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Claude Grosjean · Grünliberale

de
Grosser Rat (BE)03.03.2026
Claude Grosjean, Bern (GLP), Mitmotionär, Fraktionssprecher. Der Regierungsrat will diese Motion bloss als Postulat überweisen. Wir haben es gehört. Ich frage mich aber, warum. Der Regierungsrat schreibt selbst: «Damit ganze bilinguale Klassenzüge zum Grundangebot der Volksschule gehören könnten, bedürfte es einer Änderung der Rechtsgrundlagen.» – Darum eine Motion. Weiter sagt der Regierungsrat, dass die Staatskanzlei bereits beauftragt worden sei, «die Erarbeitung eines kantonalen Sprachen- und Zweisprachigkeitsgesetzes an die Hand zu nehmen». – Darum eine Motion.

Der Regierungsrat listet zahlreiche Projekte auf, die er unterstützt, von VABENE bis «Immersion autrement». Projekte sind gut, aber sie ersetzen keine strukturelle kantonale Lösung. Für ein besseres Angebot braucht es die Gesetzgebung. – Darum eine Motion. Der Regierungsrat betont selbst, dass die Zweisprachigkeit ein strategisches Ziel in den Regierungsrichtlinien 2026–2029 ist. Strategische Ziele sollte man gesetzlich absichern. – Darum eine Motion. Der Regierungsrat schreibt, er werde «eine mögliche sprachgesetzliche Umsetzung von bilingualen Klassen angehen». – Darum eine Motion.

Wir als Grosser Rat sollten darum klar sagen: Ja, wir wollen das. Eine Motion verpflichtet den Regierungsrat zur Umsetzung. Die GLP-Fraktion unterstützt das darum mehrheitlich als Motion. Merci vielmals.

Institution
Grosser Rat

Data: OpenParlData · CC BY 4.0