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JS

Jigme Shitsetsang

Aktiv
FDP.Die LiberalenFDP-Fraktion 2024/2028
KantonsratWil

Mandat
Partei
FDP.Die LiberalenQuelle: FDP
Fraktion
FDP-Fraktion 2024/2028
Wahlkreis
Wil
Parlamentsseite
Offizielles Profil
Persönliches
Geschlecht
Männlich
Geboren
1. Januar 1971
Beruf
Stadtrat
Sprache
Deutsch
Ebenfalls aktiv in
Stadtparlament (SG)
FDP.Die LiberalenAktiv
Referenzen & Quelle
Wikidata
Q104767133
Quell-Körperschaft
SG
Quelle aktualisiert
28.01.2026
Datensatz aktualisiert
03.09.2026
Erstmals importiert
14.08.2025
Abstimmungsverhalten(379)
  1. Ja
    Kantonsrat
    Ergebnis: 110 Ja · 0 Nein · 2 Enth. · 8 Abwesend
  2. Nein
    Kantonsrat
    Ergebnis: 41 Ja · 75 Nein · 0 Enth. · 4 Abwesend
  3. Nein
    Kantonsrat
    Ergebnis: 42 Ja · 73 Nein · 1 Enth. · 4 Abwesend
  4. Nein
    Kantonsrat
    Ergebnis: 41 Ja · 72 Nein · 1 Enth. · 6 Abwesend
  5. Ja
    Kantonsrat
    Ergebnis: 27 Ja · 54 Nein · 30 Enth. · 9 Abwesend
Interessenbindungen(19)
  • Tätigkeiten in Führungs- und Aufsichtsgremien wirtschaftlicher Unternehmen und Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des privaten und öffentlichen RechtsStadtparlament
  • Tätigkeiten in Führungs- und Aufsichtsgremien wirtschaftlicher Unternehmen und Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des privaten und öffentlichen RechtsStadtparlament
  • Tätigkeiten in Führungs- und Aufsichtsgremien wirtschaftlicher Unternehmen und Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des privaten und öffentlichen RechtsStadtparlament
  • Tätigkeiten in Führungs- und Aufsichtsgremien wirtschaftlicher Unternehmen und Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des privaten und öffentlichen RechtsStadtparlament
  • Tätigkeiten in Führungs- und Aufsichtsgremien wirtschaftlicher Unternehmen und Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des privaten und öffentlichen RechtsStadtparlament
Zutrittsausweise

Keine Zutrittsausweise vergeben.

Reden(3)
  1. Rede
    Rede
    Mitglied des KantonsratesKantonsrat

    Shitsetsang-Wil: Auf die Motion ist einzutreten. Ich lege meine Interessen offen: Ich bin Departementsvorsteher Bildung und Sport der Stadt Wil und Vorstandsmitglied des Verbands St.Galler Schulträger.

    Heute diskutieren wir nicht über die Frage, ob Französisch für unsere Schülerinnen und Schüler wichtig ist. Das ist unbestritten. Die Frage ist vielmehr, wann der richtige Zeitpunkt ist, um diese Sprache zu lernen, damit der Unterricht seine Wirkung entfaltet.

    Die Realität in unseren Schulen zeigt klar: Frühfranzösisch in der Primarstufe überfordert sehr oft viele Kinder. Sie haben gleichzeitig den Einstieg in Englisch, Deutsch bleibt eine Baustelle, und schon früh erleben sie Frust statt Motivation. Die Lehrpersonen berichten von oberflächlichem Lernen und von Vokabeln, die vergessen werden, bevor sie angewendet werden können. Eine Sprache lernt man nicht durch frühes Antippen, sondern durch eine gewisse Reife, Konzentration und den Bezug zum Alltag. Auf der Oberstufe haben die Jugendlichen mehr sprachliche Fähigkeiten und mehr Lernstrategien. Sie verstehen besser, warum Französisch als Landessprache und als Zugang zur Romandie und zu Europa wichtig ist. Sprache entsteht in erster Linie durch Begegnungen. Austauschprogramme machen das Französisch greifbar, persönlich und nachhaltig. Entsprechende Austauschprogramme sind auf der Oberstufe deshalb zu fördern. Dann entsteht nachhaltiges Lernen. Unsere Bundesrätin und Innenministerin Baume-Schneider sollte sich besonders für die Förderung solcher Austauschprogramme einsetzen.

