Alain Pichard
- Party
- Grünliberale Partei
- Parliamentary group
- GLP
- Parliament
- Grosser Rat (BE)
- Electoral district
- Biel-Seeland
- Parliament page
- Official profile
- Gender
- Male
- Born
- 1955
- Occupation
- Lehrer
- Address
- Biel/Bienne
- Source body
- BE
- Source updated
- 29.08.2026
- Record updated
- 30.08.2026
- First imported
- 14.08.2025
- JaUntitled votingGrosser Rat
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- Nicht abgestimmtUntitled votingGrosser Rat
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- SpeechStärkung der inneren Sicherheit und Verhinderung extremistischer GewaltakteNo. 2025.GRPARL.289Grosser RatAlain Pichard, Biel/Bienne (GLP), Einzelsprecher. Man kann durchaus differenziert und kritisch zu dieser Motion stehen, aber gewisse Aussagen muss ich jetzt schon noch ein bisschen aus meiner Warte, als Lehrer in Biel, kommentieren. Ich habe 2010 diesen Fall aufgegriffen, dass Leute, Schülerinnen, Migranten, mitten aus unserer Gesellschaft, einfach plötzlich in sogenannte Koranschulen verschwunden sind und dort quasi rekrutiert worden sind. Aufmerksam gemacht worden bin ich durch unsere migrantische Bevölkerung, durch Leute, die ihre Kinder verloren haben.
Ich habe dies für sie öffentlich gemacht. Und diese Assoziationen, Behörden, Fachgremien, all diese Leute, auch ein Teil Ihrer Klientel ... (Der Redner wendet sich an die Reihen der Ratslinken. / L’orateur s’adresse aux rangs de la gauche.) ..., hat nichts anderes zu tun gehabt, als mich als islamfeindlich, hetzerisch und so zu bezeichnen.
Aber ich kann Ihnen sagen, zwei dieser fünf sind gestorben. Einer war, was die Integration anbelangt, im Schachclub, hat im Schachclub mit meinem Sohn zusammen gespielt, war dort draussen und hatte ein grauenhaftes Schicksal. Und der dritte ist völlig zerstört zurückgekommen. Und es war eine kurdische Mutter, die bei uns geputzt hat, die in Tränen aufgelöst war und mir vom Schicksal ihres Sohns erzählt hat.
Und das Interessante ist: All diese Leute sind damals von Exponenten des Islamischen Zentralrats Schweiz (IZRS) rekrutiert worden – und auch Herrn Blancho kannte ich sehr gut, ich bin nämlich Götti seiner Schwester. Ich habe genau gewusst, was da läuft und dass es da quasi Wildwestszenen gegeben hat – in Biel, wo kurdische Leute mit Schlägern auf eine Moschee losgegangen sind, wo die Vertreter des IZRS waren und die Polizei eingreifen musste! Davon wussten all diese Fachinstanzen, all diese Integrationsbehörden, all diese Leute nichts!
Nein, wir brauchen einen starken Staat, nicht für uns Schweizer, sondern wir brauchen ihn auch für unsere migrantische Bevölkerung.
- SpeechZweisprachige Klassen im ganzen Kanton Bern / Des classes bilingues dans tout le canton de BerneNo. 2025.GRPARL.325Grosser RatAlain Pichard, Biel/Bienne (GLP), Einzelsprecher. Ich bin bei diesem Vorstoss gespalten. Ich bin in einem Dilemma. Als gebürtiger Waadtländer, als langjähriger Französischlehrer, als einer, der die französische Sprache liebt, bin ich natürlich erfreut, dass Sie sich so einsetzen für die französische Sprache und dass die Zweisprachigkeit für Sie ein Anliegen ist. Aber als Ex-Linker habe ich halt immer noch altmarxistische Reflexe. Und diese altmarxistischen Reflexe sagen mir: Es gibt einfach Leute, die in solchen bilingualen Strukturen völlig überfordert sind. Sie gehören dort nicht hin, und das sind genau diejenigen, die z. B. in einem Flüchtlingsparlament sitzen würden. Es nähme mich wunder, was sie zu diesem Thema sagen würden
Je te dis une chose, Monsieur Karim : nous avons à Mâche (Mett) ..., c’est un exemple : J’ai un collègue qui a deux filles. La première est scolarisée dans une classe de 22 élèves. Dans cette classe, trois élèves parlent le français au sein de leur famille. La seconde fréquente une classe de 20 élèves, parmi ces élèves deux parlent le français à la maison. Leur père voulait bien sûr que ses deux filles bifurquent vers la filière bilingue, c’est clair. Celle qui était dans la première classe, elle a pu le faire. Qu’est-ce que ça signifie ? Ça signifie que maintenant, dans cette classe, il n’y a plus qu’un enfant francophone, les autres, des immigrés, ont d’autres langues maternelles.
