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Super-El-Niño und IZA-Kürzungen – wie bleibt die Schweiz handlungsfähig?

(26.4330)InterpellationDéposé
Suisse30 sept. 2026
Profil
Type
Interpellation
État
Déposé
Parlement
Suisse
Numéro
26.4330
Début
30 sept. 2026
Références et source
Registre officiel
Profil officiel
ID externe
20264330
Contributions(2)
  • Jon PultAuteurParti Socialiste
  • NationalratConseil initial
Chronologie(1)
  • Déposé
Textes(2)
  • Titre de l'objetTEXT
    Titre suit
  • Eingereichter TextTEXT

    Die Weltorganisation für Meteorologie warnt vor einer Verstärkung des aktuellen El Niño und erhöhten Risiken für Dürren, Starkregen und Hitzewellen. Damit drohen Ernteausfälle und ein wachsender humanitärer Bedarf. Laut einer Modellrechnung des Climate Impact Lab könnten zwischen Juni 2026 und Februar 2027 weltweit rund 451’000 zusätzliche hitzebedingte Todesfälle gegenüber einem normalen Jahr auftreten.  Gleichzeitig hat der Bundesrat am 24. Juni 2026 Einsparungen von rund 113 Millionen Franken für 2027–2030 und den Abbau von rund 100 Stellen in der internationalen Zusammenarbeit (IZA) angekündigt. Die humanitäre Hilfe soll zulasten der längerfristigen Entwicklungszusammenarbeit ausgebaut werden.

     

    Der Bundesrat wird gebeten, folgende Fragen zu beantworten:

     

    1. Welche Folgen von El Niño erwartet er 2026/2027 für Ernährungssicherheit, Wasserversorgung und Gesundheit in den Partnerländern der Schweizer IZA? Wo sieht er den grössten zusätzlichen Unterstützungsbedarf?
    2. Welche vorsorglichen Massnahmen hat die Schweiz gemeinsam mit Partnerländern und Organisationen wie dem Welternährungsprogramm und der FAO eingeleitet? Welche Mittel stehen dafür bereit?
    3. Welche Programme zur Ernährungssicherheit, Klimaanpassung und Katastrophenvorsorge werden durch die beschlossenen oder geplanten IZA-Kürzungen eingeschränkt? Welche besonders durch El Niño gefährdeten Länder sind betroffen?
    4. Welche Folgen haben der geplante Stellenabbau, insbesondere beim Lokalpersonal, und der Rückzug der Entwicklungszusammenarbeit aus Lateinamerika für die Früherkennung klimabedingter Krisen und die Zusammenarbeit mit lokalen Partnern?
    5. Hat er bei seinen Sparentscheiden geprüft, ob geringere Investitionen in Prävention und Widerstandsfähigkeit höhere humanitäre Folgekosten verursachen? Auf welche Erkenntnisse stützt er sich?
    6. Ist er angesichts der El-Niño-Risiken bereit, die geplanten Kürzungen zu überprüfen und nötigenfalls zusätzliche Mittel zu beantragen, damit sowohl die akute Hilfe als auch die langfristige Vorsorge gesichert sind?

Données: OpenParlData · CC BY 4.0