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BE

Interlaken

StadtWith parliament
SwitzerlandBE5'610 Residents30 Seats
Profile
Type
Stadt
Country
Switzerland
Canton
BE
Has parliament
Yes
Population
5'610
Seats (legislative)
30
Executive
Gemeinderat
Seats (executive)
7
References & source
Wikidata
Q68103
Flag
Flag
Body key
581
Source language
DE
Texts(34)
  • BegründungTEXT
    Grosser Gemeinderat vom 24. Juni 2025 Motionär Roger Rüegger erklärt, die Verkehrssituation an der Kreuzung Bahnhofstrasse – Kanalpromenade – Fabrikstrasse sei seit längerer Zeit unbefriedigend. Insbesondere zu Stosszeiten komme es durch haltende Busse an der Haltestelle H regelmässig zu Rückstaus, die den Verkehrsfluss stark behinderten und zu langen Wartezeiten für Autofahrer, Lieferdienste und öffentliche Verkehrsmittel führten. Diese Situation sei sowohl für die Anwohnenden als auch für Gäste der Tourismusregion unzumutbar und wirke sich negativ auf die Standortqualität von Interlaken aus. Die heutige Position der Haltestelle H erweise sich als ungeeignet, da sie unmittelbar im Strassenraum liege und damit bei jedem Halt den gesamten Verkehr blockiere. Eine Verlegung der Haltestelle an einen besser geeigneten Ort – beispielsweise in unmittelbarer Nähe am Bahnhof West – könnte die Situation verbessern und sei daher ein zentraler Bestandteil dieser Motion. Darüber hinaus könne der Gemeinderat weitere Massnahmen vorschlagen, die zur Entlastung der Kreuzung beitragen könnten. Es sei im Interesse aller Verkehrsteilnehmenden, dass rasch und wirkungsvoll gehandelt werde. Der Gemeinderat solle dem Grossen Gemeinderat deshalb einen Lösungsvorschlag unterbreiten, der konkret aufzeige, wo, wann, wie und mit welchen Kosten eine nachhaltige Verbesserung erreicht werden könne. Die Verbesserung des Verkehrsflusses an dieser neuralgischen Stelle sei nicht nur eine Frage der Effizienz, sondern auch der Sicherheit und der Standortattraktivität unserer Gemeinde.
  • Text des VorstossesTEXT
    Der Gemeinderat wird aufgefordert, Massnahmen zur Verbesserung des Verkehrsflusses an der Kreuzung Bahnhofstrasse - Kanalpromenade - Fabrikstrasse zu erlassen und dem GGR eine Änderung des heutigen Zustandes vorzuschlagen. Insbesondere soll verhindert werden, dass der Verkehr durch haltende Busse an der Haltestelle H regelmässig minutenlang blockiert wird. Die Aufhebung der Haltestelle H und verschieben auf eine andere Haltestelle muss zwingend in der Lösung enthalten sein. Wenn der Gemeinderat andere Möglichkeiten sieht, wie die Situation noch zusätzlich verbessert werden kann, sind diese ausdrücklich erwünscht. Der Gemeinderat soll dem GGR einen Lösungsvorschlag unterbreiten und aufzeigen, was in welcher Zeit und zu welchen Kosten gemacht werden muss, damit die heutige unbefriedigende Situation entschärft werden kann.
