Parkierungsmöglichkeit in der Nähe des Universitäts-Kinderspitals beider Basel
(24.5187)- SpeechNicole Kuster-Simon(Liberal-Demokratische Partei)Mitglied des Grossen RatesGrosser Rat
Nicole Kuster-Simon: Die gute Nachricht vorab: Das bikantonale UKBB garantiert bestmögliche, hoch spezialisierte medizinische Versorgung unserer Kinder und liegt im Zentrum des wachsenden Medizinclusters. Der Standort ist aus medizinischer Sicht optimal. Jedoch muss dieser medizinisch optimale Standort für alle auch gut erreichbar sein. Seit der Eröffnung ist die Parkraumsituation rund um das UKBB schwierig und ist ein ungelöstes Problem. Lange wurde das Projekt Tschudipark diskutiert, welches die Regierung nicht weiterverfolgt. Beim bestehenden Parkhaus City wurden verschiedene Mängel im Bereich Parkleitsystem und Barrierefreiheit festgestellt. Ob diese behoben werden können, ist unklar. Das Parkhaus City mag für gesunde Menschen von der Distanz her vielleicht nicht allzu weit entfernt sein. Es ist sogar gut zumutbar, dass man bei einem einmaligen Besuch einen etwas beschwerlicheren Weg auf sich nimmt. Jedoch ist die Realität von Eltern und Begleitpersonen mit schwer erkrankten oder stark mobilitätseingeschränkten Kindern eine andere. Diese müssen zum Teil mehrmals pro Woche ambulant auf der Kinderonkologie oder neuropädiatrisch behandelt werden. Einige dieser Kinder sind schwach, es geht ihnen krankheitsbedingt nicht gut. Es wird ihnen deshalb von der Benutzung des öffentlichen Verkehrs abgeraten. Kleinere Kinder kann man vom Parkhaus City ins UKBB tragen. Aber schwerere Krankheiten und Mobilitätseinschränkungen betreffen Kinder jeden Alters.
Stand heute kann man auf neun Parkplätzen für 15 Minuten vor dem UKBB parkieren. Nach 15 Minuten muss das Auto jedoch im stark frequentierten Parkhaus City abgestellt werden. Das ist genau dann, wenn man die Kinder zur Behandlung, zur Therapie oder zur Notfallstation begleiten muss. Schwer kranke, mobilitätseingeschränkte oder verletzte Kinder können nicht einfach im Eingangsbereich des Spitals warten, damit das Auto ordnungsgemäss abgestellt werden kann. Kinder, welche das UKBB aufsuchen müssen, brauchen die lückenlose Anwesenheit eines Elternteils oder einer Begleitperson. Somit erfordert die aktuelle Situation für viele eine Betreuungsperson für das Kind und eine weitere Person für das Fahrzeug.
Ich habe die Antwort des Regierungsrats gehört. Mit den geplanten Parkplätzen im Biozentrum ist erst ab 2028 eine geringe Entlastung erreicht. Es braucht aber langfristig gute und tragbare Lösungen. Dies kann ein Parkhaus auf dem Campus Schellemätteli sein. Die Erreichbarkeit des UKBB muss aber für alle gut erreichbar sein. Dazu gehören auch die Mitarbeitenden im Schichtdienst. Ich werde an dieser Stelle die Problematik des Fachkräftemangels und die Chancen durch attraktive Arbeitsbedingungen nicht aufrollen, denn sie ist uns allen bestens bekannt. Ich hoffe, dass die Situation schnellstmöglich weiter verbessert wird. Ich bin, wenn ich es sehr optimistisch ausdrücken würde, teilweise zufrieden mit der Antwort.
Balz Herter (Mitte-EVP): Die Interpellantin ist mit der Antwort teilweise zufrieden. Die Interpellation ist erledigt.
Interpellation Nr. 60 Alex Ebi betreffend Fachwissen im Bau- und Verkehrsdepartement, um auch grössere Neubau- und Sanierungsvorhaben ohne Pannen, Zeitverzögerungen und Kostenüberschreitungen durchzuführen. Der Regierungsrat wird die Interpellation mündlich beantworten. Will der Interpellant begründen? Er verzichtet. Somit hat Regierungsrätin Esther Keller das Wort.
- SpeechBalz Herter(Die Mitte)Mitglied des Grossen RatesGrosser Rat
Balz Herter (Mitte-EVP): Die Interpellantin hat die Gelegenheit zu beantworten, ob sie mit der Antwort zufrieden ist.
- SpeechEsther Keller(Grünliberale Partei)Mitglied des RegierungsratesGrosser Rat
RR Esther Keller, Vorsteherin BVD: Wir beantworten diese Interpellation wie folgt.
dem Regierungsrat ist die Situation für Besuchende sowie für Eltern mit Kindern bekannt. Er setzt sich deshalb für eine Verbesserung der Parkplatzsituation ein.
Zu Frage 2: Dem Regierungsrat ist bewusst, dass das UKBB als überregionales Kinderspital gut erreichbar sein muss. Dafür braucht es Parkplätze in unmittelbarer Nähe des UKBB.
Zu Fragen 3 und 4: Die Tatsache, dass über 300 Einsprachen gegen das Parking-Projekt unter dem Tschudipark eingereicht wurden, zeigt den grossen Widerstand gegen dieses Bauvorhaben. Der Regierungsrat ist seither bestrebt, eine geeignete alternative Lösung für die Parkplatzsituation zu finden. Dies geschieht in engem Austausch mit dem UKBB und der unmittelbar angrenzenden Universität Basel, dem Universitätsspital sowie Immobilien Basel-Stadt als Vertreterin der Grundeigentümerschaft. Ziel ist eine Lösung, die sowohl für das UKBB als auch für die Quartierbevölkerung stimmig ist.
Zu Frage 5: Bezüglich den Plänen, wie die Situation kurzfristig zu verbessern ist, habe ich in eine Grafik mitgebracht, weil die Situation, glaube ich, doch nicht ganz selbsterklärend ist. Für die geforderten Elternparkplätze zeichnet sich eine Lösung ab, indem das UKBB in der Einstellhalle des Biozentrums rund 30 Parkplätze von der Universität Basel mieten kann. Diese befinden sich zwischen dem UKBB und dem neuen Biozentrum. Diese Lösung ist jedoch erst ab 2028 verfügbar. Vorab sollen deshalb die bestehenden rund 20 öffentlichen Parkplätze entlang der Pestalozzistrasse, also gegenüber dem Neubau Biozentrum als Notfall-Parkplätze zusammen mit dem UKBB geprüft werden. Das sind die Parkplätze, die heute öffentlich sind. Diese 20 Parkplätze prüfen wir aktuell umzuwidmen.
Zu Frage 6: Langfristig ist vorgesehen, auf dem Baufeld 4 des Campus Schellemätteli ein unterirdisches Parking für das UKBB zu erstellen. Ab wann dieses Parking realisiert werden kann, hängt ab von der aktuellen Planung der Universität Basel für die Departemente Physik und Chemie sowie den weiteren Fachgebieten, welche künftig auf dem Baufeld 4 etabliert werden sollen.
Data: OpenParlData · CC BY 4.0