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Restrukturierung der Post

(02.314)StandesinitiativeErledigt
Schweiz25.11.2002
Speeches(6)
Sorted by Speech date, Descending
6 Results
  • Redetext
    Gian-Reto Plattner(Sozialdemokratische Partei)
    Schweiz
  • Redetext
    Dick Marty(FDP.Die Liberalen)
    Schweiz

    Vous comprendrez que je prenne la parole même si je n'avais pas prévu de le faire, vu que mon collègue Lombardi avait fait une proposition de minorité et que c'est lui qui aurait dû argumenter. Mais vu les circonstances, j'aimerais quand même vous proposer quelques réflexions.

    Tout d'abord, je constate qu'au sein de la commission, il y a quand même un malaise, Monsieur Leuenberger-Solothurn: parce qu'une fois, concernant l'initiative du canton du Tessin "Réduction des centres de tri du courrier", elle propose de ne pas donner suite par 5 voix contre 2 et avec 3 abstentions, et l'autre fois, concernant l'initiative du canton du Valais "Restructuration de la Poste", elle propose de ne pas donner suite par 5 voix sans opposition et avec 5 abstentions. Donc, il y a un malaise, et ce malaise est ressenti dans la population.

    La Poste est en train de procéder à cette restructuration d'une façon, je dirai, un peu brutale et sans consulter suffisamment les autorités locales. La Poste, comme les Chemins de fer fédéraux, ne sont pas des entreprises comme les autres. La Poste et les CFF, comme les douaniers, ont constitué et constituent toujours dans ce pays un facteur important de cohésion nationale. La façon dont cette restructuration est conduite soulève quelques craintes même si on [PAGE 987] est tout à fait conscient des obligations financières et de la pression auxquelles l'entreprise est soumise.

    En tant que Suisse italien, je dois quand même constater, qu'il s'agisse des CFF, de la Poste ou de l'armée, que chaque fois qu'il y a une décision de restructuration, le choix se fait systématiquement en faveur du Nord des Alpes. Lorsque pour les CFF il a fallu choisir entre Bâle et Chiasso pour construire une gare de triage, c'est bien évidemment Bâle qui a été choisie; maintenant, pour les centres de tri de la Poste, on prévoit aussi d'éliminer le centre au Tessin. Or je me permets quand même de vous rappeler que le Tessin n'est peut-être pas tout à fait un canton comme les autres. C'est le seul canton qui est entièrement au Sud des Alpes; ce qui signifie, avec les problèmes de trafic aujourd'hui, quand même une particularité ressentie durement. Le Tessin est le seul canton entièrement de langue italienne et donc, dans la Confédération, il représente quand même une partie du pays - c'est la culture italienne - et il a donc, je crois, une position particulière. Alors, ce qu'est en train de faire la Poste aujourd'hui mérite quand même une certaine critique ici.

    J'aimerais encore ajouter une réflexion plus générale. Que ce soit aux Chemins de fer fédéraux ou à la Poste, il n'y a aucun haut fonctionnaire suisse italien; aucune des deux directions générales n'a un membre suisse italien. Cette même constatation vaut aussi pour l'administration fédérale. Sur la quantité d'offices fédéraux qui existent, il n'y a pas un seul Suisse italien qui soit directeur. Je crois que cela mériterait quand même une certaine réflexion de la part du Conseil fédéral.

    Maintenant, pour ce qui est de l'initiative du canton du Tessin: elle a quand même été votée à l'unanimité par le Grand Conseil, ce qui exprime tout de même un très fort malaise dans mon canton. Je peux comprendre que vous ne votiez pas la proposition de minorité. Cependant, je me permets de vous inviter à agir comme la moitié de la commission, c'est-à-dire à vous abstenir. Comme cela, on pourrait quand même donner à l'entreprise La Poste un signal pour qu'elle procède avec un peu plus de sensibilité dans sa restructuration.