  • BegründungTEXT
    Grosser Gemeinderat vom 10. Dezember 2024 Motionärin Manuela Nyffeler führt aus, dass das Kurtaxenreglement letztmals im Jahr 2019 geändert wurde. Seither gab es die Corona-Pandemie mit spürbaren Auswirkungen auf den Tourismus und die Gemeindefinanzen. Heute besuchten die Gäste im Sommer wie im Winter in grosser Zahl unsere Region. Mit allen Vor- und Nachteilen. Das Buchungs- und Reiseverhalten der Gäste habe sich in den letzten Jahren massgeblich verändert. Aufgrund der Erfahrungen der letzten Jahre und mit Blick in die Zukunft sei nun der richtige Zeitpunkt, das Kurtaxenreglement genau zu prüfen und anzupassen – insbesondere in Bezug auf die Bemessung der Kurtaxe und die Verwendung der Einnahmen. Diverse Rückmeldungen aus der Bevölkerung zeigten, dass das Verständnis und der Goodwill gegenüber dem (Massen-)Tourismus seine Grenzen erreicht habe und dringend Massnahmen getroffen werden müssten. Am Wahlsonntag vom 24. November 2024 habe die Bevölkerung in Interlaken über das Budget 2025 abgestimmt. Die Stimmbeteiligung sei mit 45.2 % recht hoch gewesen, die Zustimmung mit 50.8 % aber sehr knapp ausgefallen. Sie deuteten die vielen Nein-Stimmen zu einem grossen Teil als Unzufriedenheit und Unverständnis darüber, dass die Einheimischen mehr Steuern bezahlen sollten, obwohl Massen von Touristen in unsere Region strömten und bereit seien, hier Geld auszugeben. Die Bevölkerung müsse mehr von diesen Einnahmen profitieren können und dies im Alltag spüren. Die Kurtaxe müsse der allgemeinen Preisentwicklung angepasst werden. Die Kosten für die Infrastruktur und deren Unterhalt würden steigen, nicht aber die Einnahmen. Schon mehrmals sei im Parlament gesagt worden, dass der Gemeinderat in dieser Hinsicht aktiv werden solle. Der Gemeindepräsident habe vorhin über seine entsprechenden Vorstösse berichtet. Bisher habe es Rückzahlungen aus Kurtaxen im Umfang von 200'000 Franken gegeben, durch TOI an die Gemeinden. Für die Zukunft fehle jedoch eine verbindliche und klare Regelung für die Mittelverwendung und allfällige Mittelrückflüsse. Zuletzt sei die Kurtaxe auf CHF 2.20 im Winter und CHF 2.50 im Sommer angesetzt worden – dieser Beschluss stamme allerdings aus dem Jahr 2005, das sei bald 20 Jahre her. Eine Erhöhung und damit Anpassung an die Preisentwicklung sei dringend angezeigt. Ein Vergleich mit den umliegenden Tourismusgemeinden zeige, dass die meisten in den letzten Jahren ihre Arbeit gemacht und ihre Kurtaxe erhöht hätten. Einige Beispiele aus der Region Berner Oberland (pro erwachsene Person, pro Nacht, exkl. Beherbergungsabgabe von CHF 1.–): - Grindelwald CHF 4.20 - Adelboden CHF 4.20 - Thun CHF 3.50 - Spiez CHF 3.50 Interlaken dürfte sich ebenfalls eine Anpassung erlauben. Im Hinblick auf die zahlreichen Investitionen, die in den nächsten Jahren anstünden und von denen nicht nur die Einwohnerinnen und Einwohner, sondern auch die Gäste der Destination massgeblich profitieren würden, sähen sie die Zeit gekommen, eine Basis für die Zukunft zu schaffen. Das Parlament brauche mehr Einflussnahme und verfüge als Steuerungsinstrument über das Kurtaxenreglement. Die Motion habe zum Ziel, das Reglement gemeinsam mit Vertretungen aus Tourismus und Hotellerie anzupassen, um eine solide Grundlage für eine zeitgemässe, transparente und verbindliche Erhebung und Verwendung der Kurtaxeneinnahmen zu schaffen. Gleichzeitig solle geprüft werden, inwiefern die Abrechnung der Kurtaxe, beispielsweise über Plattformbetreibende, vereinfacht werden könne. Die Einnahmen sollten nicht nur den Touristen dienen, sondern auch der Region und ihren Einwohnerinnen und Einwohnern von Nutzen sein.