Meine Damen und Herren, es braucht keinen Mut, Tom, es braucht keinen Mut, heute in dieser Welle, in diesem Mittelstandsgremium für die bilingualen Klassen zu sein. Es braucht mehr Mut, sich heute für die Leute einzusetzen, die in solchen Strukturen einfach überfordert sind. Ich wundere mich einfach, dass Ihnen offensichtlich dieser Bilinguismus wichtiger ist als die 25 Prozent unserer Schüler, die die Schule einfach verlassen. Und das ist Ihre Klientel.
Ich bin nicht gegen die bilingualen Klassen, gar nicht, aber dieses Dilemma haben wir. Vor allem in den Städten haben wir dieses Dilemma. Deshalb noch eine Bemerkung: Es gibt tatsächlich Gemeinden wie z. B. Pieterlen; ich hatte dort acht Leute ... (Die Vizepräsidentin bittet den Redner, zum Schluss zu kommen. / La vice-présidente demande à l’orateur de conclure.) ..., acht Leute, die Französisch redeten. Das bietet sich an. Ich kann also ... (Die Vizepräsidentin bittet den Redner erneut, zum Schluss zu kommen. / La vice-présidente demande encore une fois à l’orateur de conclure.) ... einem Postulat zustimmen.
- SpeechGrossratsbeschluss betreffend die Verfassungsinitiative «Berner Bildungsinitiative»No. 2024.BKD.4914Grosser RatAlain Pichard, Biel/Bienne (GLP), Einzelsprecher. Ich möchte Kollege Vanoni gleich Merci sagen; er hat mir nämlich einen Steilpass gegeben. Ich weiss, in welche Richtung es beim Abstimmungskampf gehen wird: Wer gegen die Bildungsinitiative ist, ist gegen Qualität. Wer gegen den Klimafonds ist, ist gegen den Klimaschutz. Wer – Kollegin Leuenberger – gegen eine Stelle bei der Behindertenkonvention ist, ist gegen die Behinderten. In diese Richtung wird es gehen, nicht?
Aber, Monsieur Gasser, d’ancrer la qualité dans une constitution, c’est absurde. De quelle qualité est-ce que tu parles ? Für meine Kollegin Pauline ist es vielleicht Frühfranzösisch schon ab der ersten Klasse. Für Kollegin Esseiva sind es zweisprachige Klassen. Für Kollege Widmer ist es Team-Teaching von unten bis oben. Für Herrn Darbellay, den Präsidenten der Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektorinnen und -direktoren (EDK), sind es mehr Diktate. Leute, Qualität ist dehnbar. Eine Qualitätsdebatte gehört in jene Institutionen, gehört in jene Gruppen und zu jenen Autoritäten, die es angeht: ins Parlament, in die Regierung, in die Elternräte, in die Schülerräte, in die Gemeinden. Dort wird Qualität immer wieder ausgehandelt.
Ich freue mich auf diesen Abstimmungskampf, das muss ich sagen, ich freue mich. Aber dann können Sie nicht einfach ihre Traktätchen vorlesen und sagen: «Qualität ist etwas wichtiges, Qualität ist gut. Es zeigt, dass Qualität ... – Qualität ist eine Garantie, wenn man sie in die Verfassung schreibt.» Dann komme ich natürlich, und dann müssen Sie argumentieren. Warum ist der Kanton Basel-Stadt so schlecht in Sachen Qualität, obwohl er es eingeführt hat? Warum, Kollegin Weber Hadorn, investiert Basel-Stadt 10’000 Franken mehr pro Schüler und Jahr und ist trotzdem viel schlechter? Und warum ist der Kanton Freiburg, der fast die Hälfte des Kantons Basel-Stadt investiert, viel besser? Das sind Diskussionen, die wir führen müssen, und darauf freue ich mich. Ich habe überhaupt keine Hemmungen, das zu sagen. Qualität muss ausgehandelt werden.