  • Redetext
    Rolf Escher(Christlichdemokratische Volkspartei der Schweiz)
    Schweiz

    Erlauben Sie einem Walliser, zu den Standesinitiativen seines Heimatkantons und seines Nachbarkantons Tessin eine grundsätzliche Überlegung einzubringen. Zuerst aber eine Vorbemerkung: Beide Initiativen wollen in etwa das Gleiche. Trotzdem gibt es nur bei der Tessiner Standesinitiative eine Minderheit, die verlangt, Folge zu geben. Bei der Walliser Standesinitiative gibt es eine solche Minderheit nicht, weil sich der Walliser Standesvertreter in der Kommission zu einem solchen Antrag nicht durchringen konnte - obwohl das in Wahlzeiten politisch angezeigt gewesen wäre, allenfalls auch gegen besseres Wissen; aber wir sind nicht die Willensvollstrecker unserer Kantone.

    In der Sache selbst aber habe ich schon ein Problem: Nicht nur die Post und die anderen früheren Regiebetriebe, auch viele Zweige der Bundesverwaltung haben grösste Mühe zu akzeptieren, dass sie auch regionalpolitische Aufgaben zu erfüllen haben, dass auch sie im Rahmen ihrer Tätigkeit regionalpolitisch zu handeln haben. Sie wehren und winden sich wie der "Teufel vor dem Weihwasser", eine solche regionalpolitische Verpflichtung explizit zuzugestehen.

    Dass dem so ist, konnten wir anlässlich der Beratung dieses Geschäftes in der Kommission auch bei der Befragung der Post wieder einmal feststellen. Da wird immer wieder betont: "Wir wollen an der Erfüllung unseres Leistungsauftrages gemessen werden." So weit, so gut: Der Bundesrat hat diesen Auftrag fixiert, und der Bundesrat erwartet in den von ihm formulierten "Strategischen Zielen für die Post und die Swisscom AG 2002-2005" von der Post unter anderem, "dass sie im Rahmen ihrer betriebswirtschaftlichen Möglichkeiten die Auswirkungen ihrer Tätigkeiten auf die Raumentwicklung und die Anliegen der Regionen nach einer angemessenen Verteilung der Arbeitsplätze berücksichtigt".

    Ich weiss, dass Kollege Jenny das als eine Zumutung für die ehemaligen Regiebetriebe bezeichnet, als Rückschritt in die Planwirtschaft; so steht es mindestens im Protokoll. Das ist es aber keineswegs. Der Bundesrat verlangt von der Post keinesfalls regionalpolitische Entscheide um jeden Preis. Die Post ist aber aufgerufen, regionalpolitisch zu entscheiden, wenn dies betriebswirtschaftlich verantwortbar ist.

    Das ist doch die Krux, dass sich die Betriebe des Bundes, aber auch die Ämter und oft auch die Departemente bei ihren Entscheiden gar nicht fragen, ob regionalpolitisches Handeln sinnvoll sei, etwa in dem Sinne: Regionalpolitik ist oftmals schon gut, aber das ist nicht mein Bier, das ist die Sache des anderen, das ist höchstens die Aufgabe des Seco, aber doch nicht meine. Die Mentalität, dass Regionalpolitik nur einen ganz bestimmten Bereich staatlicher Tätigkeit und nicht das gesamte staatliche Handeln betrifft, selbstverständlich unter Wahrung der Betriebswirtschaftlichkeit, lässt die Regionalpolitik kaum vom Fleck kommen.

    Darum haben sich fünf Kommissionsmitglieder bei der Walliser Initiative der Stimme enthalten und damit den Entscheid der anderen fünf Kollegen, der Standesinitiative keine Folge zu geben, nicht mitgetragen. Der Bundesrat sollte dahin wirken, dass seine regionalpolitischen Vorgaben nicht nur von seinen Ämtern, sondern auch von den Betrieben des Bundes umgesetzt werden.

  • Redetext
    Gian-Reto Plattner(Sozialdemokratische Partei)
    Schweiz

    Herr Lombardi kann heute nicht hier sein. Ich stelle fest, dass niemand für die Minderheit Lombardi zur Standesinitiative 02.313 sprechen möchte, aber wir werden selbstverständlich darüber abstimmen.

