Hanspeter Steiner · EVP
Ich bin überzeugt, dass die grosse Mehrheit der Jäger ihrem Hobby verantwortungsvoll nachgeht. Dass es bis jetzt im Umgang mit Alkohol beim Jagen keine Regeln gab, war mir nicht bekannt. In seiner Antwort sagt der Regierungsrat, dass die Jäger ja meistens mit dem Auto unterwegs sind. Dies gilt aber nicht für die Hochjagd, sondern nur für die Niederjagd. Man mietet eine Alphütte oder hat ein Jägerhäuschen und bleibt dort für mehrere Tage, meistens einige zusammen. Dass man dort zum Abendessen ein Glas nimmt, ist nicht verwerflich. Mehr sollte es aber nicht sein, wenn man am nächsten Tag mit der Waffe hantieren will.
Es ist wie bei vielem: Etwas regeln muss man nicht wegen der grossen Mehrheit, sondern wegen ein paar wenigen, die verantwortungslos handeln. Wie beim Autofahren ist es auch beim Jagen: Die grosse Mehrheit macht es korrekt und verantwortungsvoll. Eine Lösung braucht es für eine Minderheit. Vergessen wir nicht, es geht um das Hantieren mit einer Waffe unter Alkoholeinfluss und um das Tierwohl. Mein Beispiel hat es gezeigt. Die Kantone Zürich und Neuenburg haben es schon getan. Ich würde übrigens die Lösung des Kantons Zürich bevorzugen, die erst bei einem wiederholten Verstoss einen Entzug des Jagdpatents vorsehen würde. Meine Kolleginnen und Kollegen: Nüchtern betrachtet ist es, glaube ich, gut, wenn wir dieser Motion zustimmen.