Andrea Rüfenacht · SP
Dann hat man die Grenze gesenkt und es waren immer noch die Gleichen – was weiss ich, ein halbes Prozent dieser Leute –, die immer noch gemeint haben: Drei Stangen passen schon. Man hat dann auch nicht hunderttausende von Polizisten eingestellt – so, wie es jetzt auch nicht nötig sein wird. Es gab Stichprobenkontrollen. Es wurde einmal die eine oder der andere erwischt. Es reichte halt gerade nicht mehr, weil die Grenze tiefer war. Dann hat so ein Gesinnungswandel stattgefunden. Das ist so ein Gruppeneffekt. Man hat dann gemerkt: «Ah, okay, vielleicht ist doch eine Stange einfach das Limit, und dann ist gut.»
Unterdessen treffe ich eigentlich keine solchen Leute mehr in diesen Landbeizen, in denen ich im Emmental noch viel verkehre. Es ist dort auch schon selbstverständlich geworden, dass sie einen Taxidienst haben, um einen nach Hause zu bringen, wenn man das nachher gerne will. Es hat einfach wirklich einen Gesinnungswandel gegeben. Das ist das, was ich hoffe, hier zu erreichen.
Wir wollen nicht mehr Wildhüter und diese werden auch nicht so stark belastet. Ich kenne auch einen und habe ihn gefragt, wie schlimm das dann wäre. Es sei nicht schlimm, er könnte dies schon übernehmen und er würde natürlich Stichproben machen. Dies würde reichen, weil es ein neues Reglement gibt, eine neue Vorschrift, und es gibt Stichproben, bei denen ganz selten jemand erwischt würde, weil sie ja nur ganz selten zu viel getrunken haben.
Aber das gibt nachher so eine Signalwirkung. Wahrscheinlich käme es eben in den Medien, und dann würde der Rest dieser Leute noch viel weniger darüber nachdenken, dass sie vor dem Schiessen so viel trinken würden, dass irgendjemand gefährdet sein könnte oder das Tier gar nicht mehr gefunden würde. Deshalb: Bitte stimmen Sie diesem Vorstoss zu. Herzlichen Dank. Es soll ein Signal sein.