CP

Chantal Perriard

Active
FDP.Die Liberalen
StadtratIV - Kirchenfeld-Schosshalde

Mandate
Party
FDP.Die Liberalen
Parliament
Stadtrat
Electoral district
IV - Kirchenfeld-Schosshalde
Seat number
15
Parliament page
Official profile
Personal
Gender
Female
Born
1967
Occupation
lic. iur., LL.M.
Language
German
References & source
Source body
351
Record updated
04.07.2026
First imported
14.08.2025
Voting record(867)
  1. Ja
    Stadtrat
    Result: 43 Yes · 5 No · 13 Abst. · 18 Absent
  2. Nein
    Stadtrat
    Result: 43 Yes · 20 No · 1 Abst. · 15 Absent
  3. Ja
    Stadtrat
    Result: 9 Yes · 48 No · 1 Abst. · 21 Absent
  4. Ja
    Stadtrat
    Result: 52 Yes · 6 No · 2 Abst. · 19 Absent
  5. Abwesend
    Stadtrat
    Result: 13 Yes · 38 No · 5 Abst. · 23 Absent
Interests(6)
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Speeches(28)
  1. Speech
    MitgliedStadtrat
    Agenda item 12: Motion: SP/JUSO: Leistungsvertrag mit dem Verein Museumsquartier; Annahme als Richtlinie
  2. Speech
    MitgliedStadtrat
    Agenda item 7: Postulat: Prävention sexualisierter Gewalt im Berner Nachtleben; Annahme
  3. Speech
    MitgliedStadtrat
    Agenda item 7: Interpellation: Fraktion FDP Auswirkungen und Umsetzungsprobleme des Vollzugskonzepts Geschäftsauslagen – Klärungsbedarf zur Gleichbehandlung und Sicherheit im öffentlichen Raum

    Chantal Perriard (FDP) für die Fraktion: Wer denkt in der Stadt Bern eigentlich noch an das Gewerbe und insbesondere an die Geschäfte in der Altstadt? Die Berner Altstadt ist kein gewöhnlicher Ort. Sie ist seit 1983 UNESCO-Weltkulturerbe und gehört damit zu den bedeutendsten Kulturgütern der Welt. Aber was bedeutet das? Es geht nicht nur um Gebäude. Sonst wäre die Altstadt ein Museum. Es geht um Leben, Vielfalt und Nutzung. Die Berner Altstadt lebt von kleinen Läden, Ateliers und spezialisierten Geschäften und natürlich von der besonderen Atmosphäre unter den Lauben. Einkaufen in der Altstadt ist kein Konsum wie in einem Einkaufszentrum. Es ist ein Erlebnis und das Herzblut der Gewerbetreibenden ist spürbar. Hier treffen Menschen, Wohnen, Gewerbe sowie Fuss-, Velo- und Autoverkehr auf engem Raum aufeinander. Andere Städte wie Luzern setzen bewusst auf die Förderung und Belebung ihrer Innenstädte, unter anderem auch mit Unterstützungsmassnahmen und in enger Zusammenarbeit mit dem Gewerbe. Genau diesen Ansatz brauchen wir hier in Bern; nicht nur Regulierung und Kontrolle, sondern auch eine aktive Stärkung der Altstadt als Wirtschafts- und Begegnungsraum.

    Viele Geschäfte stehen bereits heute unter erheblichem Druck, etwa durch hohe Mietkosten, verändertes Konsumverhalten oder den Onlinehandel. Gerade kleine Fachgeschäfte in der Altstadt verfügen oft nur über geringe Margen und sind auf Laufkundschaft, Sichtbarkeit und Spontankäufe angewiesen. Vor diesem Hintergrund sind die Einschränkungen bei den Geschäftsauslagen kritisch zu beurteilen. Es geht nicht um die Ablehnung notwendiger Regeln, sondern um eine verhältnismässige Umsetzung. Die neuen Vorgaben führen bei zahlreichen Gewerbetreibenden zu grosser Verunsicherung. Zudem spricht das Gewerbe von Umsatzeinbussen von rund 10%. Gerade kleinere Geschäfte, die auf Sichtbarkeit und spontane Kundschaft angewiesen sind, spüren die Auswirkungen besonders stark. Für gewisse Betriebe stellt sich zunehmend auch die Existenzfrage. Bereits heute stehen einzelne Ladenlokale leer. Der aktuellen Situation des Altstadtgewerbes wird aus unserer Sicht zu wenig Rechnung getragen. Hinzu kommt, dass das Altstadtgewerbe derzeit teilweise auch aufgrund kantonaler Vorgaben mit weiteren Einschränkungen und Regulierungen konfrontiert ist. Dazu gehören insbesondere kürzere Ladenöffnungszeiten am Samstag seit Anfang Jahr, zusätzliche Vorschriften bei der Schaufensterbeleuchtung, die aktuell umgesetzt werden.

