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Speech

de
Grosser Rat (BE)10.06.2025
Christoph Neuhaus, BVD-Direktor. Als Baudirektor fahre ich dort weiter, wo ich vorhin aufgehört habe. Falls diese Motion das nicht priorisierte ursprüngliche Projekt eines Erweiterungsneubaus für das Gymnasium in Burgdorf realisieren will, dann geht das nicht. Grossrat Ruedi Fischer, die TF, die «Lädere» war auch fertig geplant, pfannenfertig, ausführungsreif. Aber die TF ist weg, die haben Sie gestrichen, die ist vom Tisch. Der Grosse Rat hat entschieden, die Projektarbeiten hat man abgeschlossen.

Wenn man mit der Motion aber meint, am Gymnasium-Standort Burgdorf solle man festhalten, den Gymnasiumsstandort Burgdorf solle man weiterentwickeln, dann entspricht das genau den Plänen der Regierung. Der Regierungsrat ist durchaus bereit, im Rahmen der gesamtkantonalen Schulraumplanung zu prüfen, ob man diesen Gymnasialstandort Burgdorf ausbauen soll und in welchem Umfang. Vor diesem Hintergrund beantragen wir Ihnen die Annahme als Postulat. Dabei werden wir auch analysieren, ob zusätzlich zu den bestehenden kantonseigenen Räumlichkeiten der BFH zusätzliche Flächen nötig sind.

In Burgdorf haben wir so kurzfristig keinen Bedarf für das, was die Motion jetzt fordert. Das Gymnasium Neufeld hat man mal für 800 Schülerinnen und Schüler gebaut. Dort sind es jetzt 1800 Schülerinnen und Schüler. Und ich sage das als ehemaliger Gymnasiallehrer: Wenn man die Schulstunden ein bisschen verteilt, dann ist es nicht ganz so eng, wie man sich das vorstellt. Man kann dann halt einfach nicht ganz so gut wünschen, wann man frei haben möchte.

Und für Burgdorf, für diese Arbeit haben wir noch genügend Zeit. Die Arbeiten am Campus Biel-Bienne der BFH brauchen noch einiges an Zeit. «Bauen Sie mal. Neuhaus, betonier mal, nachher schauen wir dann.» Das geht nicht. Das hat noch nie funktioniert. Das wird auch in Zukunft nicht funktionieren, und deshalb komme ich zum Fazit.

Die Annahme als Postulat ist möglich. Zu einer Motion sage ich klar Nein. Das kommt nicht infrage, weil Sie damit den Priorisierungsentscheid des Grossen Rates vom vergangenen November aushebeln würden. Und es wäre dann für den Regierungsrat völlig unklar, was das Parlament will, was der bernische Grosse Rat eigentlich will. Im November war es ein Nein zum Erweiterungsbau für das Gymnasium. Und ein halbes Jahr später sagen Sie dann wieder: «Ja, das geht hinten und vorne nicht.» Liebe Grossrätinnen und Grossräte, ich appelliere an Sie: Bleiben Sie klar, bleiben Sie konsequent. Stimmen Sie zur Motion Nein, sagen Sie Ja zum Postulat.

Institution
Grosser Rat

Data: OpenParlData · CC BY 4.0