Sibyl Eigenmann · Die Mitte
Es kann einen nicht kaltlassen, wenn man sich über das CFS bzw. über Long Covid informiert, wenn man Betroffenen zuhört und Statistiken bezüglich Ärztemarathons, Fehldiagnosen, Falschtherapien und die direkten und indirekten Kosten konsultiert. Für viele Betroffene kommen neben den schweren Erkrankungen noch ein veritabler Irrlauf durch das Gesundheitswesen, Lohnausfall und ein Berg an Rechnungen dazu – von der familiären Herausforderung, wenn z. B. ein Elternteil einfach nur noch im Bett liegen kann, ganz zu schweigen.
Es ist nicht nur die Krankheit, die einen sprach- und ratlos macht, sondern auch die fehlende Unterstützung für die Betroffenen. Bestehende Angebote werden zurzeit abgebaut. Die Politik fährt zwischen nationaler und kantonaler Ebene Karussell. Es macht einen hilflos, aber zum Glück haben wir dieses Postulat. Zum Glück behandeln wir heute dieses Postulat, das so wichtig ist für die Betroffenen.
Denn Hilfe ist das, was die Betroffenen brauchen, und wir sind für diese Hilfe zuständig. Insbesondere bei Punkt 2 können wir echt etwas zugunsten der Betroffenen bewegen. Wer soll denn bitte ein Anrecht haben auf eine IV, wenn nicht die Menschen, die sich vor lauter Erschöpfung nicht einmal mehr zur IV-Abklärung bewegen können? Ich habe es zum vorigen Postulat schon gesagt, ich sage es noch einmal, ich wiederhole mich: Dieser Job ist noch nicht erledigt. Und im vorliegenden Fall noch ergänzend: ganz im Gegenteil. Die Arbeit fängt in Anbetracht des Ausmasses erst an. Danke vielmals für die Annahme dieses Postulats.