    Die Präsidentin bittet um Ruhe im Saal.

    Aktuell wird national darüber diskutiert, wie Geschäfte bei Umsatzeinbussen infolge von Baustellen besser unterstützt werden können. In Bern ist das noch kein Thema. Umso wichtiger wäre es, die wirtschaftlichen Auswirkungen dieses Vollzugskonzepts umgehend ernsthaft zu untersuchen und die notwendigen Schlüsse daraus zu ziehen. Mehrere Medien haben in den vergangenen Wochen über die Sorgen des Altstadtgewerbes berichtet. Das zeigt, hier geht es nicht um Einzelfälle. Gleichzeitig sagt der Gemeinderat, es gebe positive Rückmeldungen, verfügt aber über keine belastbaren Zahlen und zu Frequenzen oder Umsätzen. Das genügt nicht. Und wir dürfen nicht vergessen: Die Geschäftsinhaberinnen und Geschäftsinhaber tragen die Altstadt mit. Sie investieren, schaffen Arbeitsplätze und sorgen für die Vielfalt, die wir alle wollen. Aber sie tragen auch das wirtschaftliche Risiko. Und genau deshalb müssen wir ihre Sorgen ernst nehmen. Selbstverständlich müssen die Lauben hindernisfrei und sicher sein. Das bestreitet niemand. Aber eine perfekt regulierte Altstadt ist noch lange keine attraktive Altstadt. Denn, wenn wir ehrlich sind, stehen wir vor einer Grundsatzfrage: Wollen wir eine Altstadt, die nur verwaltet wird oder eine Altstadt, die lebt?

    Wir regen an, dass der Gemeinderat eine umfassende Evaluation der Auswirkungen dieses Vollzugskonzepts auf Frequenzen, Umsätze und Aufenthaltsqualität, mehr Augenmass und Verhältnismässigkeit im Vollzug, pragmatische Einzelfalllösungen statt schematischer Anwendung, einen stärkeren Einbezug von Gewerbe, Bern City und den Altstadtleisten sowie ein Gesamtkonzept für eine lebendige und gleichzeitig hindernisfreie Altstadt aufzeigt. Denn eines ist klar: Das UNESCO-Weltkulturerbe besteht nicht nur aus Sandstein, sondern aus Menschen und Geschäften, die es mit Leben füllen. Besten Dank.

  4. Speech
    MitgliedStadtrat
    Agenda item 3: Motion: Lärm, Stress und Schadstoffe reduzieren: Einschränkung von Feuerwerk zum Schutz von Mensch, Tier und Umwelt; Ablehnung/Annahme als Postulat/Prüfungsbericht

    Chantal Perriard (FDP), Einzelvotum: Feuerwerk gehört für viele Menschen zum 1. August oder zu Silvester. Dagegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Traditionen haben ihren Wert und sollen nicht leichtfertig in Frage gestellt werden. Die Frage ist aber vielmehr, warum es unbedingt die lautesten und belastendsten Formen von Feuerwerk sein müssen. Jedes Jahr verletzen sich Menschen schwer an Feuerwerk und beklagen Verbrennungen, Augenverletzungen oder bleibende Hörschäden. Gerade Böller erzeugen vor allem Lärm, aber kaum einen visuellen Effekt. Ein Böller kann ein Ohr um Jahrzehnte altern lassen. Knallendes Feuerwerk kann Tiere in Panik versetzen und belastet auch die Umwelt unnötig.

