Peter Gerber · Die Mitte
Aus diesem Grund haben wir von Die Mitte am 4. März ein Postulat (P 030-2024) eingereicht. Ich hoffe, dass jene, die heute die Motion betreffend die Schlösser nicht unterstützen, dann das Postulat unterstützen, damit man nämlich prüfen kann, ob das Ganze wirklich Sinn macht. Ein kleines Beispiel: Das Kloster Frienisberg ist mit 11 Mio. Franken amtlichem Wert registriert. Das heisst, wir bezahlen für dieses K-Objekt – ein K-Objekt, bei dem uns der Kanton Bern unglaublich wenig Spielraum lässt, um darin etwas zu erwirtschaften – pro Jahr 11’000 Pflege-Franken, 11’000 Franken Liegenschaftssteuer an die Gemeinde Seedorf.
Der Gemeindepräsident ist ein vernünftiger Mann und hat uns signalisiert, dass wir das Geld, das wir mit den Liegenschaftssteuern bezahlen, wieder in den Frienisberg investieren können. Das ist aber nicht selbstverständlich. Also, mit diesen 11’000 Franken, respektive über alles gesehen sind es 80’000 Franken Liegenschaftssteuer, die wir bezahlen ... Ich habe kein Problem, Liegenschaftssteuern zu bezahlen, wenn ich etwas produzieren kann, also dort, wo wir auch Geld generieren. Aber ich habe wirklich Mühe, wenn ich Geld bezahlen muss für etwas, bei dem ich nur Auflagen habe und nichts Sinnvolles machen kann.
Also bitte ich Sie alle, heute dieser Motion zuzustimmen, und diejenigen, die Mühe damit haben, bitte ich, dann unserem Postulat zuzustimmen, damit wir dies wirklich ganz breit miteinander anschauen können. Merci vielmal.