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Bruno Martin · EDU

de
Grosser Rat (BE)09.09.2025
Bruno Martin, Gerolfingen-Täuffelen (EDU), Fraktionssprecher. Es ist schon vieles über die Frauen gesagt worden, und ich schaue gerade, dass ich einige Zeilen auslassen könnte, die doppelt oder dreifach oder schon mehrfach gesagt worden sind, aber Sie müssen sich trotzdem kurz Zeit nehmen für mich.

Die Hebammen leisten im Kanton Bern während Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett Bereitschaftsdienst und Notfalldienst. Ja, die 7 mal 24 Stunden kennen auch andere Berufsgattungen, aber sie sind natürlich in der Minderheit vertreten in diesem Saal. Der Akutbereich und die Grundversorgung gehören zu ihren Aufgaben. Ab und zu sind sie auch für die Väter da. Aus eigener Erfahrung weiss ich, wie das ist, wenn man in Ohnmacht fällt, und ich war froh, dass sie bei zwei von vier Geburten auch noch ein bisschen zu mir schauten. Die Hebammen waren auch in der schwierigen Zeit da, als alles zu war, und während alle Leute Angst um ihr Leben hatten, halfen sie bei Geburten mit und halfen, neues Leben auf die Welt zu stellen.

Das Berner Gesundheitsgesetz verpflichtet die Hebammen zum Notfalldienst. Die Finanzierung seitens der öffentlichen Hand fehlt, und wie Kollegin Hurni schon gesagt hat: 1,3 Mio. Franken haben die Leute eigentlich selber bezahlt im Jahr 2024. Es widerspricht auch, wie wir gehört haben, der Berner Verfassung, die eigentlich die Frau vor und nach der Geburt schützt. Die Finanzierung ist notwendig, und weil die Versorgung durch die Spitäler im Wandel ist und die Regionen einheitlich und vor allem fair behandelt werden sollten, ist die EDU als Familienfraktion da, um diese Motion zu unterstützen. Ich danke vielmals für das Zuhören.

Institution
Grosser Rat

Data: OpenParlData · CC BY 4.0