Samuel Krähenbühl · SVP
Ich bin ja schon oft hier vorne gestanden und habe ein bisschen eine Fehde geführt, damals noch mit Hans-Ulrich Glarner oder mit Bernhard Pulver, aber auch schon mit Christine Häsler, wegen der Kulturausgaben. Und ich bin jetzt nicht etwa alterssenil geworden. Sie können sich freuen: Wenn die Erweiterungen des Kunstmuseums und die Sanierung des Zentrums Paul Klee kommen, dann werde ich weiterhin ein Böser sein. Aber hier sind wir einfach bei einer Kernaufgabe des Staats. Für mich ist ein historisches Museum wirklich etwas, das wir haben müssen.
Und ich habe auch ein bisschen eine Interessenbindung, aber das beeinflusst jetzt nicht meine Haltung: Ich hatte mal ein halbes Jahr lang eine Übung zur Museumsausstellungsgestaltung beim damaligen Direktor Jezler. Ich kenne dieses Gebäude relativ gut. Das ist jetzt etwa 20 Jahre her, und es war schon damals nicht mehr so top. Und ich sage sogar meinen Kollegen: Dort sieht man zwischendurch auch noch Waffen. Das ist vielleicht etwas für Nils – Hellebarden! (Heiterkeit / Hilarité) Und man sieht den Schultheissenthron, als Bern eine Monarchie war und vielleicht sogar noch ein bisschen Geld in Kolonien hatte und so weiter.
Also, wenn das nicht völlig ändert, muss ich sagen, ist es sogar ein bisschen ... Es besteht natürlich auch eine gewisse Gefahr, dass die historische Wissenschaft und auch die Museumsgestaltung immer ein bisschen woker werden, aber bis heute ist das jedenfalls noch nicht so. Ich würde sogar sagen, dass das BHM noch ein bisschen ein Bollwerk gegen die Woken ist. Und darum finde ich jetzt, hier sollte man wirklich einfach mal zu einer Kulturausgabe Ja sagen. Aber ich komme dann schon wieder, keine Angst. Bei anderen rede ich dann schon wieder dagegen. (Heiterkeit / Hilarité)