    Rund 3% des gesamten Feinstaubs stammen nur aus Feuerwerk. Das ist eine grosse Menge für eine kurze Unterhaltung. Zudem bleibt der Abfall danach häufig im öffentlichen Raum liegen. Es ist doch unser Ziel, die Emissionen zu senken. Weshalb sollten wir hier die Realität ignorieren? Dass dieses Anliegen viele Menschen teilen, zeigt auch die bereits repräsentative Studie des Forschungsinstituts GFS Bern. Rund 68% der Bevölkerung unterstützen Einschränkungen beim lauten Feuerwerk. Auch der Bundesrat hält in seiner Botschaft fest, dass Feuerwerk Lärm, Feinstaub, Belastungen für Tiere sowie Unfall- und Brandrisiken verursacht. Wenn diese Probleme unbestritten sind und Gemeinden Handlungsspielraum haben, warum sollte Bern nicht einen Schritt weitergehen?

    Ich komme jetzt noch auf diesen Satz zurück, der anscheinend an der FDP klebt, wie wir es gehört haben. Ich finde ihn aber wichtig. Deshalb erlaube ich mir, diesen Satz doch wieder zu bringen: Freiheit bedeutet nicht, dass alles erlaubt ist. Gerade in dicht besiedelten Städten braucht es Regeln, damit die Freiheit des einen nicht zur Belastung für andere wird.

    Rund 90% des Feuerwerks in der Schweiz werden importiert, der grösste Teil davon aus China. In der Schweiz wird nur ein kleiner Teil produziert, meist für professionelle Shows. Vorliegend geht es jedoch nicht darum, wo das Feuerwerk produziert wird. Entscheidend sind die Folgen für Menschen, Tiere und Umwelt. Und ehrlich gesagt. Was gefällt uns am Feuerwerk wirklich? Die ohrenbetäubenden Explosionen oder doch die Farben und das Funkeln am Himmel? Genau das Schöne können wir beibehalten. Es geht nicht darum, Feuerwerk oder Traditionen abzuschaffen. Neue Formen wie stille Pyrotechnik, Drohnenshows, Lichtinszenierungen zeigen seit Jahren, dass beeindruckende Effekte auch ohne starken Knall möglich sind. Viele Menschen wünschen sich solche Alternativen. Entscheidend ist deshalb, die lautesten und belastendsten Formen einzuschränken, und dort Regeln zu setzen, wo die Belastung für Menschen, Tiere und Umwelt am grössten ist. Ich hatte das Glück, mit Tieren aufwachsen zu dürfen, und habe auch heute noch einen Hund und eine Katze. Jedes Jahr sehe ich, was diese Nächte für sie bedeuten, immer wieder derselbe Stress. Heute kann ich mich für sie einsetzen. Darum gebe ich heute auch den Tieren eine Stimme.

  5. Speech
    MitgliedStadtrat
    Agenda item 6: Initiative für eine konsequente Klimapolitik (Klimagerechtigkeitsinitiative)

    Chantal Perriard (FDP) für die Fraktion: Heute geht es nicht um eine inhaltliche Entscheidung zur Klimagerechtigkeitsinitiative und auch nicht um die Klimaziele der Stadt Bern. Heute geht es ausschliesslich um die Frage, ob dem Gemeinderat ausreichend Zeit eingeräumt wird, um einen fundierten Gegenvorschlag auszuarbeiten. Die Stimmbevölkerung hat Anspruch auf eine seriöse Entscheidungsgrundlage. Dazu gehört, dass neben der Initiative auch ein konkret ausgearbeiteter Gegenvorschlag vorliegt. Eine Fristverlängerung ist deshalb kein politisches Signal gegen den Klimaschutz, sondern Ausdruck eines sorgfältigen und verantwortungsvollen parlamentarischen Vorgehens. Die FDP-Fraktion unterstützt daher die beantragte Fristverlängerung.

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  • Version 1
    01.01.2025 – 31.12.2199

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