Und, Kollege Arn, auch zu dir noch etwas: Wir haben durchaus ein Problem – die Schule ist nicht generell in der Krise, aber wir haben ein Problem. Wenn 25 Prozent unserer Schülerinnen und Schüler nach neun Schuljahren im teuersten System der Welt nicht richtig lesen und schreiben können, haben wir ein Problem. Und nochmals: Der Kanton Basel-Stadt hat das eingeführt, und dort ist die Illettristenrate noch wesentlich schlimmer. Aber diese Schüler sind Ihre Klientel, und ich bin gespannt, was Sie dort für Lösungen bringen werden.
- SpeechGrossratsbeschluss betreffend die Verfassungsinitiative «Berner Bildungsinitiative»No. 2024.BKD.4914Grosser RatAlain Pichard, Biel/Bienne (GLP), Einzelsprecher. Ich muss zuerst einmal die BiK ein bisschen in Schutz nehmen. Ich weiss nicht, wie viel Vorlauf Bildung Bern hatte, um die Initiative zu lancieren, aber es war schlichtweg nicht möglich, in so kurzer Zeit einen vernünftigen Gegenvorschlag hinzukriegen. Das muss man einfach auch sagen. Es braucht Zeit, so etwas zu machen. Ich selber gehöre zur Minderheit der GLP, welche die Initiative aus guten Gründen ablehnt.
Kollege Wildhaber hat gesagt, die Initiative, die Qualität in der Verfassung sei ein Garant für Bildungsqualität. Meine Damen und Herren, am 23. März 2005 hat der Kanton Basel-Stadt Qualität in der Bildung verfassungsmässig verankert – 2005. Heute ist der Kanton Basel-Stadt trotz massiv mehr Ressourcen an hinterster Stelle aller Studien und Tests und Grundtests, die es gibt. Es ist überhaupt nicht so, dass das eine Garant wäre. Warum? Weil Bildung ein dehnbarer Begriff ist. Das ist es eben. Und darum haben wir ... – Also, ich wurde ja von meiner Partei überstimmt, und meine Partei, wie sie eben ist, versucht ja Brücken zu bauen, und ich versuche jetzt auch noch, Ihnen dort eine Brücke zu bauen.
Es braucht Evidenz, es tut mir leid. Es ist übrigens lustig, dass Bruno Vanoni jetzt so plötzlich Evidenz als Teufel anschaut. Ich meine, die Evidenz kommt ja gerade aus jenen Kreisen von damals – HarmoS und Lehrplan 21 –, in denen immer von evidenzbasierter Bildungspolitik die Rede war. Ihr Fraktionschef ... (Der Sprecher deutet auf die Reihen der SP-JUSO-Fraktion. / L’orateur désigne les rangs du groupe PS-JS d’un signe de la main.) ... Herr Näf, hat mir das einmal auseinandergesetzt; er hat gesagt: «Wir machen evidenzbasierte Bildungspolitik, Bildungsmonitoring.» Und jetzt, plötzlich, da die Resultate alle so fürchterlich sind, will man davon gar nichts mehr wissen – will man davon gar nichts mehr wissen. Ich weiss, Bruno, ihr wart ein bisschen kritischer; das stimmt.
Evidenzbasiert, auch hier, Katja Streiff ... – Ich meine, auch im Sozialen gibt es im Moment so viele Instrumente, dass es sogar mir Angst macht. In den Kindergärten gibt es mittlerweile siebenseitige Bildungsbeobachtungsbögen: «Kann schneiden, ohne die Zunge herauszuhalten» – etwas, das ich z. B. heute noch nicht kann. (Heiterkeit / Hilarité) Aber es gibt diese Instrumente, und gerade in einer solchen Phase müsste man doch überlegen ... – Bei der Bildung muss man ja irgendwie auch sagen können, was sie bringt.
Ich werde in der Grundsatzdebatte zur Bildungsinitiative auch noch etwas sagen, gerade, was die Qualität anbelangt. Danke vielmals.
