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Alfons Bichsel · Die Mitte

de
Grosser Rat (BE)11.03.2025
Alfons Bichsel, Merligen (Die Mitte), Fraktionssprecher. Wenn Sie, wie ich, mit einem 150 m² grossen Garten gross geworden sind, die Milch und den Käse und das Fleisch noch direkt beim Bauern bezogen haben, dann wissen Sie, wie viel Arbeit hinter unseren Nahrungsmitteln steckt. Und ja, mir ist natürlich selbstverständlich bewusst, dass nicht alle Kinder das Glück haben, auf dem Land aufgewachsen zu sein, aber auch bei uns auf dem Land, Bruno hat es gesagt, vielleicht sogar im Seeland, ist es heute eben keine Selbstverständlichkeit mehr, dass wir selber als Familie einen Garten haben, verdichtetes Bauen lässt grüssen.

Deswegen haben wir auch, und auch bei uns in den Schulen auf dem Land, angefangen, Bauernhöfe zu besuchen. Gärtnereien werden besucht. Wir gehen auf die Alpen, unterhalten dort noch Weiden. Der Regierungsrat schreibt in seiner Antwort, dass es bereits heute eine grosse Vielzahl von Hilfsmitteln, Unterlagen, Angeboten gibt, die unseren Schulen zur Verfügung stehen. Sie grenzen sich eben ab bei der Regierung, wenn es um die finanzielle Unterstützung und vor allem auch um Infrastrukturthemen geht, denn das ist eben Sache der Gemeinde.

Damit ist für uns von Die Mitte klar: Wenn das Thema bei den Schulen, inklusive Erfüllung des Lehrplans, eine so eine grosse Bedeutung hat, dass es ohne Schulgarten nicht geht, dann sollen doch die Schulen selber zu den Gemeinden gehen, einen solchen Schulgarten beantragen, und dann werden die Gemeinden, die Schulleitungen, die Kommissionen entscheiden, ob das eine gute Sache sei. Daher werden wir von Die Mitte das Postulat wie die Regierung annehmen, aber gleichzeitig auch abschreiben.

Institution
Grosser Rat

Data: OpenParlData · CC BY 4.0