  • Text des VorstossesTEXT
    Der Gemeinderat wird aufgefordert zu prüfen, welche Anpassungen im Kurtaxenreglement notwendig sind, um Bemessung, Verwendung und Vollzug der Kurtaxe zeitgemäss, transparenter und verbindlicher zu regeln. Im Speziellen ist der Artikel 3 Bemessung anzupassen. Dabei sind folgende Punkte zu berücksichtigen: - Die Maximalbeträge der Kurtaxe sind unter Berücksichtigung der Preisentwicklung zu erhöhen. - Der Gemeinderat soll einen Weg aufzeigen, wie künftig die Höhe der Kurtaxe nach Anhören der Tourismusorganisation Interlaken und nicht einzig durch diese festgelegt werden kann. Des Weiteren sind folgende Themen zu prüfen: - Aufhebung Unterscheidung Sommer- und Wintertarif (Artikel 3 Bemessung) - Überprüfung des Prozesses und der Kontrolle und Rechenschaftsablegung über die Verwendung der Kurtaxe durch die Organe (Aufsichtspflicht Gemeinderat) (Artikel 6 Bezug, Ziffer 4) - Die Möglichkeit der Verwendung der Kurtaxe soll klarer eruiert werden und die Definition was rechtlich «im Interesse der Gäste» bedeutet, geklärt und möglichst grosszügig ausgelegt werden. (Artikel 12 Verwendung) - Es ist eine Vereinheitlichung des Kurtaxenregimes mit den zur Destination Interlaken gehörenden Gemeinden anzustreben. Dies mit dem Ziel, die Inkassomassnahmen bei Plattformbetreibenden zu vereinfachen und zu automatisieren. Dem Grossen Gemeinderat sind entsprechend notwendige Änderungen im Kurtaxenreglement zu unterbreiten. Der Gemeinderat hat zu prüfen, ob für die Ausarbeitung der Anpassungen im Kurtaxenreglement eine nicht ständige Kommission oder eine Arbeitsgruppe mit Vertretungen aus den Parteien und dem Tourismus einzuberufen ist.  ,
  • BegründungTEXT
    17. Oktober 2023Sanierungskonzept
    Grosser Gemeinderat vom 17. Oktober 2023 Motionär Adrian Aulbach erklärt, er habe die beiden Motionen zusammen eingereicht, weil sie einen gewissen Zusammenhang hätten. Es habe in letzter Zeit mehrere unangenehme Überraschungen gegeben, u.a. sei die Heizung in der Aula ausgefallen, im Gemeindehaus drohte die Heizung auszufallen und musste zügig ersetzt bzw. der Ersatz beschlossen werden. Jedes Mal sei im GGR bemängelt worden, dass man zu wenig mitreden könne. Auch das Volk habe nicht wirklich die Möglichkeit abzulehnen, was dringlich sei. Der Gemeinderat werde ebenso vor vollendete Tatsachen gestellt und müsse schnellstmöglich eine Lösung vorlegen. Es gebe nicht immer die beste und günstigste Lösung bei solchen Hauruckübungen. Wenn man nicht längerfristig planen könne, ob etwa zuerst isoliert und dann die Heizung mit weniger Leistung ersetzt werden solle. Weiter gebe es Projekte, die mehrmals geplant wurden, dann aber zum falschen Zeitpunkt gekommen seien und abgeschrieben wurden. Bei der Aula zum Beispiel habe man letztes Mal eine halbe Million Planungskosten abgeschrieben. Eine grundlegendere Planung sowie die Kenntnis des Zustands der Gebäude und des Bedarfs würde eine sinnvolle Planung und die Nutzung von Synergien ermöglichen und Kosten senken. Zudem wäre es eine gute Grundlage für zukunftsfähige Ideen aus dem Gemeinderat, dem GGR oder dem Volk.

Data: OpenParlData · CC BY 4.0