Nadja Günthör · SVP
Seit der Einführung der verstärkten Massnahmen zur Integration hat sich die Zahl der Kinder und Jugendlichen im besonderen Volksschulangebot fast verdoppelt, trotz der leicht wachsenden Gesamtzahl an schulpflichtigen Kindern. Gleichzeitig steigen die Ressourcen in der Regelschule für die erweiterte Unterstützung ebenfalls stark. Wir sehen hier eine Parallelentwicklung von drei Systemen; der Motionär, Reto Jakob, hat es schon erwähnt. Das ist weder effizient noch nachhaltig. Die Motion fordert deshalb zu Recht, dass die Ressourcenzuteilung besser koordiniert und abgestimmt werden muss, damit nicht alle Systeme gleichzeitig wachsen. Und wir müssen auch Fehlanreize verhindern: Niemand soll ein Kind in das besondere Volksschulangebot (bVSA) überweisen, wenn es mit gezielter Unterstützung auch in der Regelschule beschulbar sein kann.
Der Regierungsrat teilt diese Anliegen grundsätzlich. Er verweist zu Recht auf verschiedene Ursachen für diese Entwicklung und darauf, wie die Gesetzesrevision, der gesellschaftliche Wandel, die Flüchtlingssituation und die medizinischen Fortschritte dies auch unterstützt. Der Regierungsrat verweist auch auf die laufende mittelfristige Angebotsplanung. Das ist gut.
Aber es braucht jetzt klare politische Signale. Das System muss steuerbar bleiben. Wir müssen verhindern, dass immer mehr Ressourcen unkontrolliert in drei Richtungen fliessen. Setzen wir ein Zeichen für eine tragfähige, gerechte und koordinierte Volksschulbildung! Vielen Dank für die Unterstützung dieser Motion.