Francesco Marco Rappa · Die Mitte
Provisorien prägen den Schulalltag. Die Raumknappheit beeinträchtigt den Betrieb und belastet das gesamte Umfeld: Lehrpersonen, Schülerinnen und Schüler sowie auch die Schulleitung. Das Projekt für einen zeitgemässen Gymnasialstandort ist fertig ausgearbeitet. Die Planung, die Verhandlungen mit der Stadt, die Standortabklärungen – alles liegt vor. Trotzdem will die Regierung weiter abwarten mit dem Verweis auf eine laufende Schulraumstrategie, mögliche Alternativen und langfristige Überlegungen.
Aus Sicht der Mitte-Fraktion ist klar: Die Bedürfnisse sind heute da. Der Kanton darf ein reifes, breit abgestütztes Projekt nicht einfach auf Vorrat auf die Seite legen, während gleichzeitig die Schülerinnen und Schüler in beengten Verhältnissen lernen müssen.
Trotzdem, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, haben wir in der Mitte-Fraktion differenziert diskutiert, und schlussendlich sind wir auch zum Schluss gekommen: Das Postulat ist das Richtige. Einem Postulat stimmen wir einstimmig zu. Mit einem Postulat kann die Regierung dieses Anliegen noch einmal im Kontext der übergeordneten Strategie prüfen und einen realistischen, aber verbindlichen Zeitplan aufzeigen.
Die Motion selbst findet nur bei einer kleinen Minderheit in der Fraktion Unterstützung. Ich persönlich gehöre zu dieser Minderheit, und zwar bewusst. Als Burgdorfer und als Emmentaler unterstütze ich diese Motion, weil ich davon überzeugt bin. Die Region hat gewartet, geplant, mitgetragen. Jetzt braucht es ein klares Signal, kein weiteres Warten. Merci.