosser Rat
- NeinUntitled votingGrosser Rat
- NeinUntitled votingGrosser Rat
- —
- Ehrenamtlich
- Bezahlt
- Ehrenamtlich
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- Speech
- SpeechFinanzverwaltung (FV): Ausgabenbewilligung für die SAP-Lizenzen 2026. Objektkredit 2026No. 2026.FINGS.112Grosser RatFredy Lindegger, Roggwil (GRÜNE), FiKo-Sprecher. Noch ein IT-Kredit. Hier dauert es hoffentlich noch kürzer. Es geht um einen Kredit von knapp 4,3 Mio. Franken für SAP-Lizenzen. Sie haben gesehen: Dieser Kredit, diese Ausgabenbewilligung, ist jetzt nötig aufgrund eines Missverständnisses, und zwar eines Missverständnisses insofern, als die Zuständigkeit für die Budgetierung für die SAP-Lizenzen per 1. Januar 2026 geändert hat. Sie ist nämlich vom Amt für Informatik und Organisation des Kantons Bern (KAIO) an die Finanzverwaltung übergegangen. Dieser Wechsel wurde nicht ganz sauber vollzogen. Das KAIO hat die Lizenzen nicht mehr budgetiert, wie es vorgesehen war, aber bei den Überführungsarbeiten gab es ein Missverständnis, sodass nachher die Finanzverwaltung leider die Budgetierung dieser SAP-Lizenzen für das Jahr 2026 nicht gemacht hat.
Mit dieser vorliegenden Ausgabenbewilligung korrigieren wir das. Es ist auch so, dass wir hier keinen Handlungsspielraum haben. Die Anzahl Lizenzen richtet sich nach dem Bedarf, und die Notwendigkeit ist unbestritten. Auch diesen Kredit haben wir in der FiKo nur sehr kurz angeschaut. Es besteht auch kein Handlungsspielraum. Dieser Kredit war vollkommen unbestritten und wurde sogar von der FiKo einstimmig zur Annahme empfohlen, und das war selten genug in dieser alten Zusammensetzung, die wir in der FiKo hatten. Merci, wenn Sie dem vielleicht auch einstimmig zustimmen können.
- SpeechGrosser RatFredy Lindegger, Roggwil (GRÜNE), FiKo-Sprecher. Merci vielmals. Wir können es kurz machen, geschätzte Anwesende, und es wird sehr wahrscheinlich auch keine kontroverse Debatte geben. Es geht hier um einen Zusatzkredit von rund 500’000 Franken, der beantragt wird, dies bei einem initialen Kreditvolumen von 120 Mio. Franken. Das heisst also, dieser Zusatzkredit ist weniger als ein halbes Prozent des ursprünglichen Kreditvolumens, also ziemlich minimal.
Diese Kreditüberschreitung ist aufgrund von Mehrkosten zustande gekommen, die es in zwei Bereichen gab, nämlich bei der Ausstattung des kantonalen ICT-Arbeitsplatzes, des sogenannten BE-KWP, und für zusätzliche Microsoft-Lizenzen M365. Bei diesen Mehrkosten handelt es sich um neue wiederkehrende Ausgaben. Sie haben gesehen, dass diese gestiegen sind. Auf der anderen Seite konnten die neuen einmaligen Ausgaben gesenkt werden, sodass die Mehrkosten schlussendlich fast kompensiert wurden.
Noch eine Anmerkung zur Kostensteigerung beim kantonalen Arbeitsplatz. Diese Kosten werden uns ja von der Bedag Informatik AG verrechnet. Wir haben mit ihnen Service Agreements, die das bestimmen. Diese Kosten sind von 17,5 ... (Die Präsidentin bittet um Ruhe im Saal. / La présidente réclame le silence dans l’assemblée.) Merci vielmals. Diese Kosten sind aufgrund von Preiserhöhungen von 17,5 auf 20,9 Mio. Franken gestiegen. Dazu muss man einfach wissen, dass die Dienstleistungen, die wir von der Bedag beziehen, regelmässig in drei Bereichen auf Marktkonformität geprüft werden. Und es war bis anhin in den letzten Vergleichen immer so, dass die Preise, die uns die Bedag verrechnet, marktkonform waren. Also, sie drücken uns nicht einfach irgendwie nach Gutdünken höhere Preise auf.
Die Behandlung in der FiKo war auch sehr kurz. Der Zusatzkredit war eigentlich unbestritten. Wir hatten eine Gegenstimme. Das war eben noch die FiKo in der alten Zusammensetzung. Aber wir empfehlen Ihnen, diesen Kredit so anzunehmen. Merci vielmals.