    Wir müssen uns von der Illusion lösen, dass «früher» automatisch «besser» bedeutet. Was wir heute betreiben, ist Flickwerk – viel Aufwand, wenig Ertrag. Verschieben wir den Start des Französischunterrichts auf die Oberstufe. Dort kann er vertieft, systematisch und nachhaltig aufgebaut werden. Wir stärken damit sowohl die Motivation unserer Kinder wie auch die Qualität des Unterrichts. Das nützt letztlich allen: unseren Schülerinnen und Schülern, unseren Lehrpersonen sowie dem Zusammenhalt in unserem Land.

  2. Rede
    Rede
    Mitglied des KantonsratesKantonsrat

    Shitsetsang-Wil (im Namen der FDP-Fraktion): Auf die Motion ist nicht einzutreten.

    Pflegende Angehörige leisten Enormes – menschlich wie auch wirtschaftlich. Es ist richtig, dass wir ihre Arbeit anerkennen und fair entschädigen. Die Regierung zeigt nach unserer Ansicht hier Augenmass. Sie teilt das Anliegen der Motion, verzichtet aber auf vorschnelle Obergrenzen. Das ist richtig so. Die Regierung erwähnt in ihrer Antwort, dass sie bereit ist, im Rahmen der Revision des Gesundheitsgesetzes zu prüfen, ob die bisherigen Höchstansätze durch Normkosten ersetzt werden sollen. Somit haben wir dann die Chance, mit einer gut abgestimmten Finanzierung der Angehörigenpflege bestehende Versorgungslücken weiter zu schliessen und unser Versorgungssystem insgesamt zu stärken. Wenn Angehörige gut unterstützt werden, können viele Menschen länger zuhause leben. Das ist im Interesse der Betroffenen und es hilft, unnötige, stationäre Kosten und Eintritte in Alters- und Pflegeheime zu vermeiden. Das entlastet nicht nur die Gemeinden, sondern auch die kantonalen Sozialkosten langfristig.

    Wir sollten aber auch nicht vergessen: Wir haben im Kanton St.Gallen wie in der ganzen Schweiz eine bewährte Koexistenz von staatlichen, staatsnahen und privaten Anbietern im Gesundheitswesen, in der Pflege, in der Kinderbetreuung und in der Integration. Überall arbeiten öffentliche und private Träger nebeneinander, oft ergänzend. Diese Vielfalt ist kein Problem, sondern eine Stärke. Sie schafft Versorgungssicherheit, Innovation und auch Wahlfreiheit. Und ja, private Anbieter müssen Gewinne erzielen. Das ist nicht verwerflich, sondern notwendig, damit sie investieren, faire Löhne zahlen und qualitativ gute Leistungen erbringen können. Entscheidend ist, dass alle, ob öffentlich oder privat, nach denselben Regeln spielen: transparente Abrechnung, klare Qualitätsvorgaben, faire Vergütung. Eine reflexartige Abwertung privatwirtschaftlicher Akteure, wie es die vorgängigen Votantinnen und Votanten getan haben, oder gar eine Verstaatlichungsdebatte, hilft niemandem weiter. Was wir brauchen, ist eine kluge Steuerung, eine vernünftige Aufsicht, ein faires Finanzierungssystem und gegenseitigen Respekt. Im Namen der FDP-Fraktion danke ich der Regierung für ihren ausgewogenen Kurs und empfehle, diesen gemeinsam weiterzugehen.

  3. Rede
    Rede
    Mitglied des KantonsratesKantonsrat

    Shitsetsang-Wil: Auf die Vorlage ist einzutreten. Ich lege meine Interessen offen: Ich bin Stadtrat und Bewohner der Stadt Wil.

