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Markus Wenger · EVP

de
Grosser Rat (BE)06.06.2024
Markus Wenger, Spiez (EVP), Mitmotionär, Fraktionssprecher. Die EVP-Fraktion wird dieser Motion zustimmen. Im Vorfeld dieser Diskussion habe ich immer wieder ein Aber gehört: «Ja, aber hat man dann das Holz? Ja, aber funktioniert das mit der WTO?» Ich kann Ihnen sagen, dass die ganze Motion, wie sie jetzt formuliert ist – auch mit dem Inhouse-System –, sehr flexibel ist. Inhouse heisst ja nicht, dass jeder Splitter aus dem Berner Wald kommen muss, sondern Inhouse heisst eben, dass aus dem Berner Wald kommen muss, was Inhouse vorhanden ist. Dies ist doch ein wesentlicher Unterschied. Deshalb ist es unproblematisch, wenn man dem zustimmt.

Sie alle haben an Ihren Plätzen zu Ihrer Rechten drei Knöpfchen. Ich möchte Ihnen kurz sagen, was die drei Knöpfchen bei dieser Abstimmung bedeuten: Das rote Knöpfchen heisst: «Ja, aber. Also, grundsätzlich wären wir ja schon dafür, aber ...» Es gibt ganz viele Aber dahinter. Diese Aber werden erst dann verschwinden, wenn man es anpackt, wenn man klärt.

Dann haben Sie noch ein weisses Knöpfchen. Das weisse Knöpfchen heisst. «Ja, wir sollten umdenken.» Es ist schon mal im Kopf, aber es will noch nicht so recht. Und das grüne Knöpfchen – dieses müssen Sie gleich drücken – heisst: «Wir müssen handeln.» Also, wir müssen beim ganzen Thema des Berner Waldes einen neuen Weg gehen.

Es ist schon so, dass wir – Fensterbauer, Holzbauer – für das Holz wahrscheinlich ein paar Franken mehr bezahlen als am freien Markt. Aber auf der anderen Seite haben wir auch eine höhere Wertschöpfung im Staatswald, wenn wir es höher, qualitativ besser verkaufen können. Deshalb: Machen wir kein «Ja, aber». Wir sollten nicht nur umdenken, sondern auch anders handeln und hier zustimmen.

Institution
Grosser Rat

Data: OpenParlData · CC BY 4.0