Benjamin Marti · SVP

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Grosser Rat (BE)12.03.2025
Benjamin Marti, Belp (SVP), Einzelsprecher. Es gibt ja solche Debatten hier in diesem Saal, zu denen gerne noch persönliche Anekdoten erzählt werden. Jetzt hat Anne Speiser-Niess etwas in diese Richtung gesagt und in ihr Votum eingeflochten. Ich erzähle Ihnen nicht von meinem zweiten Grosskind, das jetzt in der Spielgruppe ist. Das ist es nicht. Aber ich will etwas aus meiner Erfahrung aus der Gemeinde sagen, in der ich jetzt lange tätig sein durfte. Dort ist die eine Spielgruppe in einer Gemeindeliegenschaft, und – Sie erahnen es – selbstverständlich haben die Betreiberinnen dieser Spielgruppe keinen Mietzins für die Räumlichkeiten bezahlt, die sie benutzt haben. Die sind ja von der Gemeinde, sie machen etwas Gutes und das hat man einfach zur Verfügung gestellt.

Eine andere Spielgruppe wird in einer privaten Liegenschaft betrieben. Und der Eigentümer gelangte einmal mit einem Anliegen an mich, das ihm sehr, sehr wichtig war. Er hatte das Gefühl, jetzt sollte man für ihn massgeschneidert irgendetwas machen, das für die anderen nicht gilt. Ich habe ihm dann gesagt: «Wenn du etwas Gutes für die Gemeinschaft machen willst, dann könntest du erstmal den Mietzins, den du von dieser Spielgruppe verlangst, halbieren.» Das wollte er partout nicht. Aber vom anderen Anliegen, weswegen er eigentlich zu mir gekommen ist, habe ich ab da nie mehr etwas gehört.

Also, von daher will ich Ihnen einfach sagen: Die Gemeinden – und alle Gemeinden, nicht nur Belp – machen ganz viel für die Spielgruppen, und das ist schön. Sie haben vom Kanton her eben genau keine Auflagen, wie sie das machen sollen. Und ich würde es schön finden, wenn die Gemeinden die Freiheiten für ein grosses Engagement für die Spielgruppe behalten könnten.

Eine zweite Anekdote: Ich habe einen guten Freund, der war auch einmal in diesem Saal. Nicht in dieser Fraktion, in der ich sitze, in einer anderen. Er hatte eine These und diese immer wieder vorgebracht. Ich habe sie ihm nie geglaubt, und ich glaube sie auch heute nicht. Diese These lautete: Hier in diesem Saal würden ganz gute Entscheidungen getroffen. Aber was nachher die Verwaltung daraus mache, das sei das Problem. Da komme häufig in der Anwendung nachher etwas ganz anderes heraus, als wir hier in diesem Saal diskutiert und beschlossen hätten.

Liebe Frauen und Männer, ich habe den Eindruck – und das möchte ich auch an die Motionärin oder hier an die Postulantin richten –, hier könnte genau das Gegenteil eintreffen. Nämlich, dass etwas gefordert wurde, wie wir es jetzt breit diskutiert haben. Wir haben am Schluss gesagt – vielleicht eben auch, ... (Die Präsidentin bittet den Redner, zum Schluss zu kommen. / La présidente demande à l’orateur de conclure.) ... indem wir die Planungserklärungen ablehnen –, es soll so bleiben, wie es ist. Aber die Verwaltung hat sehr gut zugehört und ... (Die Präsidentin bittet den Redner erneut, zum Schluss zu kommen. / La présidente demande encore une fois à l’orateur de conclure.) ... wird das weiterhin beachten. So kann das sehr konstruktiv sein. Merci vielmal.

Institution
Grosser Rat

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