Eurovision Song Contest 2025: Finanzbeitrag Stadt Bern zu Vorabklärungen im Hinblick auf eine allfällige Bewerbung
(2024.SUE.0021)- SpeechSpeechPräsidentinStadtrat
Präsidentin: Ihr habt den Kredit angenommen. Weil dieser Kredit angenommen ist, hat die FDP ihr Postulat zurückgezogen. Es ist noch ein mündlicher Antrag eingegangen von Niklaus Mürner. Dieser ist ungültig, weil man nicht im Rahmen eines Kredits ein Reglement aushebeln kann. Und damit entlasse ich euch in die Pause. Merci vielmals und bis nach der Pause um 20.30 Uhr.
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Präsidentin: Ihr habt den Antrag abgelehnt. Und jetzt stimmen wir ab über den Antrag des Gemeinderats für den Kredit.
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3 SVP / Simone Machado, GaP
Die Vorlage sei gestützt auf Art. 46 GO freiwillig dem Volk zur Entscheidung vorzulegen.
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Präsidentin: Ihr habt den Antrag abgelehnt. Wir stimmen ab, ob die Vorlage freiwillig dem Volk zur Entscheidung vorgelegt werden soll.
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2 SVP / Simone Machado, GaP:
Der Kredit für die Vorlage sei um 1 Mio. Franken zu erhöhen.
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Präsidentin: Der Antrag ist abgelehnt. Wir stimmen ab, ob der Kredit um 1 Mio. Franken erhöht werden soll.
- Speech
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1 SVP/ Simone Machado, GaP:
Nichteintreten:
Auf die Vorlage sei nicht einzutreten.
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Präsidentin: Danke, Alec. Wir kommen zur Abstimmung. Wir stimmen über die Anträge ab, die eingegangen sind, und zwar zuerst über den Nichteintretensantrag.
- SpeechAlexander Feuz(Schweizerische Volkspartei)Alec von Graffenried, StadtpräsidentStadtrat
Alec von Graffenried, Stadtpräsident: Der Gemeinderat trägt diese Kandidatur mit vollem Herzen mit. Das ist das, was Reto gesagt hat, aber wir haben selbstverständlich auch ein Risikomanagement gemacht. Wir haben unsere Risiken im Griff. Wir haben den Betrag der Stadt Bern eingegrenzt auf 7 Mio. Franken. Es wird keinen Franken mehr sein. Darum sind wir bei 7 Mio. Franken. Die Risiken der Halle, die Risiken des Hallenbaus liegen bei Bernexpo. Bernexpo hat nachgewiesen, dass sie am 31. März die Halle abgeben werden. Sie sind in einem sehr präzisen Zeitprogramm drin. Und sie sind immer plus/minus ein Tag im Zeitprogramm drin. Sie können das Zeitprogramm auch noch beschleunigen. Der 31. März ist gesetzt und das ist der SRG so offeriert worden. Ihr müsst hier nicht die Risikoabschätzung der SRG vorwegnehmen. Die SRG wird die Risiken für sich abschätzen. Ihr müsst die Risiken der Stadt Bern abschätzen und wir haben unsere Risikoanalyse gemacht. Und ich glaube, wir liegen gut drin hinsichtlich des Risikos. Zu dem, was gesagt wurde wegen der Hotels: Auch das ist eben so etwas, das die SRG beurteilen muss, aber wir haben 1500 Hotelbetten – das ist das, was gemäss Ausschreibung verlangt wird – blockiert. Diese Hotelzimmer sind blockiert für die Zeit des ESC, die sind fix gebucht für uns und die entsprechen exakt den Vorgaben der SRG. Die weiteren Hotelzimmer für die übrige Community können ausserhalb sein. Die können bis zu einer Stunde entfernt sein, die können dann auch in Basel und in Zürich sein. Dort wird ja dann kein ESC stattfinden. Und das Allerwichtigste am Schluss: Es ist eine Partnerschaft. Wir haben im letzten Monat eine Partnerschaft aufgebaut mit der Stadt Biel, mit Bernexpo, das einen exzellenten Job gemacht hat. Und wir haben eine Partnerschaft mit dem Kanton. Der Kanton, der Regierungsrat – ihr habt es heute gehört – hat dem Grossen Rat einen Kredit vorgelegt über 29 Mio. Franken. Wir haben eine super Partnerschaft mit unseren Partnern. Für einmal hat das wirklich hervorragend geklappt. Ein Ja aus dem Stadtrat von Bern ist auch ein Ja zu dieser Partnerschaft.
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Präsidentin: Merci, Reto. Der Stadtpräsident Alec von Graffenried hat noch kurz das Wort.
