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Jann Fritz Bangerter · SVP

de
Grosser Rat (BE)10.09.2025
Jann Fritz Bangerter, Bern (SVP), Einzelsprecher. Ich stehe heute vor Ihnen als einer von denjenigen, die angesprochen wurden: Ich habe vor zwei Jahren das Medizinstudium abgeschlossen und zwei Jahre als Assistenzarzt gearbeitet, und ja, jetzt bin ich einer von denen, die unterbrochen haben. Das ist dem Grossen Rat und dem Umbau meines Hauses geschuldet.

Aber ich möchte doch noch auf die einen oder anderen Punkte, die wir hier schon angesprochen haben, eingehen. Es gibt sicherlich einen positiven Effekt, wenn mehr Studienplätze vorhanden sind. Es gibt mehr Ärzte, die in der Schweiz ausgebildet wurden, und das ist sicherlich für alle Patienten ein Qualitätsgewinn. Denn kulturelle Unterschiede wirken sich gerade in der Psychiatrie massiv auf das Verständnis der Patienten und Ärzte aus. Diesbezüglich denke ich, dass die Erhöhung der Studienplätze ein guter Ansatz ist.

Ich möchte auch auf die Punkte eingehen, die angesprochen wurden: Ja, der administrative Aufwand ist sicherlich einer der grössten Treiber, weshalb Assistenzärzte ihren Beruf aufgeben. Einfach, um Ihnen das einmal etwas vorzustellen: Ein Standardtag hat etwa 11 Arbeitsstunden, und von denen habe ich gut und gerne vielleicht zwei mit Patienten verbracht. Die restlichen neun Stunden beinhalten administrative Arbeiten: Man organisiert Folgelösungen, Rehabilitationen, Altersheime, man meldet Untersuchungen an ... Es ist also sehr, sehr viel administrativer Aufwand.

Und in den meisten Fällen hatte man das Studium einmal angefangen, weil man idealistisch veranlagt war, weil man Leuten helfen will, mit Leuten zusammenarbeiten möchte. Und deshalb möchte ich für die Zukunft vor allem, dass man den administrativen Aufwand abbaut und, wie die Melanie Gasser gesagt, hat an allen Stellschrauben dreht, die möglich sind. Und die Erhöhung der Studienplätze ist sicher eine der guten Stellschrauben. Merci.

Institution
Grosser Rat

Data: OpenParlData · CC BY 4.0