MG

Muriel Graf

Former member
Alternative Linke Bern
Stadtrat

Mandate
Party
Alternative Linke Bern
Parliament
Stadtrat
Parliament page
Official profile
Personal
Gender
Female
Born
1995
Occupation
Sozialarbeiterin
Language
German
References & source
Source body
351
Record updated
23.06.2026
First imported
14.08.2025
Voting record(811)
  1. Ja
    Stadtrat
    Result: 66 Yes · 5 No · 1 Abst. · 7 Absent
  2. Nein
  3. Ja
    Stadtrat
    Result: 40 Yes · 21 No · 5 Abst. · 13 Absent
  4. Ja
    Stadtrat
    Result: 65 Yes · 0 No · 0 Abst. · 14 Absent
  5. Ja
    Stadtrat
    Result: 50 Yes · 14 No · 0 Abst. · 15 Absent
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Speeches(3)
  1. Speech
    Muriel Graf (AL) für dieStadtrat
    Agenda item 15: Postulat Fraktion AL/PdA (David Böhner, AL / Matteo Micieli, PdA): Umweltschonende Ernährung – Stadt als Vorbild

    Muriel Graf (AL) für die Einreichenden: Wir behandeln jetzt unser Postulat zum Thema: "Reduktion und Verzicht von tierischen Produkten an städtischen und parlamentarischen Anlässen." Die Punkte in diesem Postulat sind relativ einfach und lassen sich auf den folgenden Satz herunterbrechen, wonach das Angebot an tierischen Produkten weniger werden soll. Der Gemeinderat hat in seiner Antwort schon einige Massnahmen aufgezählt, die sinnvoll sind, um eine Reduktion der tierischen Produkte zu bewirken. Wir sind aber der Meinung, dass es schon noch etwas mehr braucht. Wir wollen eine grundsätzliche Veränderung. Wir wollen, dass es normal wird, dass es keine tierischen Produkte mehr gibt, die man nachher konsumiert. Das heisst, man kann als Einzelperson immer noch das Essen, was man will, aber die Veranstalter*innen von Anlässen haben die Weisung, dass sie auf tierische Produkte zu verzichten haben. Wir sind der Meinung, dass diese Massnahmen extrem viel bewirken können. Es ist so, dass das Ganze darum herum, was es braucht, für das nachher tierische Produkte konsumiert werden können, unserer Umwelt sehr schadet. Wir gehen davon aus, dass allen hier bewusst ist, dass das Herstellen und der Konsum von tierischen Produkten nicht hilfreich sind, wenn man sich die Welt anschaut und auch die Konsequenzen, die der Klimawandel mit sich bringt. Und wir wollen jetzt eben nicht die Einzelperson in den Fokus stellen, die nachher ihre Ernährung umstellen muss und auf ihr allein alles lastet, sondern wir wollen es umkehren und bewirken, dass der Default, also das normale an städtischen und parlamentarischen Anlässen halt ohne tierische Produkte ist. Das würde dann nämlich bedeuten, dass man eine Konfrontation mit dem Thema hätte. Man würde neue Ernährungssachen kennenlernen, man würde der Umwelt und dem Klima in dem Moment und mit dieser Massnahme einen Gefallen tun. Uns ist aber auch bewusst, dass solche Veränderungen Zeit brauchen. Uns ist auch bewusst, dass ein solches Thema alle Menschen bewegt, weil es um das Essen, die Nahrungsaufnahme, die Tradition, die Gewohnheit und die Veränderung geht. Deswegen wollen wir auch noch betonen, dass die Massnahmen, die es schon gibt, nicht schlecht sind. Wir wollen aber schlussendlich nicht nur "es nicht schlecht", wir wollen, dass es gut wird. Jetzt noch zur Abstimmung. Wir würden gerne verlangen, dass diese punktweise stattfindet, und wir fänden es natürlich grandios, wenn ihr alle Punkt 6 annehmt, aber wenn euch das wie nicht möglich ist, fände ich es auch cool, wenn ihr die anderen annehmen würdet. Merci.

