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Dominik Blatti · EDU

de
Grosser Rat (BE)10.09.2025
Dominik Blatti, Oberwil i. S. (EDU), Fraktionssprecher. Ich halte das Votum für meine Fraktionskollegin Katharina Baumann, die als Vizepräsidentin auf dem zweiten Sessel sitzt. Der Kanton Bern steuert ungebremst auf eine medizinische Versorgungskrise hin. Hausarztpraxen schliessen ohne Nachfolge, Kinder- und Jugendpsychiatrien sind überlastet, Familien finden für ihre Kinder keine ärztliche Betreuung mehr. Schon heute fragen die Eltern bei Dutzenden von Praxen an, aber ohne Erfolg. Die Schweiz deckt ihren Bedarf weiterhin massiv durch das Rekrutieren von Ärzten und Ärztinnen aus dem Ausland. Das ist ethisch fragwürdig, dieses Modell muss man hinterfragen, und es gefährdet auch die Abhängigkeit.

Gleichzeitig ist die heutige Ausbildung stark spitallastig, ressourcenfinanziert und geht an den realen Bedürfnissen vorbei. Mehr vom selben ist keine gute Lösung. Wenn wir nicht rasch Gegensteuer geben mit zusätzlichen Studienplätzen, gezielter Weiterbildung und Infrastruktur, droht der Kollaps der Grundversorgung.

Die Motion adressiert genau diesen Punkt und ist deshalb ein unverzichtbarer Schritt, um die medizinische Versorgung im Kanton Bern nachhaltig zu sichern. Die EDU-Fraktion ist für eine stabile medizinische Versorgung, deshalb unterstützen wir den Vorstoss einstimmig. Helfen Sie bitte bei dieser Motion auch mit. Danke.

Institution
Grosser Rat

Data: OpenParlData · CC BY 4.0