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Simone Leuenberger · EVP

de
Grosser Rat (BE)10.03.2026
Simone Leuenberger, Uettligen (EVP), Fraktionssprecherin. In Akutsituationen sofort Hilfe zu bekommen, ist für die Opfer zentral. Heute haben sie häufig nur sehr enge Zeitfenster, in denen sie sich Hilfe holen können. Die Hilfe muss deshalb unmittelbar und ohne Umweg, Umleitung und Vermittlung geleistet werden können. Bevor der Hörer wieder aufgehängt wird, braucht es eine Lösung.

Auch hier können wir nicht abschliessend beurteilen, welche Qualifikationen und Kompetenzen die Mitarbeitenden am anderen Ende der Leitung brauchen. Beide Planungserklärungen gehen für uns in die richtige Richtung. Wir tendieren jedoch zur Planungserklärung 13. Ein Reporting wird und muss Aufschluss geben, ob diese Möglichkeit zielführend ist oder ob es vielleicht doch Fachpersonen rund um die Uhr braucht.

Übrigens ist die geplante Hotline für Gehörlose und hörbehinderte Menschen, die am Telefon nichts verstehen, höchstens über Vermittlungsdienste rund um die Uhr erreichbar, und von diesen müssen die betroffenen Personen selbst wissen. Es sind Zusatzdienste, die nicht über die Opferhilfe-Nummer erreichbar sind. Die Dargebotene Hand, die laut der Opferhilfestrategie eine kostenlose, anonyme und vertrauliche Telefonberatung während 24 Stunden an 7 Tagen für alle Opfer von Gewalt sicherstellt, ist nicht in Gebärdensprache verfügbar, und ein Chat, der eine schriftliche Sofortkommunikation ermöglicht, ist nur bis um 22 Uhr erreichbar. Beim E-Mail ist die Antwortfrist 48 Stunden. Auch hier stellen wir fest: «Alle» sind wieder einmal nicht alle.

Institution
Grosser Rat

Data: OpenParlData · CC BY 4.0