- SpeechGeschäftsbericht 2025 mit JahresrechnungNo. 2024.FINFV.765Grosser RatFredy Lindegger, Roggwil (GRÜNE), Einzelsprecher. Merci, Samuel, für die Präzisierung. (Grossrat Lindegger bezieht sich darauf, dass er in seinem Votum als Fraktionssprecher die Anträge 1 und 2 als Planungserklärungen bezeichnete, worauf ihn Grossrat Krähenbühl in seinem anschliessenden Votum darauf hinwies, es handle sich um Abänderungsanträge. / Le député Lindegger fait référence au fait que, dans sa prise de parole en tant que porte-parole de groupe, il a qualifié les propositions 1 et 2 de déclarations de planification, ce que le député Krähenbühl a corrigé dans sa prise de parole suivante, en faisant remarquer qu’il s’agissait en réalité de propositions d’amendement.) Ich spreche jetzt noch zu diesen zwei Abänderungsanträgen.
Zuerst zum Abänderungsantrag FDP, Reinhard. Wir haben in der Finanzkommission die Problematik dieser PFAS-Verbuchung angeschaut. Wir haben sie auch zusammen mit der Finanzkontrolle besprochen, und wir sehen auch, dass wir im Bereich dieses Abfallfonds durchaus noch Arbeit vor uns haben. Es ist jetzt aber nach meinem Dafürhalten nicht an uns hier im Rat, uns in diese eher buchhaltungstechnischen Fragen einzumischen. Das ist eigentlich eher etwas, das man in den Fachgremien, allenfalls in der Finanzkommission machen muss, aber nicht hier im Rat. Deswegen werden wir – das ist jetzt eine Empfehlung an meine Fraktion – sicher diesen Abänderungsantrag ablehnen.
Zum Abänderungsantrag 2, Pauli/Graber. Es ist richtig, die Ziffer 2 ist als Postulat überwiesen worden, aber was man auch sagen muss, ist, dass inzwischen diese Überprüfung gemacht wurde. Wir haben in der Finanzkommission diese Problematik angeschaut, auch die Finanzkontrolle hat das angeschaut, und rein verbuchungstechnisch ist es einfach so: Sie können Rückstellungen nur für konkrete Projekte machen, und der West-Ast Biel ist kein konkretes, valables Projekt mehr. Sie können diesbezüglich nichts zurückstellen. Wenn Sie so etwas machen wollen, müssen Sie eine Fondslösung machen, wie wir es jetzt im Emmental oder im Oberaargau gemacht haben. Dann kann man das machen und Geld für solche Projekte reservieren, aber das, was wir jetzt hier vorhaben, geht so nicht. Von daher muss man das ablehnen. Man könnte auch sagen, 2 und 2 ist 5, aber das ist auch etwas, das wir nachher nicht umsetzen könnten.
Jetzt noch ein letztes kleines Wort zur Schuldenproblematik, zur Schuldenlast. Die einen wissen das, die Neuen vielleicht nicht: Ich arbeite in der Eidgenössischen Finanzverwaltung im Bereich Schuldenmanagement, und nur als Vergleich: Der Bund hat aktuell Marktschulden von rund 85 Mrd. Franken: ca. 75 Mrd. Franken Anleihen, ca. 10 Mrd. Franken kurzfristige Geldmarktbuchforderungen. Dies bei einem Budget von 90 Mrd. Franken. Wir hier im Kanton haben ausstehende Anleihen im Bereich von etwa 3,5 Mrd. Franken bei einem Budget von 13 Mrd. Franken. Wenn Sie schon nur diese Relationen sehen, sehen Sie, dass wir überhaupt kein Schuldenproblem haben. Also von daher: Schulden machen uns im Moment keine Probleme. Da müssen wir nicht weiter daran arbeiten und die Schulden nicht weiter reduzieren. Merci.
- SpeechGeschäftsbericht 2025 mit JahresrechnungNo. 2024.FINFV.765Grosser RatFredy Lindegger, Roggwil (GRÜNE), Fraktionssprecher. Die FiKo-Sprecherin hat alle wichtigen Daten zur Rechnung schon sehr gut ausgeführt. Besten Dank, Andrea, noch ein letztes Mal. Du bist ein letztes Mal in der Funktion als Vizepräsidentin der FiKo hier vorne gestanden. Natürlich schliessen wir uns auch dem Dank an die Finanzdirektion, an die Verwaltung und dem Dank an das Kommissionssekretariat an. Wir hatten jederzeit einen sehr guten Austausch, was diese Rechnung, die Vorbereitung dieses Geschäfts betrifft.
Jetzt zum Jahresergebnis. Es ist in mehrfacher Hinsicht herausragend. In der Erfolgsrechnung, wir haben es gehört, resultiert ein Ertragsüberschuss von 873 Mio. Franken. Das ist ein ausserordentlich gutes Resultat und in der Historie des Kantons einmalig, auf jeden Fall bis jetzt, ich komme darauf zurück. In einem Vergleich mit anderen Kantonen sind wir schweizweit auf Platz 1.