  • Redetext
    Ernst Leuenberger(Sozialdemokratische Partei)
    Schweiz

    Die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen hatte in der Vorprüfung zwei Standesinitiativen zu überprüfen, die beide das Projekt zur Reorganisation der Briefverteilung der Post (Rema) betreffen. Es handelt sich einerseits um die Standesinitiative Tessin 02.313 und andererseits um die Standesinitiative Wallis 02.314.

    Die Kommission hat in der Vorprüfung im summarischen Verfahren - wenn ich das so sagen darf - zu prüfen, ob da ein echtes Problem aufgeworfen wird, ob Handlungsbedarf, insbesondere gesetzgeberischer Handlungsbedarf, besteht. Die Kommission hat sich auch Rechenschaft zu geben, was allenfalls in anderen Bereichen der Verwaltung auf diesem Gebiet derzeit geschieht. Es ist im Übrigen festzuhalten, dass seit der Einreichung dieser Standesinitiativen im November des Jahres 2002 eine gewisse Entwicklung eingetreten ist.

    Die Standesinitiative Tessin - um zuerst zu dieser zu sprechen - setzt sich konkret dafür ein und will eigentlich dem Bundesrat den Auftrag erteilen, den Verwaltungsrat der Postbetriebe anzuweisen, das Projekt Rema zurückzuziehen. Es sei im Leistungsauftrag der Post klar festzuhalten, dass in sämtlichen Sprachregionen Briefverteilungszentren beizubehalten seien. Es sei sodann die Möglichkeit zur Ausschüttung von Bundesbeiträgen an die Post im Sinne einer Sicherung der regionalen Verteilung der wichtigsten Postdienste zu prüfen und zu regeln. Ferner sei auf Gesetzesebene klar festzuhalten, die Bundesbetriebe und die Bundesdienste hätten eine effiziente Regionalpolitik zu betreiben. Überdies werden noch Wünsche formuliert, die erfüllt werden sollten, bevor das Parlament zur Vorlage Stellung nimmt, die uns mit dem Paket Gesamtschau Post unterbreitet wurde.

    Die Kommission hat nun bei ihrer Vorprüfung an sich festgestellt: Es gab zum Zeitpunkt der Einreichung der Initiativen durchaus einen gewissen Handlungsbedarf; es gab die Notwendigkeit, sich zu diesem Projekt Rema - zu Anzahl und Standorten der Briefverteilungszentren - zu äussern. Die Kommission hat in ihrer Vorprüfung nach Anhörung des Postchefs Gygi festgestellt, dass der Postverwaltungsrat, das Postmanagement, das ursprüngliche Projekt Rema zurückgenommen hat und ein neues Projekt unterbreitet hat, das auf weniger Widerstand gestossen ist.

    Die Kommission hat sodann in ihrer Mehrheit festgestellt, dass die übrigen Fragen, die in der Standesinitiative Tessin aufgeworfen werden, vor relativ kurzer Zeit auch in diesem Parlament bei der Vorlage Gesamtschau Post zur Diskussion gestanden sind. Insbesondere wurde im Rahmen dieser Diskussion die Frage diskutiert, ob eine Rechtsgrundlage für die Abgeltung gemeinwirtschaftlicher Leistungen bei der Post zu schaffen sei.

    Beide Räte haben diese Forderung beim Projekt Gesamtschau Post abgelehnt. Ebenso hat die Kommission festgehalten, dass eine stärkere regionalpolitische Verpflichtung der Bundesbetriebe beim Projekt Gesamtschau Post ebenfalls diskutiert und zum Teil in Antragsform eingebracht worden ist, aber keine Mehrheiten gefunden hat, weder im einen noch im anderen Rat.

    Indessen hat die Kommission Kenntnis davon genommen, dass die Leitung der Post durchaus bereit ist, im Rahmen ihrer Möglichkeiten auf Regionen Rücksicht zu nehmen. Es ist insbesondere von ganz konkreten Projekten gesprochen worden, wo die Post sich bemühen will, in Randregionen zusätzliche Arbeitsplätze zu schaffen.

