Claudine Esseiva · FDP
Diskussionen rund um Identität und Zugehörigkeit werden emotional geführt. Es kommt mir ein bisschen vor, dass die Diskussion hier, wie man bei einer Scheidung leider oft beobachten muss, immer mehr zu einem veritablen Rosenkrieg mutiert. Bei einer gehässigen Scheidung, das wissen wir alle, gibt es meist nur Verliererinnen und Verlierer. Das will die FDP verhindern.
Ja, der Verlust von Moutier schmerzt. Auch ich hätte mir das anders gewünscht. Aber es ist der freie Wille der Bevölkerung. Wir sind alles Demokratinnen und Demokraten, und wir haben diesen Volkswillen zu respektieren. Die Einwohnergemeinde Moutier hat diesem Kantonswechsel in einer Volksabstimmung zugestimmt. Diesen Entscheid gilt es jetzt zu respektieren, mit allen dazugehörigen Konsequenzen: Infrastruktur, Finanzen – das haben wir in den vorherigen Sessionen ja auch schon sehr emotional besprochen.
Wie es bereits meine Vorredner gesagt haben: Wie bei jeder Verhandlung gibt es auch hier, bei diesem Konkordat, Kompromisse, die man eingehen muss. Beide Kantonsregierungen sind diese Kompromisse eingegangen, und diese werden auch von beiden Seiten getragen.
In diesem Sinn appelliere ich an alle hier im Saal, wegzukommen von Maximalforderungen und dem Kantonswechsel konstruktiv und positiv entgegenzuschauen. Denn ändern können wir es nicht mehr. Mit dem Ja zum Konkordat will die FDP-Fraktion das Kapitel der Jurafrage abschliessen und vor allem mithelfen, dass in dieser Region Ruhe und Frieden einkehren kann.
Je vous prie d’être positif et constructif dans cette situation difficile. Nous comprenons votre douleur, et nous comprenons également votre déception. Mais le changement de canton est un fait. Soutenons le travail qui a été fait par notre Conseil-exécutif, et disons oui à ce concordat, et ainsi oui à la paix et à la sérénité. Merci beaucoup.