Tabea Bossard-Jenni · EVP
Pro Gebäude wird der Maximalbeitrag von 250’000 Franken an Fördergeldern ausbezahlt. Der Kanton erwartet im Gegenzug Globalbeiträge von 55 Prozent oder 825’000 Franken. Das ist immer mit einer gewissen Unsicherheit verbunden, weil die Beträge erst im Nachhinein vom Bund zugesprochen werden. Wir verpflichten uns jetzt aber hier, heute, für die Kreditsumme von 1,5 Mio Franken. Die Auszahlung des Geldes ist je nach Baufortschritt in den Jahren 2023 bis 2026 vorgesehen. Die Gelder sind im Budget und auch im Aufgaben- und Finanzplan eingestellt. Gültigkeitsdauer dieses Gesuchs sind drei Jahre und auf Begründung hin könnte das auch noch verlängert werden. Wenn die Förderbedingungen nicht erfüllt würden, dann behält sich der Kanton vor, dass er die Leistungen zurückverlangt.
Zum Gebäudepark: Die eigene Stromproduktion ist ein wichtiger Bestandteil des Konzepts. Das Heizsystem läuft über eine Wärmepumpe, die Energie kommt aus der Erdwärme und im Sommer wird die Erdsonde mittels Geo-Cooling regeneriert. Abgesehen von der Haustechnik ist es ein sehr ganzheitliches Konzept, inklusive Elektromobilität und Gesamtmobilitätskonzept. Die CO₂-Einsparung gebührt dem Kanton Bern. Das konnten wir in den Unterlagen lesen. Das bedeutet unter anderem, dass die CO₂-Einsparung nicht anderweitig für CO₂-Zertifikate weiterverkauft werden könnte.
Auch wenn das Fördergesuch unspektakulär ist, in dem Sinne, wie wir es hier behandeln, gilt es zu betonen, dass das ein Leuchtturmgeschäft ist. Der Kanton ist jetzt daran, das zweite Plusenergiequartier zu bewilligen oder dafür die Förderung zu sprechen. Das macht uns, glaube ich, schweizweit zum führenden Kanton in Plusenergiequartieren. Die BaK empfiehlt dem Grossen Rat einstimmig, diesen Kredit zu genehmigen.