- SpeechRemo Sägesser(Grünliberale)Reto Nause, Direktor SUEStadtrat
Reto Nause, Direktor SUE: Das ist es: Bern United. 137 Seiten Bern-Power, 137 Seiten Stolz auf die Stadt, Stolz auf Bern, Stolz auf Biel, Stolz auf den Kanton. Darin wird beschrieben, wie wir die Sicherheit im Perimeter der Expo gewährleisten können. Das ist der Sicherheitsperimeter. Wer behauptet, die halbe Stadt werde abgesperrt, der erzählt Unsinn. Hier drin wird beschrieben, wie wir die Hotel-Kapazitäten im ganzen Kanton Bern gesichert haben. Hier drin wird beschrieben, dass wir das beste aller Dossiers abgeben. Ich will das einfach einmal betonen, alles andere, finde ich, hat einen leichten defätistischen Touch. Warum haben wir das beste aller Dossiers? Wir sind Hometown of Nemo: Wir haben den Künstler in unserem Kanton, wir sind seine Heimatstadt und können das als einzige Kandidatur bringen. Wir haben die schönste Kulisse mit unserem Unesco-Weltkulturerbe, was wir im Turqoise Carpet-Event schön inszenieren werden. Wir haben die nachhaltige Mega-Halle, die nachhaltige Minergie-Halle und nicht das alte Hallenstadion. Wir haben die modernste Halle im Land, von der jeder Eventveranstalter träumt, weil er nämlich mit dem Camion hineinfahren kann, und weil die Halle sich für so einen Event hervorragend eignet. Wir haben das schönste Public Viewing mit dem Bundeshaus im Hintergrund. Wo ist denn das in Zürich? Wo ist denn das in Genf? Das gibt es nur in Bern und eines muss ich dann schon noch sagen: Wir können das und wir haben bewiesen, dass wir es können. Wo seid ihr gewesen an der Euro 08, als 150’000 Holländer hier die grösste Party aller Zeiten gemacht haben. Wo seid ihr gewesen, als die Tour de France durch Bern geradelt ist? Wo seid ihr gewesen an den Klitschko-Kämpfen, die in alle Welt übertragen worden sind? Wo seid ihr gewesen bei den Euro Games, die letztes Jahr durchgezogen worden ist? Wir können das, wir haben es bewiesen und kurz darauf machen wir noch die Euro 25 mit den Frauen. Wir haben einen Double Strike 2025. Und all denen, die sagen, diese Wertschöpfung, passiere nicht. Jahr für Jahr schreibt Bern Logiernächte-Rekord, Jahr für Jahr, als Folge eben der Tour de France. und solchen Events. Wir haben während Corona 40% mehr Hotelbetten gebaut in dieser Stadt und sie sind ausgelastet. Natürlich gibt es diese Wertschöpfung und natürlich wollen wir diese Wertschöpfung hineinholen und natürlich wollen wir unserer Gastronomie, unserer Hotellerie, unserer Innenstadt und allen Zulieferern einen guten Event bescheren. Lasst den Stern von Bern hell leuchten. Tragt die Kandidatur der Herzen ins Ziel.
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Präsidentin: Merci, Judith. Wir kommen zum Votum von Gemeinderat Reto Nause.
- SpeechJudith Schenk(Sozialdemokratische Partei)Judith Schenk (SP) für dieStadtrat
Judith Schenk (SP), Einzelvotum: Ich verstehe die Kritik der queeren Seite. Ich probiere es auf jeden Fall sehr. Was ich dazu aber sagen möchte: Der ESC findet sowieso in der Schweiz statt. Entweder wir können davon profitieren oder es wird eine oder 2 Stunden von Bern entfernt davon profitiert. Würde es sich um Beatrice Egli handeln und nicht um eine nonbinäre Person, würden wir zumindest die Diskussion über das Referendum von ganz rechts mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit nicht führen. Aber aus euren eigenen Reihen sagen eure eigenen queeren SVP-Grossräte, dass es zumindest bei der Referendumsandrohung auf kantonaler Ebene ausschliesslich um Queerfeindlichkeit geht. Frei nach dem Motto von Mani Matter möchte ich dazu einfach noch sagen: "Kunst ist immer ein Risiko." Und darum kommt es für mich nicht in Frage, dass wir nicht alles dafür geben, dass Biel und Bern Austragungsort werden.
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- SpeechGabriela Blatter(Grünliberale)Gabriela Blatter (GLP) für dieStadtrat
Gabriela Blatter (GLP), Einzelvotum: Ich mag sonst eigentlich keine Verlängerungen von Diskussionen, aber es hat gerade so viele Sachen gegeben, die mich so getriggert haben, dass ich das Gefühl hatte, ich müsse doch noch etwas sagen. Ich habe ein Megaherz für Bern. Ich habe ein Superherz für den ESC, für die Nonbinarität etc., diese Themen. Ich finde das super. Ich fände es auch super, wenn es eine Grossveranstaltung gäbe, aber ich habe auch einen Kopf für eine Risikoabschätzung. Und der Zeitpunkt, wann die Festhalle fertiggestellt wird – und Bauverzögerungen, sorry, die gibt es einfach à gogo. Und ich habe auch Verständnis dafür, dass es andere Bewerbungen gibt, die einfach so viel besser sind als unsere, dass ich es nicht richtig finde, wenn wir die Planungsressourcen verlochen, wenn wir ohnehin schon wissen, dass die anderen Bewerbungen so viel besser sind. Und nein. Ja, ich bin einverstanden damit: Bern soll Grossveranstaltungen durchführen können. Aber rein schon die Hotelzimmer in der Stadt Bern reichen nirgends hin. Und eine 2-Standortbewerbung ist einfach aus Risikoperspektive nicht konkurrenzfähig und das muss man auch akzeptieren und das ist auch nicht gegen die Stadt Bern, wenn man Nein stimmt. Es ist auch nicht gegen den ESC, sondern es ist einfach eine realistische Risikoabschätzung.
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Präsidentin: Merci, Niklaus. Dann kommt Gabriela Blatter.
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