Thomas Gerber · GRÜNE
Das Auto ist in den letzten Jahren immer grösser geworden und mit immer mehr Assistenten ausgerüstet worden. Dafür ist die Konzentration am Steuer gesunken. Die Strassen hat man eingeteilt in verkehrsorientierte und nicht verkehrsorientierte Strassen. Das Tempo ist generell 50 km/h und das ist auch so geblieben. Aber auf den verkehrsorientierten Strassen hat es immer mehr Verkehr gegeben. Damit die Dörfer überhaupt noch lebenswert sind, hat man immer mehr Schallschutzwände an den verkehrsorientierten Strassen installiert, damit man überhaupt noch dort leben konnte. Für die Gemeinden ist es immer schwieriger geworden, die Schulwege und das gefahrlose Kreuzen der Strassen sichern zu können.
Ein einfaches Mittel für einen sicheren Schulweg ist Tempo 30. Vor über zehn Jahren hat es hier in der Region einen tödlichen Verkehrsunfall mit einem Schüler gegeben. Von der grünen Ortspartei haben wir in Wohlen eine öffentliche Diskussion über Tempo 30 vor den Schulhäusern organisiert. Wir hatten damals jemanden eingeladen vom Kanton, und er hat unter anderem folgendes gesagt: In der Gemeinde Wohlen hat es noch keinen Unfall gegeben mit einem Schulkind, so ist es nicht erste Priorität, dass man dort überhaupt etwas macht. Das heisst, es braucht zuerst einen Unfall, um die Situation zu verbessern. Das wollen wir nicht, weil ein Unfall immer extrem viel Leid verursacht.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, stimmen Sie der Motion zu, wie wir von der grünen Fraktion das auch machen. Merci für die Aufmerksamkeit.