Wie bereits ausgeführt, ist die Entwicklung bei der Investitionsrechnung nicht nur positiv, allerdings konnten wir dadurch, dass wir weniger Nettoinvestitionen hatten, diese natürlich auch problemlos selbst finanzieren und weiter Schulden abbauen. Zum Schuldenstand, das ist schon gesagt worden: Wir sind unter die Grenze von 6 Prozent gefallen. Die Schuldenbremse greift im Moment also nicht mehr bei der Investitionsrechnung. Ein weiterer Schuldenabbau kann deswegen nicht das Ziel sein.
Natürlich gibt es Sondereffekte, wir haben schon darüber gesprochen. Es gibt positive, es gibt negative. Hier nur eine Anmerkung zu den PFAS-Rückstellungen von 390 Mio. Franken. Diese sind zwar erfolgsneutral. Aber sie beeinflussen natürlich die finanzielle Situation des Kantons dennoch stark. Wir verstehen auch immer noch nicht, wieso diese Thematik bei der Präsentation des Geschäftsberichts der Finanzdirektion nicht prominenter ausgeführt wurde. Wir hatten aber gerade im Vorfeld einen sehr guten Austausch zu diesem Thema und sind von daher zuversichtlich, dass wir solche Probleme zukünftig vorgängig besser abstimmen können.
Es ist schon gesagt worden: Auch die Rechnung 2026 ist sehr gut unterwegs. Wir sind mit einem Budget mit einem Ertragsüberschuss von 385 Mio. Franken gestartet. Wir haben schon einen Nationalbankgewinn von 320 Mio. Franken erhalten, den wir so nicht eingeplant hatten. Es ist gut möglich, dass die Bernische Lehrerversicherungskasse (BLVK) auch in die Vollkapitalisierung kommt, was zusätzlich noch einmal Mittel auslösen würde. Es kann sein, dass unsere Rechnung in diesem Jahr auf die Grenze von 1000 Mio. bzw. 1 Mrd. Franken Überschuss zusteuert.
Das ist die Ausgangslage für das Budget 2027 und für die Finanzplanung, an der wir jetzt dran sind. Was machen wir mit dieser Ausgangslage? Einfach weiter im Courant normal? Das ist für uns nicht der richtige Weg. Bis anhin haben wir den finanziellen Spielraum aus unserer Sicht viel zu einseitig genutzt. Die Umsetzung der Steuerstrategie scheint das wichtigste Ziel zu sein, wenn nicht das einzige. Wir haben im Traktandum 6, als wir die Umsetzung der strategischen Ziele und der Vision 2030 debattierten, gesehen, dass wir in vielen Bereichen zwar unterwegs sind, in vielen dieser Zielbereiche, aber zu langsam, und jetzt gäbe es die Möglichkeit, eine Beschleunigung hineinzubringen. Ich zähle nur zum Ziel 5 ein paar Sachen auf, die darin verpackt sind. Dabei geht es um wirkungsvolle, nachhaltige Entwicklung. Mögliche Stichworte sind Kreislaufwirtschaft, Biodiversität, Klimaneutralität, Energieeffizienz. Es gibt noch viele andere Themen, die in diesem Bericht aufgeführt sind, bei denen wir noch nicht auf Zielkurs sind.
Bei der Budgetdebatte erwarten wir v. a. in zwei Themenbereichen Verbesserungen. Bei der jetzigen Ausgangslage erwarten wir, dass der Kanton bei den Krankenkassenprämienvergünstigungen seine Möglichkeiten maximal ausschöpft und diese endlich auf ein gescheites Mass erhöht. Und dann sollten wir unsere kleinliche Haltung zum Teuerungsausgleich überwinden und die entsprechenden Ansprüche jeweils vollumfänglich erfüllen.
Noch zu den Planungserklärungen. Wir konnten in der Fraktionssitzung natürlich nur die Planungserklärung 1 der FiKo behandeln. Dieser stimmen wir zu. Zu den anderen zwei Planungserklärungen werde ich als Einzelsprecher noch einmal etwas sagen. Merci vielmals.
- InterpellationMitvorstösserin/Mitvorstösser
- MotionMitvorstösserin/Mitvorstösser
- InterpellationMiteinreichende
- MotionMitvorstösserin/MitvorstösserVerbindlicher Schutz des Trinkwassers vor Pestiziden im Kanton BernNo. 2025.GRPARL.1479
- MotionMitvorstösserin/MitvorstösserWasserstrategie 2040 mit verbindlichen Schutzmassnahmen umsetzenNo. 2025.GRPARL.1478
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- committee
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