    Heute beraten wir mit WILWEST nicht irgendein Projekt. Es geht um eine strategische Weichenstellung für den Kanton St.Gallen, für den Wirtschaftsstandort Ostschweiz und insbesondere für die Region Wil mit rund 120'000 Einwohnerinnen und Einwohnern. WILWEST ist ein Leuchtturmprojekt. An einer verkehrstechnisch idealen Lage entsteht eine moderne, vernetzte und nachhaltige Wirtschaftszone – ein echter Mehrwert für die gesamte Ostschweiz. Gerade jetzt, da die Kantone St.Gallen und Thurgau mit hohen Defiziten ringen und mit der Abwanderung eines Schwergewichts wie der Helvetia Versicherungen ein weiterer Warnruf ertönt, braucht es ein klares Signal des wirtschaftlichen Aufbruchs.

    WILWEST ist mehr als ein Wirtschaftsprojekt. Es ist ein zentrales Element des Agglomerationsprogramms Wil und damit essenziell für die verkehrliche Entlastung der gesamten Region. Nur mit diesem Projekt können dringend notwendige Verbesserungen realisiert werden wie z.B. neue Bahn- und Bushaltestellen, neue und sichere Fuss- und Veloverbindungen und ein zusätzlicher, vom Bund finanzierter Autobahnanschluss und damit die dringend benötigte Entlastung für die gesamte Region Wil und sämtliche umliegenden Gemeinden.

    Heute staut sich der Verkehr vor den Autobahnausfahrten in Wil regelmässig über hunderte von Metern auf dem Pannenstreifen – eine untragbare Gefährdung sämtlicher Verkehrsteilnehmer auf der Autobahn. Ohne WILWEST bleibt diese Situation bestehen mit allen bekannten negativen Folgen für den öV, für die Pendlerinnen und Pendler und für die regionale Entwicklung. WILWEST ist eine Investition in die Resilienz unseres Kantons und ein Bekenntnis zur kantonalen Solidarität. Diese Solidarität hat unseren Ringkanton stets gestärkt. Sie wurde gelebt bei den Umfahrungsstrassen im Toggenburg, beim Campus Wattwil, bei der Erweiterung der Kantonsschule Sargans oder z.B. auch beim Klanghaus. Immer war es ein Miteinander, das solche Projekte möglich gemacht hat.

    Der Kanton St.Gallen hat auch immer wieder in Projekte investiert, die einzelnen Sektoren oder spezifischen Interessen dienten, weil wir als Ganzes davon profitieren. Denken wir z.B. an die Unterstützung für die Landwirtschaft bei der Umsetzung des Meliorationsprogramms, beim Hochwasserschutz, bei Agrarstrukturen oder bei der Finanzierung von Tierwohl und Biodiversitätsbeiträgen – stets mitgetragen von diesem Kantonsrat und von der Stimmbevölkerung, auch aus den städtischen Regionen.

    Diese Solidarität war und ist nie selbstverständlich. Sie beruht auf gegenseitigem Vertrauen und auf der Überzeugung, dass der Kanton nur dann stark ist, wenn alle Regionen und alle Sektoren zusammenstehen. Wenn wir nun heute zaudern, verlieren wir Chancen, Arbeitsplätze und Perspektiven, nicht nur für die Region Wil, sondern für den gesamten Kanton. Eine Ablehnung von WILWEST wäre ein fatales Signal und ein Bruch mit der bewährten kantonalen Solidarität. Das Vertrauen zwischen den Regionen würde Schaden nehmen. Künftige Vorhaben, ob im Zentrum oder in der Peripherie des Kantons, würden schwerer mehrheitsfähig werden und St.Gallen verlöre im Standortwettbewerb weiter an Boden gegenüber Kantonen, die mutig investieren und bereit sind, Bundesmittel abzurufen. Wir dürfen hier nicht abseits stehen. Darum bitte ich Sie, nehmen wir als Kantonsräte unsere Verantwortung wahr: Sagen wir Ja zu einem starken Ringkanton, Ja zur kantonalen Solidarität, Ja zu einer zukunftsfähigen Ostschweiz mit funktionierender Mobilität und echten Perspektiven.

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  • Version 1
    01.01.2025 – 17.09.2025
  • Version 1
    01.01.2025 – 04.10.2025
  • Version 2
    17.09.2025 – 04.10.2025
  • Version 2
    04.10.2025
  • Version 3
    04.10.2025

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