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Tabea Bossard-Jenni · EVP

de
Grosser Rat (BE)30.11.2023
Tabea Bossard-Jenni, Oberburg (EVP), Fraktionssprecherin. Merci, Herr Präsident, auch noch für die Gratulationen.

Der Kredit und die damit verbundene Energieberatung sind eine logische Folge der kantonalen Energiepolitik und der energiepolitischen Ziele, die wir uns gesetzt haben. Die Anstrengungen der Hauseigentümer, den Energiebedarf durch Massnahmen an der Gebäudehülle und an der Heizung ganz grundsätzlich zu senken und auf erneuerbare Energien umzusteigen sowie das Ganze zu beschleunigen, erhöht den Bedarf an Energieberatungen.

Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer benötigen eine Anlaufstelle, wo sie produkt- und technologieneutral beraten werden. Diese Gesamtberatung bietet jetzt eben die regionale Energieberatung. Als Unternehmerin aus dieser Branche finde ich den Aspekt der Produkt- und Technologie-Neutralität sehr wichtig. Im jetzigen Trend werden häufig Öl- und Gasheizungen durch Wärmepumpen und Photovoltaikanlagen ersetzt. Häufig gibt es Unternehmungen, die dies anbieten, und es ist nicht überall die optimale Lösung. Es gibt auch noch andere Energiequellen, die man nutzen könnte. Ich denke da an unser einheimisches Holz oder beispielsweise auch an die Solarenergie.

Die Energieberatung berät im Optimum frei von wirtschaftlichen Interessen, und wir sind auf einem guten Weg, damit es wirklich eine neutrale Beratung ist. So, wie ich das verstehe, wird hier im Rat der Sinn der Energieberatung nicht grundsätzlich infrage gestellt, lediglich die Höhe dieses Pro-Kopf-Beitrags sorgt hier für Diskussionen. Aus energetischer Sicht oder aus energiepolitischer Sicht ist es ganz wichtig, dass wir das Potenzial ausschöpfen können und dass wir diese Beratungen anbieten, damit die Leute einen einfachen, niederschwelligen Zugang haben. Aus diesem Grund stimmt die EVP-Fraktion dem BaK-Mehrheitsantrag zur Erhöhung auf 1,50 Franken pro Kopf zu.

Vorher sind hier Aussagen gefallen wie: Es braucht später einen GEAK, es braucht Ingenieure. Ganz grundsätzlich ist der GEAK ein sehr gutes Mittel, um zu zeigen, aus welcher Energieklasse ein Gebäude kommt und welche Energieklasse wir mit den Massnahmen erreichen können. Das ist aber nicht grundsätzlich die Energieberatung oder so etwas, die das verursacht, sondern es ist vielleicht auch die Folge unserer Subventionspolitik, denn der Kanton will ja für das Geld, das er dann für die Massnahmen gibt, auch objektiv feststellen können, ob das Geld zielführend eingesetzt wurde. Und mit der Kritik, es brauche ja nachher noch einen Ingenieur und es brauche ja nachher noch einen GEAK, bei der Energieberatung sparen zu wollen: Das setzt für mich persönlich am falschen Ort an. Danke für Ihre Aufmerksamkeit.

Institution
Grosser Rat

Data: OpenParlData · CC BY 4.0