  2. Speech
    Muriel Graf (AL) für dieStadtrat
    Agenda item 10: Interfraktionelle Motion SP/JUSO, FDP/JF, GFL/EVP, AL/GaP/PdA, GB/JA!: (Valentina Achermann, SP/Florence Schmid, JF/Mirjam Roder, GFL/Jemima Fischer, AL/Yasmin Abdullahi, JGLP/Jelena Filipovic, GB):»#TextMeWhenYouGetHome» in der Stadt Bern - Präventions- und Sensibilisierungsmassnahmen gegen sexualisierte Gewalt im öffentlichen Raum; Begründungsbericht

    Muriel Graf (AL) für die Fraktion: Ich kann mich allem, was meine Vorrednerinnen gesagt haben, anschliessen. Was ich gerne noch möchte, ist einfach noch kurz etwas sagen zum Melde-Tool, weil ich ja selber mehrere Jahre in der Opferhilfe gearbeitet und mittlerweile auch bei einem Nottelefon für Kinder und Jugendliche bin. Und der Punkt ist, ich finde das Melde-Tool ist wirklich intelligent ausgestaltet und ein Güte-Punkt der Anonymität, wo man sich anonym melden kann, wo man nachher alle Infos hat, wo man nachher darauf heraus entscheiden kann, ob man eine Anzeige machen will oder nicht. Das ist sehr gut gemacht und ich wollte wirklich auch nochmals sagen, dass das ein guter Schritt war und dass ich mir wünschen würde, dass es so weiter geht und dass man dort vor allem auch schaut, wie es weitergehen kann. Das heisst, wenn sich Menschen melden wegen sexualisierter Gewalt oder wegen Belästigung im öffentlichen Raum, dass man nachher auch schaut, dass die Stellen, die ausgeschrieben werden als Fachpersonen, die einem nachher helfen können, dass die wirklich auch finanziert werden und dort Fachpersonen arbeiten. Und sonst habe ich mir hier zu wenig Notizen gemacht. Aber vielen Dank für das Zuhören.

  3. Speech
    Muriel Graf (AL) für dieStadtrat
    Agenda item 6: Postulat Eva Gammenthaler (AL) - übernommen durch Raffael Joggi (AL): Überwindung des Kapitalismus: Fundierte Analyse des städtischen Handlungsspielraums

    Muriel Graf (AL) für die Fraktion: Ich verlese ihnen das Votum von Matteo, denn der ist nicht hier. Deswegen lese ich das vor. Wieso ist der Kapitalismus schlecht, weil er unsere Seele verkauft, bevor wir merken, dass wir überhaupt eine hatten und die Entfremdung als Fortschritt verkauft. So schreibt der Gemeinderat in seiner Antwort von nachhaltiger Gestaltung der Wirtschaftsordnung. Solche Entwicklungen sind purer Zynismus, der Inbegriff von progressivem Neoliberalismus, der in sozialen und nachhaltig Anliegen keinen Widerspruch zur alles einnehmenden Marktwirtschaft sieht. Es ist an der Zeit und im Sinne der Ziele unserer Stadt, in diesem Zusammenhang einen Nachhaltigkeitsbegriff zu schaffen. Seit dem Aufkommen des Nachhaltigkeitsparadigmas in den 80er Jahren haben sich die Umweltprobleme, die Folgen durch den Klimawandel verschärft. Statt die Probleme des Wachstumsimperativ zu lösen, beziehungsweise sich davon zu lösen, hat man dem kapitalistischen System so einfach einen neuen grünen Anstrich gegeben. Aber das ist und bleibt so kapitalistische Produktionsweise, Kapitalismus an sich, gibt es nur mit Umweltzerstörung, sozialer Ungerechtigkeit und Armut. Nachhaltigkeit ist heute ein Teil der kapitalistischen Ideologie. Es geht nicht um Selbstbegrenzung, die notwendig wäre, nicht um Umverteilung, sondern um einen dauerhaften Anstieg. Dementsprechend ist die Überwindung des Kapitalismus nicht nur ein Parteiprogramm, sondern eine notwendige Entwicklung, wenn wir unseren Zielen gerecht werden wollen. Am Ende der Dreissigerjahre hat Horkheimer geschrieben: "Wer aber vom Kapitalismus nicht reden will, soll auch vom Faschismus schweigen." Das gilt heute immer noch und ergänzt werden durch: "Wer aber vom Kapitalismus nicht reden will, soll auch von Nachhaltigkeit schweigen." Der kapitalistische Markt kann die Probleme, vor denen wir stehen, niemals lösen. Er ist nicht darauf ausgerichtet und kann auch nicht dorthin bewegt werden. Spannenderweise gibt es ja immer umgekehrte sozialistische Rettungspakete, fast nur dann, wenn die Banken gerettet werden müssen. Und das zeigt auch schön auf, dass der Kapitalismus sich selber nicht retten kann. Und auch dafür braucht es Ideen, die ausserhalb von alternativ zu ihm stehen. Nehmen wir also uns und unsere Ziele ernst.

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