- SpeechBudget 2026 (Gesamtstaat und Justiz) des Kantons BernNo. 2024.FINGS.251Grosser RatAlain Pichard, Biel/Bienne (GLP), Fraktionssprecher. Ja, leider, lieber Fredy, hört die Bromance hier gleich wieder auf. Ich muss sagen: Wir haben dasselbe Problem wie vorhin. Wir können nicht mit einer Planungserklärung eine Bildungsdebatte ersetzen, zumal wir ja diesbezüglich gerade letzte Woche eine zugegebenermassen etwas abenteuerliche Motion (M 195-2025) abgelehnt haben.
Entschuldigung, wenn ich jetzt ein bisschen ausschweife, aber das muss ich jetzt, das war ein Steilpass. Sie erwähnen hier: «nach dem Vorbild des Kantons Waadt». Wissen Sie, was im Kanton Waadt im Moment los ist? Er ist jetzt schon zum dritten Mal, glaube ich, defizitär. Es gibt ein massives Spar-Ding, es gibt ein Defizit von über 370 Mio. Franken, eine massive Sparpolitik. Das Personal ist auf die Strasse gegangen, hat den Grossen Rat umzingelt. Rebecca Ruiz, ... (Der Sprecher wendet sich an die SP-JUSO-Fraktion. / L’orateur s’adresse au groupe PS-JS.) ... Ihre Gesundheitsdirektorin, ist entnervt zurückgetreten, denn sie musste ja sparen. Das sind die Konsequenzen dieser vorbildhaften Politik im Kanton Waadt. Wir können 300 Mio. Franken sparen, Reserven, Schulden abbauen – wir können das machen. Das ist nicht immer angenehm, aber wir können es machen.
Ich möchte Sie aber auch inhaltlich vor einer fixen Obergrenze warnen. Ich möchte ein Beispiel bringen. Letztes Jahr hatten wir in Pieterlen 58 Schüler, Drittklässler. Natürlich wollten wir drei Klassen machen, aber wir hatten den Lehrer nicht, wir hatten die Lehrer nicht. Was machten wir? Wir nahmen erfahrene pensionierte Lehrkräfte und machten zwei Klassen daraus, 29er-Klassen. Diesen gaben wir Assistenzlehrer dazu. Und das ging. Niemand in Pieterlen wollte das, auch der Kanton wollte es nicht, und es war trotzdem in diesem Moment das Beste, das man machen konnte. Jetzt sind sie alle in der vierten Klasse. Man hat den Lehrer wieder, und jetzt ist es ganz normal, 18er-Klassen, sie sind wieder da.
Genau diese Flexibilität braucht es im Moment. Mit einer fixen Obergrenze macht man den Spielraum, den wir heute brauchen; ich würde sagen, bis 28, 29, dann dreht es wieder ... – Die Gemeinden wollen heute nicht ... – In den 70er-, 80er- und 90er-Jahren war es so, dass man Klassen wegen Sparmassnahmen nicht eröffnete, aber heute sind die Gemeinden ... – Alle wissen, dass normale, vernünftige Klassen, nicht gerade 15er-Klassen, aber 18er-Klassen, mit Assistenzlehrern durchaus führbar sind, und niemand will Klassen mit mehr als 25 Schülern.
- MotionMitvorstösserin/MitvorstösserRahmenbedingungen für humanitäre Sonderaufnahmen klärenNo. 2026.GRPARL.152
- MotionMiteinreichendeRahmenbedingungen für humanitäre Sonderaufnahmen klärenNo. 2026.GRPARL.152
- PostulatMiteinreichendeSprache stärken, Chancen sichern – von Anfang anNo. 2026.GRPARL.120
- InterpellationHauptvorstösserin/HauptvorstösserWie steht es mit der Aufsichtskompetenz des MBA?No. 2026.GRPARL.85
- MotionMitvorstösserin/Mitvorstösser
- committeeGrosser RatSource
- Mitglied25.11.2025 – 31.05.2026
- Mitglied18.09.2024 – 07.10.2025
- committeeGrosser RatSource
- Mitglied25.11.2025 – 31.05.2026
- Mitglied18.09.2024 – 07.10.2025
- council_legislative
- council_legislativeGrosser Rat(GR)Grosser RatSource
- Stimmenzähler/in29.11.2023 – 31.05.2026
- Mitglied01.06.2022 – 28.11.2023
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