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Brigitte Hilty Haller · GRÜNE

de
Grosser Rat (BE)04.03.2026
Brigitte Hilty Haller, Bern (GRÜNE), Mitmotionärin, Fraktionssprecherin. Beim Datenaustausch ist ganz vieles möglich. Ich kann Ihnen aus der Praxis sagen, dass dies nicht immer gut funktioniert. Manchmal bestehen Missverständnisse, sodass Leute meinen, man dürfe Sachen – gewisse Informationen – nicht weitergeben, gerade weil man dem Kind die Chance auf einen Neuanfang geben will, was dann umgekehrt zur Folge hat, dass man, je nachdem, eben wirklich noch einmal bei null anfängt. Je nachdem, wie lange das Kind an der neuen Schule ist, vergeht ein Jahr, bis man erfasst hat, wo das Kind steht. Es vergeht vielleicht noch einmal ein Jahr, bis Abklärungen vorliegen.

Ich kenne dies aus eigener Erfahrung als Lehrperson früher an der BFF. Ich hatte zum Teil Lernende, die eigentlich einmal abgeklärt wurden mit dem Resultat eines Nachteilsausgleichs. Das wurde nicht weitergeleitet, und innerhalb von drei Jahren – während der Lehre – musste man nachjustieren, damit es zumindest auf die Lehrabschlussprüfung hin reichte. So gesehen finde ich, dass ein Informationsaustausch wichtig ist, und stehe dafür ein und denke, dass wir Lehrpersonen haben, die professionell sind und die professionell handeln können sollen. Das heisst auch, dass man dann Massnahmen ergreifen kann, wenn es nötig ist.

Die grüne Fraktion stimmt diesem Vorstoss selbstverständlich zu, und wir bestreiten die Abschreibung. Merci vielmals.

Institution
Grosser Rat

Data: OpenParlData · CC BY 4.0