    Deshalb kam die Kommission im Endeffekt zum Schluss, ein Grossteil der Forderungen der Standesinitiativen sei durch die Rücknahme und die Revision des Projektes Rema [PAGE 986] eigentlich erfüllt, ein gewichtiger anderer Teil sei erst vor kurzem in diesem Parlament behandelt und nicht im Sinne der Initiativen entschieden worden. Deshalb hat die Kommission denn auch die Standesinitiative Tessin mit 5 zu 2 Stimmen bei 3 Enthaltungen abgelehnt, d. h., dass sie Ihnen beantragt, der Initiative keine Folge zu geben.

    Aus Fairnessgründen will ich hier festhalten, dass ein Kommissionsmitglied in der Kommission Antrag gestellt hat, es sei der Initiative Folge zu geben. Dieses Kommissionsmitglied hat sodann zur Standesinitiative Tessin auch einen Minderheitsantrag deponiert. Es kann heute bei uns nicht anwesend sein. Ich will einfach darauf hinweisen, dass diese Kommissionsminderheit einiges Gewicht darauf gelegt hat, dass durch das Folgegeben ein gewisser Druck auf den Bundesrat auszuüben sei, damit er auf die Regionen besser Rücksicht nehme und die Post anhalte, das ebenfalls zu tun und - wie sie sich ausdrückte - ihre soziale Verantwortung gegenüber dem Personal besser wahrzunehmen. Ich nehme an, dass auch in Abwesenheit des Antragstellers über diesen Minderheitsantrag befunden wird. Ich wiederhole: Die Kommission hat aus den erwähnten Gründen mit 5 zu 2 Stimmen bei 3 Enthaltungen beschlossen, es sei der Standesinitiative Tessin keine Folge zu geben.

    Eine sehr, sehr ähnliche Situation besteht bei der Standesinitiative Wallis 02.314. Hier hat die Kommission mit 5 zu 0 Stimmen bei 5 Enthaltungen den Antrag verabschiedet, es sei dieser Initiative keine Folge zu geben. Ich will dieses Resultat deshalb so deutlich darstellen, um zum Ausdruck zu bringen, dass sich eine ganze Reihe von Kommissionsmitgliedern natürlich noch an die Diskussionen auch hier in diesem Rat zur Frage der Gesamtschau Post erinnert hat. Es gab ja auch damals Mehrheiten und Minderheiten. Ich glaube, ich verrate keine Geheimnisse, wenn ich diese Enthaltungen in den Rahmen jener lege, die damals in der Minderheit geblieben sind, auch hier im Rat bei der Behandlung der Gesamtschau Post.

    Immerhin ist die Mehrheit der Kommission aber zum Schluss gekommen, es wäre relativ wenig hilfreich, all die Fragen, die bei der Gesamtschau Post diskutiert und damals entschieden worden sind, jetzt hier wieder neu aufzunehmen.

    In diesem Sinne beantragt Ihnen die Kommission, wie gesagt mit 5 zu 0 Stimmen bei 5 Enthaltungen, der Standesinitiative Wallis sei keine Folge zu geben. Die Begründung ist genau die gleiche wie bei der Standesinitiative Tessin: Das ursprüngliche Projekt Rema ist zurückgenommen und etwas überarbeitet worden; es hat, wie sich die Kommission überzeugen liess, in der revidierten Form etwas weniger Widerstände heraufbeschworen als das ursprüngliche Projekt.

    Im Übrigen sind die meisten Fragen - die regionalpolitische Frage und die Frage der Abgeltung gemeinwirtschaftlicher Leistungen -, wie gesagt, erst vor kurzem auch in diesem Rat bei der Gesamtschau Post behandelt, diskutiert und entschieden worden. Daher ist es wenig hilfreich, die gleichen Fragen jetzt erneut aufzurollen.

    In diesem Sinne stelle ich Antrag, den beiden Standesinitiativen keine Folge zu geben.

  • Speech
    Speech
    Schweiz

    Antrag der Mehrheit

    Den Initiativen keine Folge geben

    [VS]

    Antrag der Minderheit

    (Lombardi)

    Der Initiative 02.313 Folge geben

    [VS]

    Proposition de la majorité

    Ne pas donner suite aux initiatives

    [VS]

    Proposition de la minorité

    (Lombardi)

    Donner suite à l'initiative 02.313

Data: OpenParlData · CC BY 4.0