Skip to main content

Stefan Bänz Müller · SP

de
Grosser Rat (BE)08.12.2022
Stefan Bänz Müller, Innerberg (SP), Einzelsprecher. Als Vater von drei Kindern und als ehemaliger Lehrer kann ich eines deutlich unterstreichen: Massnahmen, die dazu führen, dass Väter mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen können, sind wichtig und sind zu unterstützen. Selber hatte ich als Lehrer das Privileg, meine unterrichtsfreie Arbeitszeit manchmal vom Nachmittag oder vom Wochenende in die Nacht zu verschieben, um so möglichst viel Zeit bei meinen eigenen Kindern verbringen zu können, v. a. in den wenigen Jahren, bevor sie selbst tagsüber im Kindergarten oder in der Schule waren. Diese zusätzliche Zeit, die ich mit meinen Kindern vor ihrem Schuleintritt verbringen konnte, war Gold wert. Meine Kinder, ich selber, aber auch meine Frau konnten davon profitieren.

Als Primarlehrer habe ich das immer wieder gehört: «Schön, dass mein Sohn, meine Tochter jetzt einmal zu einem Lehrer, zu einem Mann in die Schule gehen kann.» Auf meine erstaunte Rückfrage hin wurde die Aussage meistens damit begründet, dass der Vater leider nie wirklich viel Zeit für sein Kind hat und hatte. Dies mag verallgemeinert und etwas plakativ herüberkommen, stimmt – aber es richtet den Scheinwerfer auf ein wichtiges, elementares Argument dieser Initiative: Dank der Elternzeit wird die Beziehung zwischen den Eltern und dem Kind gestärkt; insbesondere Väter erhöhen so ihr Engagement gegenüber dem Kind und übernehmen bei der Betreuung deutlich mehr Verantwortung. Dies zahlt sich für die Beziehung, auch in der Zukunft, aus. Ich bitte Sie, die Initiative zu unterstützen.

Institution
Grosser Rat

Data: OpenParlData · CC BY 4.0